Schulabschlussquote in Deutschland verbessert

Ein Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife (Abiturzeugnis).
Bild 1 von 1

Ein Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife (Abiturzeugnis).

 © Karl-Josef Hildenbrand

Die allermeisten Menschen haben hierzulande einen Schulabschluss. Bei einem relativ geringen Teil ist das anders. Die meisten Menschen ohne einen Schulabschluss leben in Bremen.

Berlin (dpa) - Weniger Menschen in Deutschland sind ohne Schulabschluss als noch 2010. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung lag 2018 bei 4,0 Prozent - nach 4,1 Prozent im Jahr 2010.

Das geht aus einer Auskunft des Bundesbildungsministeriums an die AfD-Fraktion im Bundestag hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Damit hatten 2018 insgesamt 2,837 Millionen Menschen keinen allgemeinen Schulabschluss oder höchstens sieben Jahre die Schule besucht.

Dabei gibt es zwischen den Bundesländern erhebliche Unterschiede. Die anteilig meisten Menschen ohne Schulabschluss lebten in Bremen (7,2 Prozent), die wenigsten in Thüringen (1,4 Prozent). Bei Ausländern ist die Quote mit 17,8 Prozent ebenfalls höher - und zwar insbesondere bei Nicht-EU-Ausländern (26,5 Prozent). Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren hat das Ministerium bei dieser Zählung ausgeklammert, weil diese in der Regel ohnehin noch keinen Schulabschluss vorweisen können.

Der AfD-Bundestagsabgeordnete René Springer sprach von einer "Bankrotterklärung für die Bildungspolitik der Bundesregierung" und einer "Gefahr für den Wirtschaftsstandort Deutschland". "Oberstes politisches Ziel muss es sein, zunächst unsere inländischen Potenziale zu heben, anstatt immer lauter nach ausländischen Fachkräften zu rufen", erklärte er.

Aus der Auskunft geht auch hervor, dass zuletzt rund jeder vierte Ausbildungsvertrag in Deutschland vorzeitig gelöst wurde. Bei Nicht-EU-Ausländern wurde 2018 sogar mehr als jeder dritte Vertrag vorzeitig gelöst. Bei wichtigen Herkunftsländern von Asylbewerbern liegt die Quote mit rund 40 Prozent noch einmal höher. Eine Auflösung des Vertrags muss allerdings keinen Abbruch der Ausbildung bedeuten: Das beim Bundesforschungsministerium angegliederte Bundesinstitut für Berufsbildung weist auf seiner Homepage darauf hin, dass auch Betriebs- oder Berufswechsel als Vertragslösungen zählen.

Quelle: dpa-infocom GmbH
Top-Themen
Ein Corona-Ausbruch in Ostfriesland sorgt für Aufsehen. Denn die Infizierten waren Gäste in einem Restaurant. Falls ...mehr
Die Zahl der registrierten neuen Corona-Fälle geht tendenziell in Deutschland zurück. Doch es kann weiterhin schnell ...mehr
Volkswagen muss für seine Abgas-Trickserei geradestehen und klagenden Autofahrern den Schaden ersetzen. Im ...mehr
Die besten Witze & Sprüche
Ab'gesagt ist. Wegen der Corona-Epidemie ist das Oktoberfest 2020 zum Schutz der Gesundheit abgesagt. Wir zeigen Ihnen ...mehr
Von Zuhause arbeiten bringt Vor- und Nachteile mit sich. Während man es mit dem Dresscode nicht ganz so genau nehmen ...mehr
Video
Anzeige