Sieben Palästinenser an Gaza-Grenze erschossen

Palästinenser tragen einen verwundeten Jugendlichen, der während
Zusammenstößen mit israelischen Truppen angeschossen wurde.
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Palästinenser tragen einen verwundeten Jugendlichen, der während Zusammenstößen mit israelischen Truppen angeschossen wurde.

 © Khalil Hamra
12.10.2018 - 22:24 Uhr

Bei neuen Protesten an der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen sind sieben Palästinenser ums Leben gekommen. Sie seien vom israelischen Militär am Freitag erschossen worden, teilte das Gesundheitsministerium von Gaza mit, das die radikalislamische Hamas kontrolliert.

Gaza (dpa) - Weitere 250 Palästinenser erlitten nach Angaben eines Ministeriumssprechers Verletzungen, darunter auch zehn Minderjährige.

Nach israelischer Darstellung hatten sich rund 14 000 Palästinenser an der Grenze versammelt und Steine und Granaten geworfen. Das israelische Militär habe daraufhin mit Maßnahmen zur Auflösung von Unruhen reagiert.

Seit März kommt es an der Grenze immer wieder zu Protesten sowie Zusammenstößen mit israelischen Soldaten, 201 Palästinenser wurden nach Zahlen des Gesundheitsministerium seitdem getötet. Die Demonstranten fordern mit den Protesten unter anderem eine Aufhebung der Gaza-Blockade sowie eine Rückkehr palästinensischer Flüchtlinge in Gebiete, die heute zu Israel gehören. Israel lehnt dies ab. Die Regierung in Jerusalem hatte vor mehr als zehn Jahren eine Blockade über das von der Hamas kontrollierte Küstengebiet verhängt, die von Ägypten mitgetragen wird. Israel hat bereits mehrfach den Einsatz von Gewalt an der Grenze gerechtfertigt und darauf verwiesen, dass man sich gegen Aufrührer verteidige.

Die Hamas hatte diese Protestaktionen zuletzt wieder verschärft, nachdem Bemühungen um eine Waffenruhe mit Israel unter ägyptischer Vermittlung gescheitert waren. Hamas-Chef Ismail Hanija sagte am Freitag in Istanbul, seine Organisation spreche mit Katar, Ägypten und den Vereinten Nationen, um "Verständnis zu vermitteln, das Ruhe bringen könnte, um die Belagerung zu beenden".

Quelle: dpa-infocom GmbH
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