Staatsbegräbnis für EU-Parlamentspräsident Sassoli

Der Sarg von David Sassoli wird durch Rom getragen.
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Der Sarg von David Sassoli wird durch Rom getragen.

 © Gregorio Borgia

Im Alter von 65 Jahren ist EU-Parlamentspräsident David Sassoli überraschend verstorben. Italienische und europäische Politiker sind zum Staatsbegräbnis nach Rom gekommen.

Rom (dpa) - Mit einem Staatsbegräbnis haben Spitzenpolitiker aus Italien und Europa Abschied vom verstorbenen EU-Parlamentspräsidenten David Sassoli genommen. Seinen mit einer Europafahne bedeckten Sarg trugen am Freitag vier Männer vorbei an Soldaten in die Basilika Santa Maria degli Angeli e dei Martiri in Rom.

In der Kirche gedachten rund 300 Menschen des am Dienstag verstorbenen Sozialdemokraten. Unter ihnen waren neben EU-Ratspräsident Charles Michel und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen auch Italiens Ministerpräsident Mario Draghi und Staatsoberhaupt Sergio Mattarella. Für Deutschland reiste Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) an.

Der Bischof von Bologna, Kardinal Matteo Zuppi, leitete die Trauerfeier für den Katholiken Sassoli. "Wir behalten alle sein fast schon schüchternes Lächeln im Herzen", sagte er über Sassoli. An seiner Seite standen unter anderem Erzbischof Paul Gallagher, der - einfach ausgedrückt - Außenminister des Vatikans, am Altar.

Zahlreiche Bürger und Politiker nahmen bereits am Donnerstag vor dem aufgebahrten Sarg Sassolis am Kapitolinischen Hügel in Rom Abschied. Auch am Freitag kamen viele Menschen an die Basilika.

David Sassoli starb am frühen Dienstagmorgen im Alter von 65 Jahren in einer Klinik in der italienischen Stadt Aviano gestorben. Dort wurde er seit dem 26. Dezember 2021 behandelt. Sein Tod sorgte für große Bestürzung in der europäischen Politik. Viele würdigten den Politiker für seinen Einsatz für die Europäische Union.

Seine politische Karriere begann im Jahr 2009 mit seiner Wahl ins Europaparlament. Zuvor war der gebürtig aus Florenz stammende Sassoli Journalist und vielen Italienern als Moderator der Nachrichtensendung TG1 des öffentlich-rechtlichen TV-Senders Rai bekannt.

Quelle: dpa-infocom GmbH
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