Trump-Anwalt Cohen scheitert vor Gericht mit Antrag

Der persönliche Anwalt von US-Präsident Donald Trump will im
Rechtsstreit mit der Pornodarstellerin Stormy Daniels von
seinem Schweigerecht Gebrauch machen. Er begründet dies mit den
parallel gegen ihn laufenden Ermittlungen wegen seines
Geschäftsgebarens.
Bild 1 von 2

Der persönliche Anwalt von US-Präsident Donald Trump will im Rechtsstreit mit der Pornodarstellerin Stormy Daniels von seinem Schweigerecht Gebrauch machen. Er begründet dies mit den parallel gegen ihn laufenden Ermittlungen wegen seines Geschäftsgebarens.

© EDUARDO MUNOZ ALVAREZ - AFP
17.04.2018 - 01:00 Uhr

Im Zuge der Ermittlungen gegen den Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen, hat der Rechtsvertreter vor einem US-Bezirksgericht eine Niederlage erlitten. Richterin Kimba Wood lehnte bei der Anhörung im New Yorker Stadtteil Manhattan am Montag einen Antrag Cohens ab, einiges von dem zuvor bei ihm beschlagnahmten Material unter Verschluss zu halten. Wood stimmte allerdings zu, dass Cohens eigene Anwälte Zugang zu dem Material erhalten sollen.

Cohens Büros waren am Montag vergangener Woche durchsucht worden. Die Ermittlungen gegen ihn zielen laut US-Justizministerium hauptsächlich auf sein Geschäftsgebaren ab. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft stehen viele Vorwürfe gegen den langjährigen Trump-Vertrauten nicht im Zusammenhang mit seiner Arbeit als Anwalt, sondern mit seiner Tätigkeit als Geschäftsmann.

In die Schlagzeilen geraten war Cohen zuvor allerdings bereits wegen einer Zahlung an die Pornodarstellerin Stormy Daniels, die angibt, eine Affäre mit Trump gehabt zu haben. Berichten zufolge wurden bei der Razzia bei Cohen vergangene Woche auch Unterlagen zu Geldzahlungen an die Pornodarstellerin sichergestellt.

Cohen hatte Mitte Februar zugegeben, Stormy Daniels wenige Tage vor der Präsidentenwahl 130.000 Dollar (nach heutigem Wert 105.000 Euro) gezahlt zu haben - angeblich aus eigener Tasche und ohne Trumps Wissen. Das Geld soll Stormy Daniels dafür erhalten haben, dass sie die Affäre nicht ausplauderte. Die Vereinbarung hält sie heute für nichtig, sie liegt darüber im Rechtsstreit mit Cohen.

Auch Stormy Daniels, die mit bürgerlichem Namen Stephanie Clifford heißt, erschien am Montag vor dem New Yorker Gericht. Unter enormem Medienandrang drängte sie sich in letzter Minute in das Gerichtsgebäude. "Herr Cohen hat sich seit Jahren so aufgeführt, als stünde er über dem Gesetz", sagte die Pornodarstellerin nach der Anhörung vor Journalisten. "Das ist jetzt vorbei", kündigte sie an. "Mein Anwalt und ich sind entschlossen, sicherzustellen, dass jeder die Wahrheit erfährt."

Eine unerwartete Wendung nahm die Gerichtsanhörung am Montag überdies, als Richterin Wood Cohens Anwalt aufforderte, den Namen eines zuvor unter Verschluss gehaltenen Mandanten zu nennen und sich herausstellte, dass es sich um den Moderator des Senders Fox News, Sean Hannity, handelt. Trump gilt als Bewunderer Hannitys und soll regelmäßig mit ihm telefonieren. Hannitys Sendung ist derzeit diejenige mit den höchsten Einschaltquoten im US-Kabelfernsehen. Hannity selbst stritt indes ab, ein Mandant Cohens zu sein.

Quelle: 2018 AFP
Top-Themen
Eine Großmutter geht mit einem Baby im Kinderwagen spazieren. Plötzlich rast ein Auto auf den Gehweg und rammt die beiden.mehr
Nach einem Wasserrohrbruch in Berlin hat sich auf einer Straße ein etwa fünf mal fünf Meter großer Krater aufgetan.mehr
An einem lauen Sommerabend geht eine Großmutter mit ihrem kleinen Enkel im Kinderwagen spazieren. Plötzlich rast ein ...mehr
Anzeige
Video
Anzeige
Bilder des Tages
Freiluftkino in Paris: Auf den Champs Elysees im Herzen der französischen Hauptstadt wird ein Film gezeigt.mehr
Top-Angebote der Discounter
Ob großer Familieneinkauf oder die Besorgungen für einen Single-Haushalt: Beim Einkauf lässt sich viel Geld sparen, wenn man günstige Discounter Angebote sucht und Preise vergleicht.mehr
Anzeige
Börse
DAX
Name Letzter %
DAX    
MDAX    
TecDAX    
Nikkei 225    
Tests
Gewinner und Verlierer
Katie Price muss ihre Tiere verkaufenmehr
Hulk Hogan zurück in der Hall of Famemehr