Zwei Tote infolge von Sturmtief "Sebastian"

Infolge des Sturmtiefs "Sebastian" sind am Mittwoch in Hamburg
und Nordrhein-Westfalen zwei Menschen ums Leben gekommen. Mit
heftigen Windböen und Starkregen zog das Unwetter über Teile West-
und Norddeutschlands hinweg.
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Infolge des Sturmtiefs "Sebastian" sind am Mittwoch in Hamburg und Nordrhein-Westfalen zwei Menschen ums Leben gekommen. Mit heftigen Windböen und Starkregen zog das Unwetter über Teile West- und Norddeutschlands hinweg.

© Peter Kuchenbuch-Hanken - dpa/AFP
13.09.2017 - 18:52 Uhr

Infolge des Sturmtiefs "Sebastian" sind am Mittwoch in Hamburg und Nordrhein-Westfalen zwei Menschen ums Leben gekommen. Bei heftigen Windböen wurde in Hamburg nach Angaben der Polizei ein 38-jähriger Passant von einem herabstürzenden Gerüst erschlagen. Im nordrhein-westfälischen Brilon starb ein 53-Jähriger durch eine umstürzende Fichte. Bei einem weiteren Toten in Hamburg geht die Polizei inzwischen von Suizid aus.

Mit heftigen Windböen und Starkregen zog das Sturmtief "Sebastian" über Teile West- und Norddeutschlands hinweg. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes gab es an der Nordseeküste teils orkanartige Böen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern. Für den Abend wurde in der Elbmündung, in Hamburg und an der Nordfriesischen Küste eine Sturmflut erwartet. In Ostfriesland wurde ein Pegel von einem Meter über dem mittleren Hochwasser erwartet, für Nordfriesland bis zu zwei Meter mehr.

In Wyk auf Föhr wurde eine 70-jährige Frau von einem umstürzenden Baum getroffen und schwer verletzt. Sie wurde in ein Krankenhaus auf das Festland ausgeflogen. Der Nord-Ostsee-Kanal wurde für den Schiffsverkehr gesperrt, in Husum wurden die Hallen der Windmesse geräumt, ein Fachtreffen der Windindustrie.

Auch im Binnenland brachte "Sebastian" Sturm, Gewitter und Regen. Für Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein warnte der Wetterdienst weiter vor orkanartigen Böen. Gefahren drohten etwa durch entwurzelte Bäume oder herabstürzende Dachziegel. Landesweit meldete die Feuerwehr dutzende Einsätze wegen umgestürzter Bäume.

Der Bahnverkehr war vielerorts gestört. Am Abend und in der Nacht sollte sich die stürmische Wetterlage nach Angaben der Meteorologen zunehmend in Richtung Osten verlagern. In Berlin rief die Feuerwehr am frühen Abend den Ausnahmezustand aus.

Für Hessen und Baden-Württemberg gab der Wetterdienst eine Warnung vor Starkregen heraus. Bäche und Flüsse könnten Hochwasser führen, zudem seien Überschwemmungen und Erdrutsche möglich. Vor allem der Odenwald und der Schwarzwald sollten betroffen sein.

In Nordrhein-Westfalen riss der Sturm vor allem im Ruhrgebiet zahlreiche Bäume aus dem Boden. Im Rheinisch-Bergischen Kreis wurde ein Auto während der Fahrt von einem umstürzenden Baum getroffen. Der 82-jährige Fahrer wurde leicht verletzt.

Auch die niedersächsische Polizei meldete zahlreiche Einsätze. So sorgte "Sebastian" etwa in den Landkreisen Verden und Osterholz für Straßensperrungen. In Peine stürzte ein Baum auf ein fahrendes Auto. Der 29-jährige Fahrer wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Die Stadt Flensburg in Schleswig-Holstein riet ihren Bürgern, sich in den Nachmittagsstunden nicht im Freien aufzuhalten. Städtische Kindertagesstätten wurden geschlossen, Veranstaltungen mit Beteiligung der Öffentlichkeit wurden abgesagt.

In Hamburg ging die Feuerwehr zunächst davon aus, dass ein Rollstuhlfahrer unfreiwillig vom Sturm in die Elbe geweht und weggerissen wurde. Ein Großaufgebot suchte mit Tauchern, Booten und einem Hubschrauber nach dem Mann, konnte ihn aber nur noch tot bergen. Die Polizei teilte nach ersten Ermittlungen mit, dass sie von einem Suizid ausgehe.

Quelle: 2017 AFP
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