Auf dem Weg zur Wetterkanone

Mit einem Laser sollen Wolken gemolken werden. Auch sollen Blitze so abgeleitet werden.
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Mit einem Laser sollen Wolken gemolken werden. Auch sollen Blitze so abgeleitet werden.

 © Bild: cLOd / Bearbeitung freenet.de (Lizenz: cc-by-sa)

Forscher aus Europa ist es gelungen mit einem Laser Regenwolken „abzuschießen“. Der erste Schritt um schwere Unwetter zu verhindern.

Wie der Wissenschaftler Philipp Rohwetter und seine Team von der Freien Universität Berlin jüngst meldeten, sind sie bei der Entwicklung einer „Wetterkanone“ ein großes Stück weitergekommen.

Die Forscher sättigten eine Versuchskammer mit Wasserdampf durchsetzter Luft und „schossen“ einen Laserstrahl in diese Kammer. Die Sauerstoff- und Stickstoffmoleküle, sonst elektrisch neutral geladen, reagierten darauf und wandelten sich in elektrisch geladene Ionen um. Diese dienten als sogenannte „Kondensationskeime“. Die Forscher konnten in ihren Versuchen beobachten, wie sich dann kleine und feine Wassertropfen bildeten. Im Laufe der Versuche wurden diese immer größer zu Regentropfen.

Ermutigt durch die Erfolge in der Versuchskammer testeten die Wissenschaftler ihren Laser „Teramobile“ dann in der Natur. Sie schickten mit ihrem Gerät Laser-Impulse in den Nachhimmel um dann zu messen, ob sich Wassertropfen bilden. Tatsächlich kam es dabei zu Wasserdampf-Kondensation in der Luft.

Diese Lasertechnologie steckt jedoch noch in den Kinderschuhen. Der Physiker Thomas Leisner, Forschungszentrum Karlsruhe, sagte gegenüber „Naturenews“ des Magazins „Nature“, dass er skeptisch ist, „ob damit auf Kommando Regen erzeugt werden kann“.

Würde es gelingen, diese Technologie zu perfektionieren, könnten so verheerende Hagelunwetter vorgebeugt werden, in dem man die Wolken vorher abregen lässt. Bisher nutzt man dazu Silberjodid das mit Flugzeugen versprüht wird. Bekannt wurde das Verfahren vor allem auch im November 2009, als Hugo Chávez, Präsident von Venezuela, im großen Stil damit Regen gegen die Dürre in seinem Land erzeugen wollte.

Skeptiker zweifeln an dieser Methode und deren Kosten und Umweltschützer kritisieren, dass die Auswirkungen noch nicht vollends bekannt sind.

Quelle: freenet.de
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