Bigfoot: gibt es ihn doch?

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24.11.2002 - 23:00 Uhr

Almas, Stinkaffe, Yeti, Schneemensch, Yahoo, Chuchunaa, Momo, Caa-Pora, Ukumar, Yowie – all diese Namen bezeichnen ein weltweites Phänomen, die angeblichen "Affenmenschen" – einer Mischung aus Tier und Mensch, angeblich teilweise über 2,50 Meter groß und mehr Affe als Mensch.

Von Sibirien bis Australien, von Südamerika bis Vietnam, von Tibet bis Nordamerika kursieren unheimliche Geschichten von Begegnungen mit diesen Menschenaffen – und das seit Jahrhunderten, wenn nicht noch länger.

In Nordamerika nennt man diese Affenmenschen Bigfoot und die Ureinwohner Kanadas und der USA kennen diese Kreatur unter dem Namen Sasquatch. Als Name ist Bigfoot weit über die Grnezen der USA bekannt. Nicht, weil er dort am häufigsten gesehen worden sein soll, sondern wahrscheinlich, weil die USA ein fortschrittliches Land sind, dessen Informationsstruktur eine weite Verbreitung der Sichtungen garantiert. Schon die Indianer berichteten, dass in den Wäldern und Sümpfen der USA ein Wesen lebt, das sich sehr selten zeigt aber dessen gewaltig große Fußspuren von ihren Jägern oftmals entdeckt worden sind.

Die erste schriftliche Erwähnung von aufgefundenen Spuren des "stickenden Menschenaffen" aus den USA stammt wahrscheinlich von dem englischen Pelzhändler David Thompson. Er berichtete im Jahre 1811, dass er bei einer Reise über die Rocky Mountains in Richtung Pazifik auf seltsame Fußspuren traf. Die Spuren waren 35 Zentimeter lang und 20 Zentimeter breit und sahen aus wie menschliche Abdrücke. Die lokalen Indianer berichteten dem Reisenden, dass es die Spuren eines Riesen sind.

Einige Jahre später, am 30. August 1818, ereignete sich die erste Begegnung, die heute schriftlich erhalten geblieben ist. Die Zeitung "Exeter Watchman" aus dem US-Bundesstaat New York berichtete am 22. September 1818, dass "ein Mann, dessen Glaubwürdigkeit außer Zweifel steht, in der Nähe von Ellisburgh ein Tier gesehen" habe, das dem "wilden Mann der Wälder" ähnlich sah, von dem man immer wieder mal etwas höre. Diese Begegnung machte weithin Schlagzeilen, denn nachdem der Zeuge den zotteligen Riesen sah, nahmen Hunderte von Freiwilligen die Verfolgung der Kreatur auf -- jedoch ohne Ergebnis.

Weltweit suchen Kryptozoologen nach den legendären Affenmenschen. Vor allem in Nordamerika, Australien und den Weiten Asiens fahnden Forscher und Forschergruppen intensiv nach den lokalen Affenwesen. In den USA existieren eine ganze Reihe von Organisationen, die sämtlichen Berichten und Spuren des Bigfoot nachgehen. Einer von ihnen ist beispielsweise Peter Byrne, er das "Bigfoot Research Project" leitet.

Nachdem er Jahrzehnte lang in Asien den Yeti jagte, unterhält er seit 1992 am Fuß des Mount Hood im Norden Oregons eine Meldestation, die sich durch private Spenden finanziert. Über eine eigens eingerichtete Telefonnummer (1-800-BIGFOOT) laufen dort alle Sichtungen zusammen. Byrne ist wie viele andere von der Realität des Bigfoot überzeugt. Doch wie bei allen Forschern, die auf der Suche nach Affenmenschen sind, ist es auch bei Byrne ein schwieriges Unterfangen. Die Forschung muss sich meistens Fußabdrücke und obskurer Film- und Fotoaufnahmen bedienen.

Anhand der verschiedenen Spuren des Bigfoot wissen die Forscher, dass das Wesen rund 250 Kilogramm oder mehr wiegen muss. Durch die Tiefe der Eindrücke im Erdreich kann so etwas berechnet werden. Hier wenden die Befürworter der Bigfoot-Legenden beispielsweise ein, dass man solche Spuren nur sehr schwer fälschen kann. Ebenso wenden sie ein, wer denn diese Spuren fälschen soll – in ganz Nordamerika und in den wildesten Gegenden des Kontinents.

Anders verhält es sich bei den zahlreichen Filmen, die vom Bigfoot (aber auch vom Yeti, siehe Bilder oben) kursieren. Hier haben nicht nur die Bigfoot-Forscher, sondern auch und vor allem Filmanalytiker viel Arbeit. Der berühmteste aller Filme eines weiblichen Bigfoots ist der so genannte Patterson-Film von 1967. Auf dem leicht verwackelten Streifen erkennt man ohne viel Fantasie einen leibhaftigen Bigfoot – oder zumindest etwas, das so aussieht.

Über Jahrzehnte hinweg untersuchten Forscher den Filmstreifen Bild für Bild, Sequenz für Sequenz. Dabei gab es nur zwei Parteien: die einen hielten den Film für einen Beweis, die anderen für eine zugegebenermaßen geschickte Fälschung. Tatsächlich kam kurz vor dem Tode der angeblichen Zeugen, die den Film drehten heraus, dass es sich wohl sicher um eine sehr gut gemachte Fälschung handelt.

Andere weiterhin diskutierte Filme mit Affenmenschen hingegen sind weiterhin strittig. Etwa ein seltsamer Film aus dem Himalaja, der einen echten Yeti zeigen soll. Bei diesem Streifen stellt sich dem unvoreingenommenen Betrachter als erstes die Frage, wenn es eine Fälschung ist, wer schleppt ein Affenkostüm in die vereiste Gegend des Himalaja, um einen Yeti-Film zu fälschen. Auch haben wir in Klöstern Tibts und anderen Regionen dort uralte Zeichnungen von Affenmenschen vorliegen.

Die Zeugenberichte und auch die Legenden über den amerikanischen Yeti sind sehr zahlreich. Man könnte Bücher damit füllen und würde leider doch nichts beweisen. Auch die zahlreichen in Gips vorliegenden Abdrücke der großen Füße der Tiere sind letztlich kein Beweis.

Doch nicht alle Zeugenaussagen über Begegnungen mit dem Zotteltier unterscheiden sich grundlegend. Beispielsweise jene, die davon berichten, dass die Wesen eine Art von Kleidung trugen. Damit müssten sie Intelligenz in unseren Sinne besitzen. Es wäre mehr als sensationell, wenn es gelänge, ein menschenähnliches "Tier" nachzuweisen, das sich Kleidung anfertigt.

Doch noch andere Zeugenberichte klingen erstaunlich. Mehr noch – sie klingen mehr als fantastisch: die Entführungen von Menschen durch Bigfoots. Man mag sie nicht glauben, aber wenn die Affenmenschen verborgene Wirklichkeit sind, dann könnten auch diese seltsamen Aussagen der Wahrheit entsprechen.

Einer jener Menschen, die mit einer unfassbaren Geschichte an die Öffentlichkeit traten, war Albert Ostmann. Bereits im Jahre 1957 berichtete Ostmann, dass er 1917 bei einem Urlaub in British Columbia (Kanada) nahe des Toba Inlet von einem Bigfoot entführt und zu dessen Sippe gebracht wurde. Ostmann verbrachte seinen Urlaub damit, nach Gold zu schürfen. Nach einer Weile jedoch bemerkte er, dass nachts aus seinem Lager Lebensmittel und Materialien verschwanden: Er schien nicht alleine in dieser einsamen Region zu sein. Eines Nachts dann geschah das Unglaubliche.

Ostmann:

"An das Indiandermärchen vom Sasquatch habe ich nicht geglaubt. Mitten im Schlaf wurde ich aufgerüttelt und ich versuchte gerade, nach meinem Dolch zu greifen, da riss mich ein Tier oder etwas Ähnliches gemeinsam mit meinem Schlafsack hoch und warf mich über die Schultern. Wir gingen durch wildes Berggebiet, bis das Ungeheuer mich fallen ließ. Am nächsten Morgen umringte mich eine Schar von Zweibeinern, die wie eine Kreuzung aus Mensch und Gorilla aussahen. Sie waren am ganzen Körper behaart, nur ihr Gesicht erschien haar- und bartlos. Sie hatten einen außerordentlich kräftigen Brustkorb und große Hände. Nach einigen Tagen Gefangenschaft konnte ich die Verwirrung ausnutzen, dass einer meine Schnupftabakdose verschluckte und daraufhin krank wurde, und verschwand."

Ostmann schildert weiter, dass er fünf Kilometer bis zur nächsten Siedlung benötigt habe. In den Tagen bei der Familie der Bigfoots konnte er beobachten, dass die Tiere unter einem Felsvorsprung schliefen und sich mit Moos "zudeckten". Außerdem will er erkannt haben, dass der "junge Bursche" der Sippe zwischen elf und 18 Jahre alt war, über zwei Meter maß und sicher schon 130 Kilogramm wog. Das Muttertier war weit größer und sicher 250 Kilogramm schwer.

Eine unglaubliche Geschichte. Ostmann hat nicht die Spur eines Beweises für seinen Bericht. Auch wenn ihn Freunde, Bekannte und Bigfoot-Forscher, wie etwa John Green, der Ostmann zwölf Jahre kannte, als aufrichtigen und ehrlichen Menschen bezeichnen, so ist es doch nur eine Geschichte.

Eine ähnlich sonderbare Erfahrung will aber auch eine 17 Jahre junge Indianerin ebenfalls in British Columbia gemacht haben. Bereits 50 Jahre vor Albert Ostmann erzählte sie, dass ein Bigfoot sie verschleppte und zu seiner Sippe brachte.

Ein dritter angeblicher Entführungsfall, der erstaunlicherweise ebenfalls wieder in British Columbia stattgefunden haben soll, mag hier noch zusammengefasst werden. Im Jahr 1928 widerfuhr dem Indianer Muchalat Harry vom Stamm der Nootka etwas Seltsames. Er lebte damals als Trapper nahe den Wäldern um Vancouver Island, als ihn eines Tages ein Affenmensch nur in seiner Unterwäsche aus dem Lager verschleppte. Nach einem mehrere Kilometer langen Marsch fand sich Harry in einer Gruppe von 20 Tieren wieder, die ihn neugierig beäugten.

Nachdem die Tiere offenbar das Interesse an dem Indianer verloren hatten, konnte Harry fliehen. Rund 20 Kilometer schlug er sich zurück zu seinem Trapperlager, von dem er nochmals fast 70 Kilometer mit dem Boot zurück in die Zivilisation benötigte. Vollkommen entkräftet, aufgelöst und von den Strapazen gezeichnet, schilderte er seinen Freunden, was er erlebt haben will. Niemand konnte ihn jedoch dazu bewegen, nochmals zurück zu seinem Lager zu fahren, um seine Habseligkeiten wiederzuholen, die er bei seiner Flucht einfach liegen ließ.

Es sind seltsame Geschichten, die wir glauben können oder nicht. Beweise gibt es nicht; kein Stück Fell, kein Bigfoot-Dung oder Ähnliches.

Andere Berichte über den Bigfoot – aber auch über den Yeti und andere asiatische Affenmenschen – sprechen von handfesten Beweisen für die Existenz der seltsamen Wesen. In den USA sind es ja bekanntlich vor allem die sichergestellten Abdrücke von Fußspuren und ganzen Schrittfolgen.

Doch es sollen auch Körperteile der Affenmenschen vorliegen. Auch Berichte über erschossene Kreaturen machen die Runde. Etwa bereits aus dem Jahre 1549, als nahe der bolivianischen Stadt Caracas (nicht die Hauptstadt Venezuelas) die Leiche eines dort Ukumar genannten Wesens erlegt worden sein soll. Oder nahe Tafi Valley, wo angeblich 1917 ein Ukumar sogar lebend gefangen wurde. So berichtete es Pedro de Cieza de León in seiner Chronik von Peru ("La Crónica del Perú") 1945.

Unglaubliches schildert auch Fray Pedro Simon in seinen "Noticias Historiales de Venezuela" von 1963, denn er erwähnt Berichte, dass Soldaten einen fast fünf Meter großen Affenmenschen in Venezuela erschossen hätten.

Doch auch das südamerikanische Argentinien und Brasilien hat seine Menschenaffen. Beispielsweise schrieb die argentinische Zeitung "La Razón" am 23. Juni 1957 sowie am 6. März und 24. Oktober 1960 oder auch die Zeitung "El Intransigente" am 10. und 11. März 1960 von Sichtungen von Affenmenschen in den Provinzen Chaco, Formosa und Salta in Argentinien. Einige Zeugen glaubten sogar zu erkennen, dass die Wesen nur ein zyklopisches Auge besaßen.

Soldaten unter Generalmajor Michail Topilskij, die 1925 zersplitterte Verbände der russischen Weißen Armee im Papir-Gebirge nahe Afghanistan verfolgten, erschossen nach Berichten ebenfalls einen Menschenaffen. Sie fanden riesige Fußspuren im Schnee die sie bis zu einer Höhle verfolgten. Dort erschossen sie das Tier, das einem Arzt der Armee übergeben wurde. Dieser klassifizierte ihn als "neuer Neandertaler".

Durch zahlreiche Fotos und Zeichnungen wurde auch der nur 1,80 Meter große Affenmensch von Frank D. Hanson, USA, bekannt. Dieser wurde 1968 unter anderem vom "Vater der Kryptozoologie", Bernhard Heuvelmans, untersucht und dokumentiert.

In Tibet und Nepal kursieren immer wieder Geschichten von Körperteilen des Yeti. Etwa ein Skalp und eine Hand, die im berühmten nepalesischen Kloster Pangboche verwahrt werden. Der weltbekannte Yeti-Forscher Sir Edmund Hillary sieht hier eine Fälschung aus Ziegenhaar, nachdem er ihn auf einer seiner Expeditionen 1960/61 untersuchen konnte.

Auch die Pangboche-Hand (Bild unten) er Expedition 1957/58 von dem Ölmulti und Kryptozoologen Tom Slick entdeckt, und heimlich außer Landes geschafft wurde. Sogar der berühmte Schauspieler James Stewart war daran beteiligt. Die Wissenschaft war sich uneins, was das für Knochen sind. Mal hieß es von einem Menschen, mal von einem unbekannten Primaten und dann wieder von einem Neandertaler.

Doch auch Haarproben vom Bigfoot oder anderen Menschenaffen kreisen immer wieder in den Reihen der Kryptozoologen. So berichtete die "Times" aus London am 2. April 2001 von den Forschungen von Professor Bryan Sykes vom Institut für molekulare Medizin in Oxford, von seltsamen Haaren, die im Tal von Migyur-Shitexa in Bhutan entdeckt wurden. Eine DNS-Analyse durch Professor Sykes erbrachte, dass man das Tier nicht zuordnen konnte. "Wir haben es hier erstmals mit DNS zu tun, die wir nicht einordnen können", berichtet der Forscher in der Times.

Die Suche nach dem amerikanischen Yeti wird mit Sicherheit noch lange Jahre andauern. Und dabei ist nicht einmal sicher, dass es dieses Tier überhaupt gibt. Vor allem wird es schwer sein, Berichten aus den undurchdringlichen Wildnissen Südamerikas nachzugehen. Dort sind es vor allem Indianer oder verstreut lebende Bauern, die von Begegnungen mit Menschenaffen erzählen. Auch in den Weiten der asiatischen Tundra oder im Himalaja, wurden schon in den Zeiten der UdSSR zahlreiche große Expeditionen auf der Suche nach den rätselhaften Tiere ausgeschickt.

Vielleicht kommt es ja irgendwann einmal beim Bigfoot ähnlich, wie es sich 1860 zutrug. Damals erfuhr John Spyke, der Entdecker der Quellen des Nils, vom damaligen König Zentralafrikas, dass in den Wäldern mächtige Affenmenschen leben, die sogar Menschen entführen können und unglaubliche Kräfte haben. Die Wissenschaft spottete über derartige Geschichten – bis 1902 eines dieser Wesen erschossen wurde, das wir heute als Berggorilla kennen.

Quelle: freenet.de
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