Coral Castle - Antigravitation oder riesiger Schwindel?

Bislang konnte niemand das Mysterium um Coral Castle lüften.
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Bislang konnte niemand das Mysterium um Coral Castle lüften.

 © Christina Rutz (Lizenz: cc-by)

Seit Jahrhunderten rätseln die Menschen wie unsere Ahnen scheinbar mühelos gigantische Steine transportieren konnten. Zum Beispiel die tonnenschweren Monolithen der Betragne oder die Granitsteine in der Cheops-Pyramide. Ein Rätsel bis heute ist auch, wie der Erschaffer von Coral Castle über 1000 Tonnen Stein ohne große Werkzeuge bearbeitet und bewegt hat.

Archäologen behaupten: Unsere Vorfahren waren einfallsreich, hatten genügend Arbeiter mit Muskelkraft und natürlich Zeit zur Verfügung. Kritiker sagen, dass das alles so nicht sein kann. Sie legen Berechnungen vor, die belegen sollen, dass die Transport-Thesen der Archäologie Humbug sind.

Einige sogenannte Forscher sprechen seit langem davon, dass unsere Vorfahren ein heute verlorenes Wissen hatten. Sie spekulieren, dass zum Beispiel die Ägypter aber auch andere Völker rund um die Erde vor Jahrtausenden mit uns fremden Technologien hantierten. Augenscheinlich ist es ja eine Tatsache, dass gigantische Bausteine vor Jahrtausenden verbaut wurden.

Was sollen das für Technologien gewesen sein? Der Ingenieur Dr. Peter Hattwig, der sich intensiv mit den Transportproblemen der Vergangenheit befasste, erklärte dazu im Interview im März, seinen Berechnungen folgend, sei der von der Archäologie favorisierte Transport gigantischer Monolithen mit Schlitten, Seilen, Arbeitern & Co. schlicht nicht möglich.

Dr. Hattwig und viele andere mit ihm kommen zu dem Schluss, dass unsere Vorfahren vielleicht das Geheimnis der Antigravitation kannten.

Diese Behauptung stellte auch der umstrittene Mann Edward Leedskalnin auf. Er war Bildhauer und Ingenieur, sein Leben lang geplagt von Liebeskummer.

Seine Verlobte Agnes Scuffs bekam einen Tag vor der Hochzeit kalte Füße und ließ Leedskalnin sitzen. Leedskalnin verließ nach der unerwiderten Liebe 1913 Lettland und kam nach ruhelosen Jahren in Europa in Florida an, wo er 1923 ein Grundstück erwarb.

Von Kummer zermürbt machte er sich nun daran, auf seinem Land eine megalithische Anlage aus Korallenfelsen in Homestead, USA, zu errichten. In Erinnerung an seine „Sweet Sixteen“. Die folgenden 26 bis 28 Jahre (die Angaben variieren) arbeitete der verschmähte Bräutigam wie ein Besessener an der Megalith-Anlage „Rock Gate Park“ zu ehren seiner Exverlobten Agnes.

Heute heißt das Monument „Coral Castle“ und inspirierte den Sänger Billy Idol nach einem Besuch der sonderbaren Anlage zu seinem Song „Sweet Sixteen“ . Heute ist es eine Attraktion für Florida-Touristen.

Doch das ganze ist sehr, sehr seltsam. Leedskalnin baute die gewaltige Anlage immer nachts in der Dunkelheit. Von Mitternacht bis Sonnenaufgang werkelte er angeblich ganz allein und vollkommen ohne nennenswerte technische Hilfsmittel an seinem Mahnmal der Liebe herum. Leedskalnin behauptete bis zu seinem Tode 1951, dass er das Mysterium der Pyramiden Ägyptens gelüftet habe. Mit diesem „Geheimwissen“ sei es ihm möglich gewesen die rund 1100 Tonnen Gestein des „Coral Castle“ zu bearbeiten und vor allem zu bewegen.

Keine Zeugen wollen den emsigen Mann jemals bei der Arbeit gesehen haben. Immer, wenn jemand sein Grundstück nachts betrat, hörte er auf zu arbeiten. Doch die, die angeblich etwas gesehen haben wollen, sprachen von phantastischen Erlebnissen. Die Steine sollen „wie mit Gas gefüllte Ballons“ sich von selber bewegt haben. Und was dabei geschaffen wurde, ist beeindruckend.

So etwa baute er eine drehbare Felsentür ein, die neun Tonnen wiegt, sich aber ganz leicht mit der Hand öffnen lässt. Er errichtete auch eine Art Tafelrunde mit einem Tisch in Herzform mit 2,25 Tonnen Gewicht. Als die Drehtür vor einigen Jahren sich einmal verklemmte, mussten sechs Arbeiter einen Kran heranschaffen um den Stein wieder zu reparieren. „Es ist nicht wirklich schwierig, man muss nur wissen wie“, sagte Leedskalnin zu Lebzeiten immer, wenn man fragte wie er das alles alleine bauen konnte.

Ein Prospekt für Besucher der Anlage zitiert den seltsamen Erbauer mit den Worten:

Ich habe das Geheimnis der Pyramiden entdeckt und weiß, wie die Ägypter und die alten Baumeister in Peru, Yucatan und Asien ihre riesigen Monumente erbauen konnten, unter Verwendung einfachster Werkzeuge“.

Was waren das für Kräfte? Antigravitation oder Levitation? Leedskalnin behauptete, dass er den Magnetismus „sehen“ kann. Lichtpunkte um seine Monolithen würde er sehen, die ihm verraten, wie das entsprechende Objekt zu bewegen sei. Auch habe er die Naturgesetzte der „Heiligen Geometrie“ und des Gewichts wiederentdeckt.

Das glaubten 1936 bestimmt auch jene Männer, die Leedskalnin bei eine Umzug helfen wollten. Damals zog er mit seiner gesamten im Bau befindlichen Anlage rund 15 Kilometer um. Der bestellte LKW-Fahrer durfte dabei nicht helfen oder zusehen. Immer, wenn der Fahrer am Morgen zur Baustelle kam, lagen die Monolithen bereits auf der Ladefläche! Der Fahrer erzählte auch, dass er Vorbereitungen traf einen 20 Tonnen schweren Koloss auf sein Fahrzeug zu buxsieren. Leedskalnin bat ihn dann jedoch ihn kurz allein zu lassen. Dann plötzlich ein Krachen – und als der Fahrer eilig zu seinem LKW lief lag der 20 Tonnen-Monolith bereist auf der Ladefläche. Er konnte angeblich nur noch sehen, wie Leedskalnin seine Hände vom Stein nahm und sich den Schmutz abklopfte. Wie kam der Monolith auf den LKW?

Coral Castle“ ist rätselhaft. Es existieren jedoch auch Fotos von einfachen Seilwinden und „Hebegestellen“ auf drei Beinen. Doch mit diesen ist es nicht möglich, die schweren Objekte zu bewegen. Ganz zu schweigen davon, dass einige Monolithen größer als die „Hebegestelle“ von Leedskalnin sind.

Der Bauingenieur Christopher Dunn besuchte mehrfach das „Korallenschloss“. Er vermutete nach seinen Erkundungen, dass der seltsame Erbauer elektromagnetische Felder nutzte und den Magnetismus beeinflussten konnte. Eben eine Art Antigravitation. Eine Reihe elektrotechnischer Gerätschaften, die noch heute vor Ort herumliegen, interpretiert Dunn als elektromagnetische Vorrichtungen.

Wenn Leedskalnin nicht ein Lügner war, sondern bei seiner nächtlichen Arbeit doch menschliche und technische Hilfe hatte, bleibt sein Monolithen-Schloss ein Rätsel. Fraglich ist auch, warum sich angebliche Helfer in all den Jahren niemals zu Wort gemeldet haben. Kannte der Mann aus Lettland tatsächlich das Geheimnis der Antigravitation und unserer Vorfahren und nahm dies vor rund 60 Jahren mit in sein Grab? Wir wissen es nicht.

 

Quelle: freenet.de
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