Das Rätsel der Pyramiden

Cheops-Pyramide
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Cheops-Pyramide

 
20.04.2007 - 12:54 Uhr

von Lars A. Fischinger

Seit Jahrtausenden stehen die Pyramiden von Gizeh im Sand Ägyptens. Niemand weiß, wie vor 4500 Jahren die Alten Ägypter das siebte Weltwunder gebaut haben. Nun behauptet Jean-Pierre Houdin, er habe das Rätsel lösen können.

Sie ist das einzige und zugleich das älteste der sieben Weltwunder, das heute noch existiert. Sie besteht aus drei Millionen Steinblöcken, die durchschnittlich 2,5 Tonnen wiegen und im Inneren finden sich sogar Steingiganten mit duzenden Tonnen Gewicht. Innen liegen Schächte, Kammern und Tunnel verborgen und sie war beim Richtfest gewaltige 147 Meter hoch. Die gigantische große Pyramide von Gizeh unweit von Kairo in Ägypten!

Angeblich, so behaupten es die Archäologen, wurde die größte aller Pyramiden von einem Pharao mit Namen Cheops in der IV. Dynastie Ägyptens gebaut. Sie soll vor rund 4500 Jahren dem mächtige Herrscher Ägyptens als letzte Ruhestätte gedient habe und in ihrem Inneren sollte seine Mumie bis in alle Ewigkeit ruhen.

Seit nunmehr 4500 Jahren rätseln die Menschen, wie es den Alten Ägyptern gelungen ist, ein derart gewaltiges Monument zu errichten.

Unzählige Thesen und Ideen wurden vorgebracht aber niemand konnte Beweise für die Bautechnik vorlegen. Kein Mensch hat eine Ahnung, wie man um 2500 vor Christus eine solche bewundernswerte Leistung schaffen konnte.

Nun aber ist die Pyramide von Gizeh erneut in den Schlagzeilen. Denn wieder einmal behauptet jemand, er habe herausgefunden, wie die Ägypten das siebte Weltwunder errichtet haben.

Üblicherweise spekulieren die Archäologen, dass damals im Alten Ägypten die Bauarbeiter über eine Rampe die Steine bis in 147 Meter Höhe wuchteten. Doch diese These, wie alle anderen auch, hat zahlreiche Schwachstellen. So etwa würde das Volumen einer solchen Rampe das Volumen der Pyramide an sich überschreiten. Und: Auf dem Plateau von Gizeh ist überhaupt kein Platz für eine Rampe mit derartigen Ausmaßen.

Der Architekt Jean-Pierre Houdin behauptet nun, er sei dem Rätsel der Erbauung des Monumentes auf die Spur gekommen: Houdin will Indizien für die Baumaßnahmen gefunden haben. Meldungen der Presseagentur AP zufolge stellte der Architekt in einem Pariser Kino 3D-Simulationen des Baus der Pyramide vor.

Houdin behauptet nach acht Jahren Beschäftigung mit dem Monument, die alten Baumeister Ägyptens haben zuerst eine Rampe errichtet, um die untersten Steinlagen der Pyramide zu legen. Diese Rampe habe bis in eine Höhe von 43 Metern gereicht. Danach trugen die Baumeister die Rampe wieder ab, um eine weitere Bautechnik zu verwenden.

Houdin geht davon aus, dass die Baumeister dann eine Innenrampe verwendeten, die sich spiralförmig um die Pyramide legte. Die Bausteine der Kammer des Königs im Inneren der Pyramide haben die Arbeiter mit einem durchkonstruierten System von Kontergewichten angeordnet.

Bei seinen nicht ganz neuen Spekulationen beruft sich Houdin auch auf Gilles Dormion, der sich seit über 20 Jahren mit dem Bau der Pyramide befasst. Nun will Houdin durch gezielte Versuche in Gizeh selbst seine Spekulationen weiter untermauern. Ob er jemals abschließend die Richtigkeit seiner These bewiesen kann, ist allerdings fraglich.

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