Die Galerie der Götter

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Es ist spannend, seltsam, rätselhaft und vor allem gigantisch. Im Hochland von Peru, aber auch in anderen Teilen der Welt finden sich eine unüberschaubare Vielzahl von Bodenzeichnungen an, die durch ihre gewaltigen Dimensionen von ihren Schöpfern selbst niemals mit eigenen Augen gesehen werden konnten – die Resultate ihrer Mühen sind nur aus der Luft zu sehen.

In vielen Teilen der Welt finden wir die so genannten Scharrbilder. Motive der Natur und geometrische Strukturen, die von den Schöpfern in solch gigantischen Ausmaßen angelegt worden, dass erst seit dem Beginn des Flugzeitalters viele dieser Bilder bekannt sind. Am Bekanntesten ist hier natürlich die weltberühmte Hochebene von Nazca im südamerikanischen Andenstaat Peru. Hier begegnen wird dem größten "Bilderbuch der Götter" weltweit. Es handelt sich hierbei um eines des großen Rätsel unserer Welt.

Erst im Jahre 1940 wurde erstmals von dem peruanischen Archäologen Toribio Mejia Xesspe über die Ebene von Nazca berichtet. Bereits 13 Jahre zuvor entdeckte der Archäologe durch einen Zufall die ersten geraden Linien in der kargen Landschaft. Seit diesem Tage ist die Ebene von Nazca den Archäologen und Forschern bekannt.

Doch nicht nur die Einöde dieser Region ist von dem "Phänomen" der Scharrbilder betroffen, denn diese ziehen sich über weite Regionen in den Anden bis nach Chile. Selbst in den USA findet man indianische Hinterlassenschaften, die Tierbilder und andere Motive überdimensional in der Landschaft darstellten.

Inzwischen ist Nazca weltweit bekannt. Zumindest all jene Menschen, die sich für die Rätsel der Welt und der Vergangenheit interessieren, haben hier oder dort mal etwas über Nazca gelesen. Vor allem verdanken wir die Berühmtheit der Ebene den Autoren der Grenzwissenschaft wie etwa Robert Charroux und Erich von Däniken. Diese beiden Begründer der Thesen, dass einst vor Jahrtausenden Ausserirdische auf der Erde waren, berichteten in einigen ihrer Bücher über die Hochebene und ihre seltsamen Bilder und Muster.

Wir begegnen in der Ebene von Nazca in der Tat einem beeindruckenden und unfassbaren Phänomen: Tausende von schnurgeraden Linien, Trapezen, Pisten und Tiermotive schmücken die ausgedörrte Gegend. Die kleineren Linien auf dem Plateau haben rund einen Meter Durchmesser. Das erscheint sehr gering, doch muss man sich vor Augen führen, dass diese Linien über viele Kilometer über Berge und Hügel hinweg verlaufen.

Die längste bisher bekannten Linien dieser Art ist 23 Kilometer lang und verläuft wie mit dem Lineal gezogen durch die Landschaft. Von diesen und ähnlichen Linien sind bislang rund 2.000 bekannt. Ein offenbarer Sinn ist wie bei allen Scharrbildern nicht zu erkennen.

Auch finden sich in Nazca Pisten. Die Spanier nennen sie "las pistas", denn ein anderes Wort für diese Strukturen gibt es im Spanischen nicht. Diese erstaunlichen Abbilder können über 100 Meter breit sein und sich einen Kilometer dahin ziehen. Eine ganz besonders lange Piste misst sogar über 3,5 Kilometer. Viele dieser Pisten und Linien verlaufen parallel, andere kreuzen oder vereinigen sich, andere knicken ab und wachsen in der Breite gleichmäßig an und wieder andere sind über offensichtlich ältere Linien drüber gelegt worden.

Ein wahres Chaos scheint sich dem Betrachter aus dem Flugzeug am Boden zu bieten. Neben diesen reinen Linien und Pisten sind vor allem die Darstellungen von Tieren in aller Welt bekannt. So haben es die Schöpfer geschafft, in der Ebene Tiere wie Affen, Spinnen, Vögel oder Fische in gewaltigen Proportionen den Boden zu zeichnen. Diese sieht man auch nur aus der Luft. Doch am Boden stellten die Nazca-Foscher, allen voran Dr. h.c. Maria Reich, die ihr gesamtes Leben der Erforschung der Ebene widmete, fest, dass die gewaltigen Tierfiguren aus nur einer Linie bestehen.

In einem Arbeitsgang haben die Schöpfer die Figuren in den Boden gescharrt, um am Ende wieder am Anfang ihrer Bemühungen anzukommen. Von diesen bekannten Tiermotiven sind über 30 unterschiedliche bekannt. Das größte Bild ist hierbei der Kolibri mit einer Länge von 250 Metern.

Was aber war der Sinn dieser erstaunlichen, nicht aber einzigartigen Bemühungen? Wozu Linien über Kilometer hinweg in einsamen Gegenden? Wozu Tierbilder, die man nur aus dem Flugzeug sieht? Warum seltsame, geometrische Strukturen und unbekannte Wesen an Berghängen und anderen Orten? Was sollen die "las pistas"?

Weit über 100 Bücher und Artikel, in denen verschiedene Thesen vertreten werden, sind inzwischen über Nazca verbreitet worden. Maria Reich beispielsweise vermutete, all die Linien sind astronomisch zu deuten. Sie stünden in exakten Beziehungen zu Sternen und Planeten. Auch andere teilen diese These. Sie gehen sogar soweit zu sagen, dass die Tierfiguren Sternbildern am nächtlichen Himmel entsprechen. Etwa die Spinne im Sternbild des Orion.

Auch der Astronom Gerald S. Hawkins, der die Steinformationen von Stonehenge in England als astronomischen Beobachtungspunkt mit seinen Computeranalysen deutete, forschte in Peru. Im Jahr 1968 gab er zahllose Linien in sein Computerprogramm ein, um nachzuprüfen, ob diese in den letzten Jahrtausenden irgendwelche astronomischen Bezüge besessen haben können. Doch seine Ergebnisse waren fragwürdig – auch der Zufall hätte Ursache sein können.

Andere Autoren der Grenzwissenschaft vermuten, dass einstmals "Götter", also Außerirdische hier gelandet sind. Diese hinterließen eine Spur in der Ebene und diese wurde dann von den Indios kopiert und immer wieder erweitert. Etwa so, wie Ureinwohner die Technik des Westens kopiert und angebetet haben, als sie beispielsweise erstmals ein Flugzeug sahen.

Dieses Phänomen nennt man heute Cargo-Kulte, ein erstaunliches ethnologisches Phänomen. Die erstaunten Ureinwohner von Nazca hätten die magische Technik der Fremden aus dem Himmel gesehen und wollten durch die Schöpfung der Linien und Piste die Rückkehr der Himmlischen erbitten. Einige extreme Vertreter der "Alien-These" gehen sogar soweit, zu behaupten, dass Außerirdische aus dem Sternbild der Plejaden vor vielen Jahrtausenden hier landeten und die Menschheit begründeten.

Andere Thesen sprechen von einem Sportplatz, auf dem die Indianer die Linien und Figuren ablaufen mussten. Eine weitere These ist die, dass hier mittels Ballonen die Indios ihre Verstorbenen zum Himmel (Sonne) entsandten und die Zeichen eine Art magische Begleitung waren.

Auch wird immer wieder davon gesprochen, es handle sich um Zeichen für Regengötter oder so etwas in der Art. Sie würden Wasseradern in der öden Gegend markieren. Jedoch sind beispielsweise in Chile Scharrbilder in Regionen zu finden, in denen an Wasser kein Mangel ist. Auch ist es eine rätselhafte Tatsache, dass offenbar ganze Bergrücken für die Pisten abgetragen wurden. Sie zeigen sich eben und glatt, ganz anders als die Berge in der ihrer Umgebung.

Nazca und sicher auch die in vielen anderen Teilen der Welt zu findenden Bilder zum Himmel werden uns möglicherweise noch lange Rätsel aufgeben. Werden sie jemals erklärt werden können? Daran ist aus heutiger Sicht zu zweifeln.

Quelle: freenet.de
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