England: Nur zwei Kornkreise Ende August

Kornkreise bei Tidcombe (o.) und Knighton Hill (u.), England
Oliver Morel, wccsg.com
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Kornkreise bei Tidcombe (o.) und Knighton Hill (u.), England Oliver Morel, wccsg.com

 

Avebury/ England - Während sich die Kornkreissaison 2009 seit den ersten Formationen Mitte April durch besonders zahlreiche Exemplare in den englischen Feldern ausgezeichnet hatte, erfuhr das Phänomen seit dem 12. August fast einen Stillstand. Obwohl hier und da trotz fortschreitender Erntearbeiten das ein oder andere Feld noch stand, fanden sich seither nur noch zwei Kornkreise in den Grafschaften Wiltshire und Oxfordshire.

Die bislang letzte Kornkreisformation in einem klassischen Getreidefeld, in diesem Falle Weizen, wurde am 16. August 2009 bei Tidcombe, nahe Burbage, in Wiltshire entdeckt (s. Abb. o.). Das Muster, wenn auch in diesem Jahr acht- statt sechsgliedrig, erinnerte an eine Kornkreisformation aus dem Jahre 2002, die in unmittelbarer Nähe zum Steinkreis von Stonehenge gefunden wurde. Leider wurde der heurige Kornkreis nur wenige Stunden nach seiner Erstentdeckung und Meldung aufgrund der normalen Erntearbeiten aus dem Feld geschnitten und das noch bevor er von Forschern am Boden und im Detail untersucht und dokumentiert werden konnte.

Die bislang letzte Formation wurde am 29. August 2009 in einem Maisfeld auf Knighton Hill, nahe Uffington in Oxfordshire gefunden (s. Abb. u.). Bestehend aus 23 Kreisen auf jeweils zwei Spiralsegmenten handelt es sich wahrscheinlich um die bislang größte Kornkreisformation in Mais.

Die holländische Kornkreisforscherin Janet Ossebaard (circularsite.com) war wenige Stunden nach der Meldung vor Ort und beschreibt ihre Eindrücke im Feld wie folgt: "Angesichts der Pflanzenhöhe von rund 2,5 Metern, war es im Feld selbst besonders schwer, die Formation überhaupt zu finden - es war fast, wie durch einen dichten Wald zu gehen. (...) Schlussendlich im Innern angekommen war ich regelrecht schockiert - schockiert über den enormen Schaden an den Pflanzen. Die meisten waren über dem Boden auf unterschiedlichen Höhen regelrecht ab- und aus dem Boden gerissen, teilweise mitsamt den Wurzeln. Andere Pflanzen waren wiederum wie mit einem scharfen Messer durchtrennt worden. 'Schäden wie durch eine Vernichtungswaffe', das war es, was mir als ersten bei diesem Anblick durch den Kopf ging. Wenn es sich hierbei um das echte Phänomen gehandelt hatte, so war es mit den Pflanzen nicht gerade wie gewohnt sorgsam und behutsam umgegangen. Kaum eine dieser Pflanzen würde das überleben..."

Dennoch habe es im Innern der Kornkreisformation einige interessante Details gegeben. So gab es Büschel aufrechter Pflanzen in einigen Kreiszentren, die mit enormer Kraft miteinander verknotet waren, mehrlagig niedergelegte Flächen, unbeeinträchtigte Halme und ein Zentrum, in dem stehende Pflanzen zu einer Art Hütte verwirkt waren. "Nach erster Verwunderung, wirkten die meisten dieser Merkmale jedoch sehr verdächtig - besonders ein regelrechter doppelter Schuhknoten, aus Maisblättern."

Hinzu fanden Ossebaard und Forscherkollege Oliver Morell im Innern des Kornkreises eine auffallend große Menge an Fußspuren im Boden, auch wenn sie bemerken, dass diese auch vom Bauern oder früheren Besuchern stammen könnten. "Obwohl die Formation zwar von dem nahe gelegenen Hügel aus gut zu sehen war, erscheint es mir nicht sehr wahrscheinlich, dass zu dieser Jahreszeit - wenn die meisten Kornkreisforscher und -interessierten nicht mehr vor Ort und auf der Suche nach neuen Kornkreisen Ort sind - noch derart viele Besucher den Aufwand auf sich genommen haben, diese Formation inmitten des unüberschaubaren Maisfeldes aufzusuchen."

Zusammenfassend erklärt Ossebaard: "Aufgrund ihrer Größe und Komplexität beeindruckte mich diese Formation sehr. Allerdings veranlassen mich zahlreiche Merkmale zu der Einschätzung, dass die von Menschen gemacht wurde: Die vielen Fußspuren, die Schäden an den Pflanzen und die Abwesenheit biophysiologischer Anomalien (Anm. d. Red.: Wie sie zuvor schon in einigen Maisformationen, etwa in den USA, gefunden wurden). Hinzu verspürten Oliver und ich, im Gegensatz zu manch anderen Kornkreisformationen, im Innern dieses Musters keinerlei 'Energie'".

Quelle: grenzwissenschaft-aktuell.de
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