Entdeckt: Auch das Auswärtige Amt besitzt UFO-Akten

Berlin/ Deutschland - Nachdem die Verwaltung des Deutsche Bundestags derzeit immer noch darum bemüht ist, vor Gericht die Veröffentlichung eines bis vor zwei Jahren der Öffentlichkeit noch unbekannten Dossiers der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestags zum Thema "UFOs und außerirdisches Leben" zu untersagen; das Innenministerium die Existenz geheimer UFO-Akten offiziell bestätigt hat (wir berichteten) und die Bundesregierung dennoch weiterhin offiziell erklärt, kein Interesse am UFO-Thema (gehabt) zu haben, haben neue Recherchen von Exopolitik Deutschland nun die Existenz von mindestens einer weiteren Akte zum Thema UFOs im Politischen Archiv des Auswärtigen Amts offenbart. Obwohl diese im Lesesaal des Archivs eingesehen werden kann, wird die vollständige Veröffentlichung der Akte verweigert.

Während selbst der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar das bisherige Urteil im Verfahren gegen den Deutschen Bundestag als "klare und überzeugende Entscheidung" begrüßte (schließlich sei es für Bürger schwer nachvollziehbar, "wenn sich das Parlament von der Transparenz-Maxime weitgehend ausnimmt“), hat die Bundestagsverwaltung Berufung gegen das Urteil eingelegt.

In einer thematisch verwandten Angelegenheit stellt sich derzeit auch das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland in ähnlicher Weise quer, wenn es um UFO-Akten geht:

"Solche Akten gibt es dort tatsächlich - im Bestand 'Auslandsvertretungen NA' des Politischen Archivs in Archivband Nr. 11.012.", erklärt der Koordinator von "Exopolitik Deutschland", Robert Fleischer gegenüber der Redaktion von "grenzwissenschaft-aktuell.de".

"Diese Akten enthalten aufschlussreiche Korrespondenz zwischen der ständigen Vertretung Deutschlands bei der UNO und dem Auswärtigen Amt aus dem Jahr 1978, als Grenada einen Resolutionsentwurf zur Gründung einer UFO-Behörde auf Ebene der Vereinten Nationen einbrachte. An sich sind diese Akten im Lesesaal des Politischen Archivs für jedermann einsehbar - auch wenn bislang noch nie jemand danach gesucht hatte."

Als Fleischer jedoch bei der Verwaltung den Antrag stellte, die vollständigen Dokumente auf der Webseite von "Exopolitik Deutschland" (www.exopolitik.org) zu veröffentlichen, wurde dieser Antrag wie folgt zurückgewiesen:

"Sehr geehrter Herr Fleischer, das Auswärtige Amt kann Ihrem Antrag auf Veröffentlichung der von Ihnen in den Archivbänden (…) gekennzeichneten Unterlagen nicht entsprechen.

Es handelt sich um amtliche Unterlagen, die in der Öffentlichkeit vor Missbrauch und Manipulation geschützt werden müssen. Durch die Veröffentlichung in ufologischen Organen wäre ein entsprechendes Risiko gegeben (…).“

Zugleich wies das Politische Archiv darauf hin, dass der Inhalt der Akten im Rahmen des Zitatrechts frei verwendet werden könne. "Beim kürzlich statt gefundenen UFO-Kongress in Wien ließ ich es mir darum auch nicht nehmen, möglichst objektiv und vollständig aus diesen Akten zu zitieren", so Fleischer. "Dem allerletzten Restrisiko, dass Zitate aus dem Zusammenhang gerissen, 'missbraucht' oder 'manipuliert' erscheinen könnten, ließe sich freilich nur durch eine vollständige Veröffentlichung aller Akten begegnen. Wie ironisch, dass das Politische Archiv des Auswärtigen Amtes mir genau dies untersagt.

Ähnlich wie im Falle des UFO-Dossiers der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages geht es offenbar auch bei der Rückweisung einer vollständigen Veröffentlichung der "UFO-Akten" aus dem Archiv des Auswärtigen Amtes weniger um die Verschleierung der Inhalte dieser Unterlagen, sondern um den allgemeinen Umgang mit diesen Informationen.

Dennoch: Während sich anhand der Ausarbeitung der Wissenschaftlichen Dienste einmal mehr die Diskrepanz zwischen den Erkenntnissen, Ergebnissen und Schlussfolgerungen dieser unabhängigen Untersuchungen zur offiziellen und schon seit Jahrzehnten praktizierten Sprachregelung der Bundesregierungen zum Thema UFOs offenbart, belegen die "UFO-Akten" des Auswärtigen Amtes ein weiteres Mal, wie unmittelbar auch schon deutsche Regierungsvertreter mit dem UFO-Thema betraut waren, und dass deutsche UFO-Akten existieren - vielleicht sogar nicht nur die, die durch die Arbeit der UFO-Forscher bislang bekannt wurden.

Quelle: grenzwissenschaft-aktuell.de
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