Großkonzerne verpflichten sich zum Einsatz von weniger Plastik

In einem Schritt zum Schutz der Meere haben sich 40 der größten
Konzerne der Welt dazu verpflichtet, weniger und
umweltfreundlicheres Plastik zu verwenden.
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In einem Schritt zum Schutz der Meere haben sich 40 der größten Konzerne der Welt dazu verpflichtet, weniger und umweltfreundlicheres Plastik zu verwenden.

 © Noel CELIS - AFP/Archiv
Tue Jan 17 11:01:58 CET 2017 - Tue Jan 17 11:01:58 CET 2017 Uhr

Zum Schutz der Meere und anderer sensibler Ökosysteme wollen 40 der weltweit größten Konzerne weniger und umweltfreundlicheres Plastik verwenden. Unternehmen wie Procter and Gamble, Unilever und Coca-Cola schlossen sich am Montag im Vorfeld des Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos einer entsprechenden Initiative der britischen Seglerin Ellen MacArthur an. Werde nicht rasch etwas getan, würden die Weltmeere im Jahr 2050 mehr Plastik enthalten als Fische, warnten die Unterzeichner.

20 Prozent der weltweiten Plastikproduktion könnten mit Gewinn wiederverwertet und weitere 50 Prozent recycelt werden, statt auf Müllkippen zu landen und die Ozeane zuzumüllen, teilte die Initiative mit. Die restlichen 30 Prozent und damit eine Menge von etwa zehn Milliarden Plastiktüten würden "ohne fundamentale Neugestaltung und Innovation" aber niemals wiederverwendet werden können.

"Kleinere Veränderungen in Material, Aufbereitung und Bearbeitung" könnten die Abfallverwertung wirtschaftlich und umsetzbar machen, erläuterte der Professor für Ressourcenmanagement an der Universität Innsbruck, Martin Stuchtey. Ellen MacArthur erklärte, auf Seiten der Industrie gebe es eine "sehr starke Einsicht". Sie begrüßte die Unterstützung der Großkonzerne.

Zu den 40 Unternehmen zählen namhafte Produzenten und Nutzer von Plastikmaterialien, darunter auch Danone und Dow Chemical. Der Nahrungs- und Putzmittelkonzern Unilever verpflichtete sich beispielsweise, bis zum Jahr 2025 nur noch voll wiederverwertbare, recyclingfähige oder kompostierbare Plastikverpackungen einzusetzen.

Quelle: 2017 AFP
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