Grüne fordern Bundesregierung zum Einsatz für freie Wissenschaft auf

Die Grünen haben anlässlich des weltweiten Marsches für die
Wissenschaft dazu aufgerufen, für die Freiheit der Wissenschaft zu
kämpfen. In mehr als 500 Städten weltweit gehen Menschen für dieses
Ziel auf die Straßen.
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Die Grünen haben anlässlich des weltweiten Marsches für die Wissenschaft dazu aufgerufen, für die Freiheit der Wissenschaft zu kämpfen. In mehr als 500 Städten weltweit gehen Menschen für dieses Ziel auf die Straßen.

 © Peter Parks - AFP
22.04.2017 - 08:53 Uhr

Die Grünen haben anlässlich des weltweiten Marsches für die Wissenschaft am Samstag die Bundesregierung dazu aufgerufen, für die Freiheit der Wissenschaft zu kämpfen. "Es reicht nicht aus, die weltweit massiven Gängelungen in Forschung und Lehre nur zu beobachten und allenfalls Sorge zu äußern", sagte der Wissenschaftsexperte der Grünen-Fraktion im Bundestag, Kai Gehring, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagsausgabe). Nötig sei "aktiver Einsatz" und "deutlicher diplomatischer wie politischer Druck".

Gehring verwies auf das rigorose Vorgehen der Regierungen Polens und Ungarns gegen Wissenschaftseinrichtungen. Auch in der Türkei, in China und Russland, im Iran und Irak oder in Ägypten würden Freizügigkeit und Kooperation von Wissenschaft extrem eingeschränkt.

In mehr als 500 Städten weltweit gehen am Samstag Menschen auf die Straßen, um gegen die zunehmende Einschränkung der Wissenschaft zu demonstrieren. Nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump wächst vor allem in den USA die Angst vor einer neuen Ära der "alternativen Fakten". Aber auch in anderen Ländern wie beispielsweise der Türkei und Ungarn wird die freie Wissenschaft immer stärker eingeschränkt.

In der US-Hauptstadt Washington wollen die Demonstranten am Samstag (ab 14.00 Uhr MESZ) zum Kapitol ziehen. Ähnliche Veranstaltungen finden unter anderem in Australien, Brasilien, Kanada, Japan, Mexiko, Nepal, Nigeria und Südkorea statt. In Deutschland sind es rund 20 Städte, in denen Proteste geplant sind, darunter Berlin, Hamburg und München.

Quelle: 2017 AFP
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