Hitler und die heilige Lanze

Hitler und die heilige Lanze
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Hitler und die heilige Lanze

 

Adolf Hitlers Egomanie zeigte sich bereits in jungen Jahren. Er geriet beim Anblick der heiligen Lanze in der Wiener Hofburg in Trance. Auch andere Nazi-Größen haben ihre Wurzeln in Esoterik und Okkultismus.

Die Suche nach Halt und Orientierung ließ den jungen Adolf Hitler Studien über nordische Mythologie, Yoga, fernöstliche Religion und Astrologie betreiben. Nachdem er es nicht geschafft hatte, an der Wiener Kunstakademie aufgenommen zu werden, hatte er viel Zeit, sich in der Hofburg in der österreichischen Metropole umzusehen. Geradezu ein Erweckungserlebnis wurde für ihn im Jahre 1909 die Beschäftigung mit der Heiligen Lanze.

Der Speer des Longinus
Der Anblick der heiligen Lanze, mit der der römische Zenturio Longinus angeblich Jesus Christus bei der Kreuzigung in die Seite gestoßen hatte, löste beim späteren Führer Begeisterung aus. "Ich wusste sofort, dass dies ein wichtiger Augenblick meines Lebens war. Ich glaubte zu spüren, dass ich ihn in einem früheren Jahrhundert der Geschichte schon einmal in Händen gehalten habe, dass ich selber schon einmal Anspruch auf diesen Talisman der Macht erhoben und das Schicksal der Welt in meinen Händen getragen habe", hat Hitler später berichtet. Das Studium der Geschichte der heiligen Lanze, die angeblich schon Konstantin der Große, Justinian, Karl der Große, Otto der Große, Kaiser Barbarossa und Friedrich II. von Hohenstaufen im Besitz hatten, führten Hitler immer tiefer in wilde, esoterische Spekulationen. So studierte er den Parzival des mittelalterlichen Dichters Wolfram von Eschenbach und fügte dem christlichen Epos destruktive Anmerkungen und Kommentare hinzu. Hitler selbst fühlte sich dabei als Parzivals Gegenspieler, dem dunklen Klingsor. Erstanden hatte Hitler den Parzival bei dem Buchhändler Ernst Pretzsche, der Mitglied einer schwarzmagischen Loge war. Pretzsche berichtet später sogar von Drogenexperimenten, die er zusammen mit dem jungen Hitler durchführte. Dabei soll Hitler mit Hilfe der indianischen Droge Peyotl, die das Nervengift Meskalin enthält, versucht haben, Einblicke in Funktionsweise der Menschen und der Welt zu erhalten.

Hitler unter Drogen
Der britische Journalist und Buchautor Trevor Ravencroft, der bei Walter Johannes Stein Geschichte studierte und sein Werk "Die Heilige Lange" zu Ende schrieb berichtet, dass Hitler gegenüber Stein, der ebenfalls über die Lanze forschte, die Drogenexperimente zugab. "Dass Hitler um diese Zeit herum transzendente Bewusstseinsfähigkeiten erlangte und sich seine Weltanschauung mit Hilfe von Narkotika bildetet, wurde zum bestgehüteten Geheimnis seines Lebens", schreibt Ravencroft.

Germanischer Götterglauben
Kontakt hatte Adolf Hitler in Wien auch zu einer Gruppe um Lanz von Liebenfels, der Hitler sogar als seinen Schüler bezeichnetet. Von Liebenfels war Okkultist und gab eine esoterische Zeitschrift mit dem Titel "Ostara" heraus. Ostara war die frühgermanisch-heidnische Göttin des Frühlings. Dort fand Hitler das Gemisch, aus dem er später seinen brandgefährlichen Gehirncoctail mischte: Antisemitismus, Rassenlehre und Antikatholizismus. Auch wenn Hitler von Liebenfels mitsamt seinem germanischen Götterglauben in "Mein Kampf" als völkische Wanderprediger verspottete, übernahm er doch wesentliche Bestandteile der damals so genannten "Ariosophie", also der Weisheitslehrer der Arier.

Astrologen: geliebt und gehasst
Ein bedeutender Vertreter der "Ariosophen" stieg sogar in die Führungsriege der Nationalsozialisten auf. Karl Maria Wiligut, der sich "Weisthor" nennen ließ, wurde Chef der vor- und frühgeschichtlichen Abteilung innerhalb des Rasse- und Siedlungshauptamtes der SS. Dessen Führer, Heinrich Himmler, war Zeit seines Lebens mystischen Inhalten aufgeschlossen. So wurde "Weisthor" auch zu Himmlers persönlichen Berater. Himmler und der Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß waren glühende Anhänger der Astrologie. Beide hielten sich Hofastrologen und fällten ihre Entscheidungen am liebsten, wenn die Sterne günstig standen. Als bekannt wurde, dass der England-Flug von Rudolf Heß ebenfalls von Astrologen positiv bewertet wurde, wendete sich das Blatt. Ab 1941 fiel die deutsche Sterndeuter-Zunft in Ungnade, nachdem der Führer 1936 noch für den internationalen dritten Astrologenkongress in Düsseldorf ein persönliches Grußtelegramm verfasste. Nach der Heß-Affäre wurden die meisten Astrologen verhaftet und in Konzentrationslager gebracht.

Erfinder des Hakenkreuzes
Rudolf Heß, der Chefideologe Alfred Rosenberg und weitere Mitglieder der NS-Führungsriege gehörten zu der 1.500 Mitgliedern zählenden Thule-Gesellschaft. Der Name der 1918 gegründeten Gruppe geht auf eine Insel zurück, die, ähnlich Atlantis, einst eine blühende Zivilisation besaß und schließlich im Meer untergegangen ist. Bewohnt wurde diese Insel von Ariern, die groß, blond und blauäugig, die damals allen anderen überlegende Rasse darstellte. Die Thule-Gesellschaft verwendete auch das Hakenkreuz. Karl Haushofer, Gründungsmitglied der Gesellschaft, verbrachte längere Zeit in Tibet und brachte von dort das Hakenkreuz mit. Das in dem buddhistischen Land und in Indien weit verbreitet Symbol steht für "das, was zum Wohl führt" (Sanskrit: Svastika). Die Thule-Leute drehten die Richtungen der äußeren Arme um und verwendeten es als eigenes Symbol und führten Deutschland und die ganze Welt ins Verderben.

Quelle: freenet.de
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