Hofreiter: Trumps Entscheidung entfacht den Kampf um unser Klima neu

Angesichts der Politik von US-Präsident Donald Trump rufen die
Grünen erst recht zum verstärkten Kampf gegen die globale
Erderwärmung auf. "Trumps Entscheidung entfacht den Kampf um unser
Klima neu", sagte Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter zu AFP.
Bild 1 von 1

Angesichts der Politik von US-Präsident Donald Trump rufen die Grünen erst recht zum verstärkten Kampf gegen die globale Erderwärmung auf. "Trumps Entscheidung entfacht den Kampf um unser Klima neu", sagte Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter zu AFP.

 © John SONNTAG - NASA/AFP/Archiv
08.06.2017 - 09:10 Uhr

Angesichts der Politik von US-Präsident Donald Trump rufen die Grünen nun erst recht zum verstärkten Kampf gegen die globale Erderwärmung auf. "Trumps Entscheidung entfacht den Kampf um unser Klima neu. Wir brauchen entschlossenen Klimaschutz mehr denn je", sagte Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag vor seinem Aufbruch zu einer Reise nach Grönland. Hintergrund ist die Entscheidung Trumps, das UN-Klimaschutzabkommen für sein Land aufzukündigen.

Es sei besonders wichtig, die Forschung über den Klimawandel voranzutreiben, weil der Klimawandel wieder vermehrt in Frage gestellt werde. Skeptiker gebe "es nicht nur im Oval Office, sondern bis tief in die CDU", sagte der Fraktionschef mit Blick auf die US-Administration und ein jüngst bekannt gewordenes Papier des "Berliner Kreises" in der CDU. Die Autoren warnen darin vor einem ausschließlich negativen Blick auf die Erderwärmung und wenden sich gegen eine "moralische Erpressung" durch die Klimaforschung.

Der Klimawandel sei aber keine "Fake News", hob Hofreiter hervor. Wissenschaftsbasierte Politik sei in den jetzigen Zeiten wichtiger denn je. "Uns läuft die Zeit davon." Während sich die Wissenschaft völlig einig sei, "dass wir unser Leben auf dem Planeten nur durch schnelle und deutliche CO2-Reduktionen retten können, steigt US der Präsident aus dem Pariser Abkommen aus", kritisierte der Grünen-Fraktionschef.

Schwerpunkt von Hofreiters an diesem Donnerstag beginnender Reise ist ein Besuch des Eisbohrcamps Eastgrip, wo ein internationales Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Eisbewegungen untersucht. Der Grünen-Fraktionschef will vor Ort mit führenden Klima- und Gletscherwissenschaftlern Gespräche führen.

Die Folgen des Klimawandels sind in den Polarregionen deutlicher zu spüren als überall sonst. Der Klimaforscher Thomas Jung vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven wies kürzlich darauf hin, dass sich die Arktis und Teile der Antarktis doppelt so schnell erwärmten wie der Rest der Welt.

US-Forscher stellten im März fest, dass die Eisfläche in den Polarregionen in diesem Frühjahr auf einen neuen Tiefstand seit dem Beginn der Satellitenmessungen vor 38 Jahren zusammengeschmolzen ist - mit dramatischen Folgen für das Ökosystem besonders in der Arktis. Zudem trägt das Abschmelzen des Polareises maßgeblich zum Anstieg des Meeresspiegels weltweit bei.

Quelle: 2017 AFP
Kommentare
Top-Themen
Union, FDP und Grüne erwarten von der Niedersachsen-Wahl keine gravierenden Auswirkungen für das angestrebte ...mehr
Die niedersächsische FDP hat ihr Nein zu einer Ampel-Koalition mit SPD und Grünen bekräftigt. Wir lehnen eine Ampel ...mehr
Nach der Landtagswahl in Niedersachsen appellieren SPD und Grüne an die FDP, sich doch noch einer Ampelkoalition aus ...mehr
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Auch interessant
Anzeige
Tagesschau in 100 Sekunden
Anzeige
Börse
Name Letzter %
DAX    
MDAX    
TecDAX    
Nikkei 225    
1
Physik, Chemie, Biologie - sind Sie ein verkappter Einstein? Finden Sie es heraus mit unserem kostenlosen Test!mehr
Bilder des Tages
Nach den verheerenden Unwettern in Vietnam ist die Zahl der Toten auf mehr als 70 gestiegen. Zahlreiche Straßen sind weiter unpassierbar, wie hier in Chuong My vor den Toren der ...mehr
Anzeige
Anzeige