Internationale Raumstation wird für künftige Andockmanöver fit gemacht

Mit aufwändigen Weltraumspaziergängen wird die ISS für künftige
Andockmanöver fit gemacht: Der Franzose Pesquet und sein US-Kollege
Kimborough absolvierten für die Arbeiten einen Weltraumspaziergang
von sechs Stunden und 34 Minuten.
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Mit aufwändigen Weltraumspaziergängen wird die ISS für künftige Andockmanöver fit gemacht: Der Franzose Pesquet und sein US-Kollege Kimborough absolvierten für die Arbeiten einen Weltraumspaziergang von sechs Stunden und 34 Minuten.

 © Jose ROMERO - NASA TV/AFP
24.03.2017 - 20:13 Uhr

Mit aufwändigen Weltraumspaziergängen wird die Internationale Raumstation ISS für künftige Andockmanöver fit gemacht: Der Franzose Thomas Pesquet und sein US-Kollege Shane Kimborough absolvierten am Freitag einen Weltraumspaziergang von sechs Stunden und 34 Minuten, um an der ISS Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten vorzunehmen. Die Nasa-Astronautin Jessica Meir, die den Einsatz vom Bodenkontrollzentrum in Houston aus koordinierte, sprach anschließend von einem "großartigen Beispiel internationaler Zusammenarbeit".

Pesquet und Kimbrough schalteten um 12.24 Uhr (MEZ) ihre Raumanzüge auf Eigenstrom um und schwebten aus der ISS hinaus. Die Astronauten hatten separate Aufträge: Kimbrough trennte Kabel und elekronische Verbindungen am sogenannten Pressurized Mating Adapter (PMA), der für das Andocken von Raumfahrzeugen benötigt wird.

Der Adapter soll bei einem weiteren Außeneinsatz am kommenden Donnerstag mithilfe eines Roboters vom ISS-Modul Tranquility zum Modul Harmony verlegt werden. Pesquet ölte den Roboterarm Dextre, der für das Heranziehen von Raumtransportern benötigt wird.

Am neuen Standort des Moduls Harmony soll schon ab dem kommenden Jahr am International Docking Adapter die neue Generation von Raumfähren anlegen, an denen die Unternehmen SpaceX und Boeing arbeiten. Der unbemannte SpaceX-Raumfrachter Dragon soll den International Docking Adapter zur ISS bringen. Derzeit können Astronauten nur mit russischen Sojus-Kapseln zur ISS gelangen.

Für Pesquet war es der zweite Weltraumspaziergang seiner Karriere, für Kimbrough bereits der fünfte. "Nach draußen zu gehen ist für mich immer das Aha-Erlebnis", sagte Kimbrough diese Woche in einem Nasa-Interview. Der 49-Jährige äußerte sich zudem zufrieden über seinen ersten gemeinsamen Außeneinsatz mit Pesquet im Januar. Der 39-jährige Pesquet absolvierte als vierter Franzose und als elfter Europäer überhaupt einen Weltraumspaziergang.

Beim nächsten Außeneinsatz am 30. März wird Kimbrough mit der US-Astronautin Peggy Whitson ins All schweben, für die es bereits der achte Weltraumspaziergang sein wird. Am 6. April ist dann wiederum ein gemeinsamer Einsatz von Pesquet und Whitson geplant.

Die 57-jährige Whitson wird im April zudem den Rekord für die längste Aufenthaltsdauer eines US-Astronauten im All brechen. Bislang hält Jeff Williams mit 534 Tagen den US-Rekord, während der Russe Gennady Padalka mit zusammengezählt 879 Tagen im All den Weltrekord hält.

Quelle: 2017 AFP
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