Israels Luftwaffe schickt Abfangjäger zu den Sternen

Archiv: Sternenkarte des Sternbilds Kassiopeia © Torsten
Bronger/cc-by-sa 3.0
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Archiv: Sternenkarte des Sternbilds Kassiopeia © Torsten Bronger/cc-by-sa 3.0

 

Tel Aviv/ Israel - Vor dem Hintergrund der aktuellen angespannten Lage im Nahen Osten ist gerade die Angst Israels vor einem Luftangriff fremder Flugzeuge oder Raketen immer präsent. Dies zeigt einmal mehr ein aktueller Zwischenfall, in dem unidentifizierte Flugobjekte in Form heller Lichter am Nachthimmel zum Einsatz mehrerer Abfang- und Angriffsflugzeuge und Helikopter geführt hat. Schlussendlich stellte sich jedoch heraus, dass es sich bei den vermeintlich unbekannten und somit potentiell bedrohlichen Flugobjekten um die Sterne des Sternbilds Kassiopeia gehandelt hatte.

Zwar zählt das charakteristische "Himmels-W" zu den bekanntesten Sternbildern am Abendhimmel, dennoch sei es vor zwei Wochen, in der Nacht nach dem "Tag der Nakba" (Katastrophe), jenem Gedenktag also, an dem die Palästinenser der Flucht und Vertreibung von etwa 700.000 arabischen Palästinensern aus dem früheren britischen Mandatsgebiets Palästina gedenken, das am 14. Mai 1948 zum Staat Israel erklärt wurde, zu dem Einsatz der Streitkräfte gekommen, berichtet das Wochenmagazin der israelischen Streitkräfte "Bamahana".

Nicht zuletzt war es wohl auch dieses historische Datum, welches zu übereilten Fehldeutung des Sternbilds und Verwechselung mit einem potentiellen Luftangriff geführt hatte, als vom Kontrolltower des Air Force Basis in Haifa die Lichter am Himmel "entdeckt" wurden.

Als unmittelbare Reaktion auf die Sichtung wurden zwei Kriegsflugzeuge und ein Angriffshelikopter losgeschickt, um die möglichen Angreifer zu identifizieren und abzufangen. Noch während dieser Suche vermuteten die Piloten zusehends, dass es sich bei den vom Tower aus beobachteten "blinkenden Lichtern" um die fünf Kassiopeia-Sterne an nördlichen Nachthimmel gehandelt habe. Zurück am Tower konnte diese Einschätzung in Abstimmung mit dem Kontrollpersonal dann bestätigt werden.

"Viele Einsätze erscheinen im Nachhinein unnötig, im Angesicht einer akuten Situation ist es aber in jedem Fall wichtig, keine Risiken einzugehen", erläuterte ein Sprecher der israelischen Luftstreitkräfte den Einsatz.

Quelle: grenzwissenschaft-aktuell.de
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