Kirchenzeitschrift: Halloween ist Teufelspakt

Rübenkopf zu Halloween © Kolling/Public Domain
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Rübenkopf zu Halloween © Kolling/Public Domain

 

Leicester/ England - Das kirchliche Magazin der Diözese von Leicester "The Belvoir Angel" hat in einem Artikel behauptet, Halloween zu feiern sei mit einem Pakt mit dem Teufel zu vergleichen. Zum wiederholten Male steht das auf heidnischen Wurzeln basierende Fest in der Kritik von Gläubigen und Kirche.

Neben dem Teufelspaktvorwurf kritisiert das Magazin auch den zu Halloween gerade in englischsprachigen Ländern üblichen Brauch des "Trick or Treat", wenn Kinder an Haustüren klingeln und Süßigkeiten an Stelle eines angedrohten Streiches einfordern. Ähnliche Bräuche finden sich auch in zentraleuropäischen Fasching und Karneval. Das Vorgehen bei "Trick or Treat" bediene sich erpresserischer Praktiken.

Auch wenn er die Aussagen des Artikels nicht in vollem Umfang unterstütze, werfe dieser doch gewisse Fragen im Umgang mit Halloween auf, kommentierte der Bischof von Leicester Tim Stevens die Diskussion um die Kritik. "Wenn wir allerdings wirklich gegen das Werk des Teufels kämpfen wollen, sollten wir uns andere Ziele suchen."

Immer wieder gerät die aus dem anglo-amerikanischen Raum stammende moderne Form des Halloween-Festes, wie sie sich mehr und mehr auch in anderen Ländern als kommerzielles Grusel-Happening durchsetzt, in die Kritik von Gläubigen und Kirche. So warnte etwa auch der französische Bischof Jean Bonfils von Nizza 1999 vor dem Mitfeiern von Halloween. Es handele sich dabei um "höchste Fest der Satanisten in aller Welt, und die damit verbundenen Riten hätten nichts mit der christlichen Kultur gemein". Die evangelisch-lutherische Kirche Schwedens rief ein Jahr später zu einer Demonstration gegen Halloween auf, da hierbei "das Böse, die Gewalt und den Tod" glorifiziert werde.

Dementgegen raten Theologen wie Harald Baer von der Katholischen Sozialethischen Arbeitsstelle in Hamm, zur Gelassenheit. Halloween sei "ein weiterer erlebnisintensiver Event" der Spaßgeneration: "Da haben Leute eine Marktnische entdeckt und kochen nun ihr gruseliges Süppchen auf dem Licht von Kürbisköpfen. (...) Ich denke, die Kirche sollte gelassen auf dieses Brauchtum regieren." Auch der Sektenexperte der Deutschen Bischofskonferenz, Hans Gasper, bezeichnete den neuen Trend lediglich als "Spielerei", die an das Lichtbrauchtum zu Sankt Martin oder Weihnachten und Advent anknüpfe (Quelle: religioeses-brauchtum.de).

Quelle: grenzwissenschaft-aktuell.de
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