Kornkreise - BLT Field Reports 2009

Kornkreis bei Ogbourne St. George, Wiltshire, England, im Sommer
2009 © A.Müller, kornkreise-forschung.de
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Kornkreis bei Ogbourne St. George, Wiltshire, England, im Sommer 2009 © A.Müller, kornkreise-forschung.de

 

Cambridge/ USA - Während Kornkreisfreunde und -forscher weltweit auf die ersten neuen Mustert der Saison 2010 warten, hat die Kornkreis-Forschungsorganisation "BLT Research Team Inc." Einen Rückblick auf untersuchte britische Kornkreise des Vorjahres veröffentlicht. Aus den "Field Reports" geht erneut hervor, dass einige Kornkreismuster offenbar einer Energieform ausgesetzt waren, wie sie einer Plasma-Entladung während der Entstehung nahe legt.

Wie Nancy Talbott von BLT in ihrem Artikel "Plant abnormalites indicate plasma discharge in 2009 UK crop circles" auf "BLTresearch.com" berichtet, wurden während der 1990er Jahre wiederholt zahlreiche spezifische und markante Abnormalitäten an den Pflanzen von mehreren hundert Kornkreisformationen aus aller Welt entdeckt und ausführlich dokumentiert.

Eine Ausführliche Laboranalyse und Auswertung von tausenden von Pflanzenproben aus den Kornkreisen und den entsprechenden Kontrollproben aus dem unbeeinträchtigten Umfeld der Formationen belegten übereinstimmende und immer wieder auftauchende Veränderungen an den Pflanzen aus den Kornkreisen, wie sie nicht an den Pflanzen der Kontrollproben gefunden werden konnten. Auch zeigten intensive Tests, dass die beschriebenen Anomalien nicht das Ergebnis mechanischen Niederdrückens der Pflanzen bzw. natürlicher Wachstums- oder Wiederaufrichtungsprozesse (Tropismen) sein konnten, auch wenn letztere zumindest ähnliche Effekte hervorrufen können. Die beschriebenen Veränderungen konnte bislang auch noch nie in Kornkreisen nachgewiesen werden, die zweifelsfrei und nachgewiesenerweise von Menschen erzeugt wurden, obwohl natürlich auch solche Kornkreise wissenschaftlich untersucht worden waren.

Schon seit langem erhoffen sich Kornkreisfreunde eine einfache Methode, mit der sich Kornkreise des "echten" Phänomens von menschengemachten Fälschungen unterscheiden lassen. "Auch wenn wir von BLT diesen Wunsch durchaus nachvollziehen können, so ist es doch wichtig darauf hinzuweisen, dass unsere Forschungsergebnisse aufzeigen, dass jede glaubwürdige Bestimmung in dieser Frage, eine Vielzahl der beschriebenen Anomalien an Pflanzen- und Bodenproben aus den jeweiligen Kornkreisen im Abgleich mit den Kontrollproben erfordert, deren Auswertung zum Teil nur im Labor, etwa durch mikroskopische Untersuchungen und andere Labortests vollzogen werden kann", erläutert Talbott.

Dennoch gebe es vier wissenschaftliche dokumentierte physiologische Veränderungen an den Pflanzen, wie sie auch schon mit bloßem - wenn auch geübtem - Auge im Feld selbst festgestellt werden könnten und wie sie zumindest als Hinweise darauf dienen können, dass es sich bei dem entsprechenden Kornkreismuster um ein im Sinne der Kornkreisforschung "echte", also nicht von Menschen mechanisch verursachtes, Muster handelt.

Alle diese Veränderungen, sollten die vorhanden sein, werden von BLT und Forscherkollegen als das Ergebnis einer die Pflanzen und Böden extrem kurzfristig erhitzenden - wahrscheinlich mikrowellenartigen – Strahlungskomponente, einer Plasma-Entladung gedeutet, wie sie - so legen es die Ergebnisse der BLT-Untersuchungen nahe - unmittelbar während der Entstehung zahlreicher Kornkreise auf die Pflanzen (und Böden) einwirkt.

Hierbei handelt es sich um folgende physiologische Veränderungen an den Getreidepflanzen:

1. Verlängerungen und Ausdehnung der sogenannten "apical nodes", also der ersten sogenannten Wachstumsknoten unterhalb der Ähre.

2. Sog. Dehnungswunden und –narben (expulsion cavities), also kleine von innen nach außen gerissene Löcher, wie sie für gewöhnlich an den zweiten und dritten Wachstumsknoten unterhalb der Ähre zu finden sind.

3. Deutliche Biegung des Pflanzenhalms an den Wachstumsknoten, wie sie sich an allen Knoten zutragen kann. Allerdings ist eine solche Beobachtung nur dann aussagekräftig, wenn sowohl der Stand der Pflanzenentwicklung zum Zeitpunkt der Kornkreisentstehung selbst als auch die genaue Entstehungszeit und jene Zeit bekannt ist, die zwischen Entstehung und dem Vorfinden dieser Knotenbiegungen vergangen ist!

Der Grund hierfür liegt in der bereits erwähnten Tatsache, dass gerade junge Pflanzen derartige Knotenverlängerungen und -biegungen auch auf natürliche Weise entstehen lassen können, wenn sie sich - einmal niedergedrückt - durch eben diese Prozesse wieder in Richtung Sonnenlicht und beeinflusst durch die Gravitationskräfte erneut aufrichten (Phototropismus; Gravitropismus). Reifes und schon trockenes Getreide verfügt für gewöhnlich nicht mehr über die für diese Prozesse notwendigen Wachstumskräfte, weshalb der eindeutige Nachweis spontan verlängerter und gebogener Knoten an solchen Pflanzen es sehr viel einfacher macht, eine tatsächlich signifikante Veränderungen im Sinne der beschriebenen Anomalie als solche zu erkennen.

4. Reduzierte Entwicklung der Ähren, wie sie sich üblicherweise jedoch erst im weiteren Verlauf des Pflanzenwachstums (rund 3-4 Wochen nach d. Kornkreisentstehung) anhand von Kornkreisen abzeichnet, die in noch relativ jungem Getreide entstanden sind. Neben, im Vergleich zu den Kontrollproben, deutlich kleiner ausgebildeten oder gar verkümmerten Ähren, kommt es in derartigen Kornkreisen auch immer wieder vor, dass sich in den Ähren bzw. den Spelzen selbst keine oder stark deformierte Körner befinden.

Zu diesen vier beschriebenen, schon in Feld selbst sichtbaren Anomalien, kommt eine fünfte hinzu, deren Bestimmung als wirkliche Anomalie, bzw. Unterscheidung natürlicher Veränderungen allerdings von unterschiedlichen Faktoren wie genauer Pflanzentypus und exaktes Alter der Pflanzen, abhängig ist, sodass es Laien nur schwer möglich ist, diese Einschätzung vor Ort korrekt vorzunehmen. Hierbei handelt es sich um eine Biegung des Halms selbst - nicht der Knoten - unmittelbar über dem Erdboden. Auch kommt es vor, dass Pflanzen bereits mit dieser Biegung wachsen, wenn mehre Pflanzen beispielsweise in einem Büschel einen Saatloch entspringen und die äußeren Pflanzen ganz automatische eine ähnliche Biegung ausbilden müssen, wenn sie, sozusagen um mit inneren Halme herum, doch noch gerade nach oben wachsen wollen.

Allerdings sind derartige Biegungen in noch jungen einzel- und freistehenden Rapspflanzen (s. Abb.), wie sie sehr leicht brechen, oder spontan in bereits reifem, trockenen Getreide gefunden werden, ein deutliches Anzeichen, es hier mit der beschriebenen Anomalie zu tun zu haben.

Weitere Anomalien lassen sich erst durch weiterführende Untersuchungen und Analysen im Labor selbst feststellen, wenn etwa mittels des Keimtests nachgewiesen werden kann, dass die Wachstumskräfte der Pflanzen aus dem Kornkreis gesteigert oder gehemmt wurden, oder die Ausdehnungsrate der Knoten mit dem Beer-Lambert-Prinzip übereinstimmt und so ein Einfluss elektromagnetischer Energien als Ursache nachgewiesen werden kann. Auch die Analyse der Bodeneigenschaften, darunter magnetisches Material im Boden oder eine Ausdehnung der kristallinen Struktur der Tonmineralien, wie sie mittels der technologisch aufwendigen Röntgendiffraktometrie untersucht wird, können nur durch weiterführende, oft aufwendige Untersuchungsmethoden von wissenschaftlich ausgebildeten Experten im Labor durchgeführt werden.

"Leider fehlt uns die finanzielle Ausstattung, die notwendige vollständige Bandbreite der beschriebenen Untersuchungen im Feld und besonders in den Labors auf jeden neu dokumentierten Kornkreis anwenden zu können", erläutert Talbott gegenüber "grenzwissenschaft-aktuell.de" (Anm. d. Red.: Jedes Jahr werden weltweit zwischen 150 und 300 neue Kornkreise dokumentiert.) "Allerdings hatten wir auch 2009 durch geschulte Beobachter in den englischen Kornkreisfeldern zumindest die Möglichkeit, einige der dortigen Kornkreisformationen in Augenschein zu nehmen, auch wenn diesen Untersuchungen aus genannten Gründen leider keine wissenschaftliche vollständige Probeentnahme und Laboranalyse folgen konnte."

Aus diesem Grund seien die vorgefundenen Anomalien zwar keine 100prozentigen Beweise dafür, dass die entsprechenden Kornkreise eindeutig dem "echten", also nicht von Menschen mechanisch angelegten, Phänomen zuzuordnen sind. Dennoch sei anhand der Dokumentation und Erfahrung eine gewisse erste Einschätzung in dieser Richtung möglich, wie sie jedoch durch weiterführende Laboranalysen bestätigt werden müsste.

Die ausführlichen Untersuchungsergebnisse der untersuchten englischen Kornkreise finden Sie unter www.bltresearch.com/fieldreports/uk2009.php oder in einer deutschen Zusammenfassung auf "grenzwissenschaft-aktuell.de".

Quelle: grenzwissenschaft-aktuell.de
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