Leben: Ursprung im All?

Leben: Ursprung im All?
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Leben: Ursprung im All?

 

von Stefan Deiters

In den letzten Jahren mehrten sich die Hinweise darauf, dass zumindest die Grundbausteine des Lebens im Weltall entstanden sind. Auch neue Analysen von Meteoriten deuten darauf hin. Wenn die Forscher recht haben, könnte Leben im Sonnensystem zwar wahrscheinlicher sein als angenommen, es wäre aber gleichzeitig auch schwieriger zu entdecken.

Wie und wo entstand das Leben? Wie kam es, dass sich aus leblosen chemischen Verbindungen plötzlich die ersten Lebensformen bilden konnten? Eine Antwort auf diese Frage würde nicht nur klären helfen, wie das Leben auf der Erde und letztlich auch die Menschen entstanden sind, sondern auch Hinweise darauf liefern, welche Bedingungen auf anderen Welten erfüllt sein müssten, damit sich dort Leben entwickeln kann.

Um diese Frage zu klären, beschäftigen sich Astrobiologen mit den einfachsten Grundbausteinen des Lebens, sogenannten Proteinen. Genauso wie man viele verschiedene Wörter aus den nur 26 Buchstaben des Alphabets bilden kann, werden die Proteine aus insgesamt 20 verschiedenen Aminosäuren zusammengesetzt. Diese wiederum kann man auf zwei unterschiedliche Weisen bilden, die zueinander spiegelbildlich sind – ganz genauso wie die linke und die rechte menschliche Hand.

"Wir haben weitere Hinweise darauf gefunden, dass biologische Moleküle wie Aminosäuren im Weltall entstanden und durch Einschläge von Meteoriten auf die Erde gelangt sind", fasst Dr. Daniel Glavin vom Goddard Space Flight Center der NASA die Ergebnisse einer neuen Studie zusammen. "Das hilft zu erklären, warum das Leben auf der Erde linkshändig ist. Damit meine ich, dass alles bekannte Leben nur die linkshändige Version von Aminosäuren verwendet, um Proteine aufzubauen."

Vermutlich wäre auch Leben aus nur rechtshändigen Aminosäuren möglich, doch, so erläutert Goddard-Kollege Dr. Jason Dworkin, "man kann sie nicht vermischen. Das Leben würde dann wohl eher an ein großes Durcheinander wie etwa Rührei erinnern. Aber da nun Leben nicht mit einer Mischung aus rechts- und linkshändigen Aminosäuren funktioniert, stellt sich die Frage, wie und warum hat sich das Leben für die linkshändigen Aminosäuren entschieden?"

Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, haben die Forscher in den vergangenen vier Jahren zahlreiche Meteoriten analysiert und in ihnen nach der Aminosäure Isovalin gesucht. Meteoriten gelten als Überreste von der Entstehung des Sonnensystems und eine Untersuchung der auf der Erde niedergegangen Brocken erlaubt daher einen Blick in die Frühphase des Sonnensystems.

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