Mexikanischen Katastrophenschutzministerium: Popocatépetl-UFO war ein Meteor

Bilderreihe der auf dem Altozomoni stationierten
Popocatépetl-Beobachtungskamera des CENAPRED. ©
cenapred.unam.mx
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Bilderreihe der auf dem Altozomoni stationierten Popocatépetl-Beobachtungskamera des CENAPRED. © cenapred.unam.mx

 

Ciudad de México (Mexiko) - Nachdem Videoaufnahmen vom 25. Oktober 2012, die offenbar ein gigantisches zylinderförmiges Objekt zeigten, das in den mexikanischen Vulkan Popocatépetl zu stürzen schien, weltweit für kontroverse Diskussionen über die Natur dieser Erscheinung sorgten (wir berichteten), hat nun das mexikanische Ministerium für Katastrophenschutz (CENAPRED) einen offiziellen Bericht vorgelegt, der zeigt, dass es sich bei dem fraglichen Objekt um einen hellen Meteor, einen Boliden, gehandelt hatte.

Wie das "Centro Nacional de Prevención de Desastres" in einem sechsseitigen Abschlussbericht der Untersuchungen aufzeigen kann, belegen alle vorhandenen Daten, die Theorie eines Boliden, also hellen Meteors, als Erklärung für das vermeintliche UFO.

Anhand weiterer, von den ursprünglichen Aufnahmen unabhängiger Filmaufnahmen des Vulkans zur fraglichen Zeit, die von einer Beobachtungskamera des Ministeriums selbst erstellt wurden, ist das Objekt deutlich als heller Meteor zu erkennen, der "über" den Vulkan hinwegfliegt.

Nur durch den Umstand, dass der Vulkankrater selbst den Blickhorizont bildet, hat es auf den Aufnahmen den Anschein, dass das leuchtende Objekt in den Krater stürzt. Die zylindrische Form, wie sie auf der ursprünglichen im mexikanischen Fernsehen gezeigten Aufnahme (s. Abb. o.) zu sehen ist, wird durch die Aufnahmen des CENAPRED, als Flugbahn identifiziert, die aufgrund einer offenbar längeren Verschlusszeit dieser Kamera entstand. Einen vergleichbaren Effekt nutzen Astrofotografen, um sogenannten Sternenspuren auf Fotos zu bannen.

Bilderreihe der auf dem Altozomoni stationierten Popocatépetl-Beobachtungskamera des CENAPRED.Abschließend kommen die CENAPRED-Experten zu folgenden Schlussfolgerungen:

1. In Übereinstimmung mit den von unseren Experten durchgeführten Untersuchungsergebnissen zeigen sich keinerlei Zusammenhänge mit den Aktivitäten des Popocatépetl. Zur Zeit des vermeintlichen Kontakts des leuchtenden Objekts mit dem Krater und in den Momenten danach gab es keinerlei Veränderungen in den aufgezeichneten seismischen Signalen. Das führt uns zu der Einschätzung, dass - auch wenn die Bilder zunächst diesen Eindruck erwecken können - das leuchtende Phänomen nicht in den Vulkan gestürzt ist, sondern sich auf einer deutlich weiter entfernten Ebene hinter befand. Diese Einschätzung wird von dem Umstand gestützt, dass keine unserer anderen Kameras des visuellen Beobachtungsnetzwerks rund um den Vulkan, das fragliche Objekt gefilmt hat.

2. Das leuchtende Signal in der Atmosphäre, wie es auch von der CENAPRED-Kamera auf dem Altzomoni sowie von der Televisa-Kamera aufgezeichnet wurde, konnte mit dem zu dieser Zeit aktiven Tauriden-Meteorschauer in Übereinstimmung gebracht werden. Sowohl die Eigenschaften (des Objekts) als auch seine Flugbahn legen diese Einschätzung nahe. Somit handelte es sich wahrscheinlich um einen Meteoriten, der in die Erdatmosphäre eingetreten ist und dabei durch Reibung die charakteristische Leuchtspur erzeugte.

3. Zugleich können wir jedoch die Möglichkeit nicht ausschließen, dass es sich bei dem Objekt um ein Fragment einen künstlichen Satelliten gehandelt hatte, das eine ähnliche Leuchtspur und eine ähnliche Flugbahn aufwies, wie ein Meteorit.

Quelle: grenzwissenschaft-aktuell.de
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