Mücke überlebt im All

Mücke überlebt im All
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Mücke überlebt im All

Eineinhalb Jahre lang soll eine Mücke an der Außenhaut der Internationalen Raumstation (ISS) im freien Weltraum ungeschützt überlebt haben. Was wie eine biologische Sensation klingt, wird von Insektenforschern indes bezweifelt.

Ohne Nahrung und bei wechselnden Temperaturextremen von -150 Grad Celsius im Schatten bis 60 Grad über Null im direkten Sonnenlicht soll, laut dem russischen Raumfahrt-Nachrichtendienst "Nowosti Kosmonawtiki", die Mücke eineinhalb Jahre außerhalb der ISS überlebt haben.

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Die Quelle der Meldung klingt überzeugend, verkündete die Nachricht doch kein geringerer als Anatoli Grigorjew, der Vizepräsidenten der russischen Akademie der Wissenschaften. Festgestellt wurde der extreme Überlebenskünstler innerhalb eines Experiments mit der Bezeichnung "Biorisk", bei dem das Moskauer Institut für Medizinisch-Biologische Probleme (IMBP) zur Vorbereitungen zukünftiger bemannter Mars-Missionen die Auswirkungen kosmischer Strahlung auf lebende Organismen während Langzeitflügen untersuchte. Hierbei wurden bereits vor dem Fliegentier Bakterien und Pilze den Bedingungen im eigentlich lebensfeindlichen Weltraum ausgesetzt. Zurück auf der Erde schien die Mücke zunächst tot, sei dann jedoch aus einer Art Schlafstarre erwacht und habe ihre Beine bewegt.

Im Interview mit "Spiegel Online" äußerte der Würzburger Insektenforscher Jürgen Tautz allerdings Zweifel an der angeblich biologischen Sensation und erklärte, dass er sich dies so absolut nicht vorstellen könne. Zwar halte er es nicht für ausgeschlossen, dass sich das Tier bewegt habe. Diese Bewegung sei aber vermutlich rein physikalischer Natur gewesen, weil das komplett ausgetrocknete Tier wieder Feuchtigkeit aus der Luft aufgenommen habe.

Zuvor hatten deutsche und schwedische Zoologen im Experiment mit Bärtierchen nachweisen können, dass lebende Tiere einen ungeschützten Weltraumspaziergang überleben können. Bislang war diese Fähigkeit nur anhand von Flechten und Bakterien nachgewiesen worden.

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