NASA-Wissenschaftler spekulieren über Lebensformen auf neu entdeckten Planeten

Künstl. Darstellung des extrasolaren Planeten Kepler-62f. ©
NASA/Ames/JPL-Caltech
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Künstl. Darstellung des extrasolaren Planeten Kepler-62f. © NASA/Ames/JPL-Caltech

 

Washington (USA) - Drei der insgesamt sieben extrasolaren Planeten, deren Entdeckung gestern von der NASA bekannt geben wurde (wir berichteten), könnten Leben hervorgebracht haben - umkreisen sie ihre Sterne doch innerhalb jener Abstandsregion, innerhalb derer aufgrund milder Temperaturen Wasser in flüssiger Form an den Oberflächen möglich ist. Da es sich zudem um felsige Planeten von weniger als der doppelten Größe der Erde handelt, spekulieren auch die NASA-Forscher über das Aussehen möglicher Lebensformen auf diesen Welten.

"Habitabilität bedeutet nicht notwendigerweise, dass derbetreffende Planet bis ins Detail so aussieht wie die Erde",erläutert denn auch Lisa Kaltenegger vom HeidelbergerMax-Planck-Institut für Astronomie und vom Harvard-SmithsonianCenter for Astrophysics. "Im Gegenteil: Planeten mit hinreichendgrößerem Radius als die Erde, wie Kepler-62e und Kepler-62f, wärenbei gleicher chemischer Zusammensetzung höchstwahrscheinlichWasserwelten, deren Oberflächen von tiefen, globalen Ozeanenbedeckt sind."

"Wenn wir uns aber unsere eigenen Ozeane auf der Erde ansehen,so wimmelt es darin nur so von Leben", erklärte derwissenschaftliche Hauptuntersucher der Kepler Mission, Bill Boruckivom Ames Research Center der NASA auf der gestrigenPressekonferenz. "Es könnte sogar gut sein, dass das irdische Lebenüberhaupt erst in den Ozeanen entstanden ist."

Da beide Planetensysteme mit 1.200 und 2.700 Lichtjahren jedochzu weit von der Erde entfernt sind, als dass sie mit heutigerTechnologie direkt beobachtet und so untersucht werden könnten,bleibt auch ihren Entdeckern bislang nur die Spekulation:"Computermodelle legen nahe, dass beide Planeten von vollständigvon Wasser bedeckt sind", so Borucki weiter. "Da sich jedoch auchauf der Erde sogenannte fliegende Fische entwickelt haben, die"fliegend" ihren Fressfeinden entkommen, könnten sich auch aufsolchen Wasserwelten geflügelte Lebewesen entwickelt haben, die aufdiese Weise das Wasser zumindest zeitweilig verlassen können."

Zwar sei es zumindest nach irdischen Maßstäben unwahrscheinlich,dass sich auf Wasserwelten technologisch entwickelte Zivilisationenentwickelt haben, da das feuchte Element die Nutzung u.a. vonWasser, Technologie und Metallurgie ausschließt, "doch wenn es,etwa auf Kepler-62e nur einige wenige Inseln und Kontinente gäbe,könnte die Sache schon ganz anders aussehen", so derWissenschaftler. "Kämen unsere Vorfahren von dort, so würden wirvielleicht zwar immer noch auf allen Vieren gehen, dennochermöglicht es die dortige Schwerkraft immer noch, dass sichLebewesen auf Extremitäten fortbewegen könnten."

Ob auch Kepler-69c, der etwa 1,7 mal so groß ist, wie die Erde,lebensfreundliche Bedingungen aufweist, können die Forscher indesnoch nicht sagen.

Quelle: grenzwissenschaft-aktuell.de
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