Nessie lebte wirklich

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Es ist eine endlose Geschichte. Der Loch Ness und sein Ungeheuer gehören zusammen wie Fish und Chips, Bonnie und Clyde, Plus und Minus. Eher hört es in Schottland auf zu regnen, als dass den Rechtgläubigen die Geschichten über das sagenumwobene urzeitliche Monster im größten und vielleicht schönsten der schottischen Lochs ausgehen würden. Unterstützung erhielten sie jetzt von britischen Wissenschaftlern.

Aus London erreichte uns die Meldung, dass ein aktueller Fund sichere Gewissheit gebracht hat, dass in den schottischen Küstengewässern ein langhalsiger Dinosaurier mit großen Flossen herumgepaddelt ist. Nigel Armstrong, ein Amateur-Fossilienjäger, entdeckte den seltenen und entsprechend wertvollen Abdruck eines Plesiosaurus. Der Fund ist 132 Millionen Jahre alt. Entdeckt wurde das fast vollständige Skelett in der Nähe des kleinen Küstenortes Scarborough.

Mark Evans, Kurator für Geologie am Museum in Leicester, bestätigte den Fund und dessen enorme Bedeutung. Gegenüber dem Independent betonte er, das Skelett "... datiert aus einer Zeit, aus der wir bisher kaum etwas über ihre Evolution gewusst haben. In Großbritanien waren bereits 200 Millionen Jahre alte fossile Reste der Spezies gefunden worden, und in den USA ein 90 Millionen Jahre alter Vertreter, aus den über 100 Millionen Jahren dazwischen ist aber praktisch nichts bekannt gewesen.

Die Fundumstände sind ausgesprochen glücklich. William Watts, Mitarbeiter im Dinosaur Coast project, vermutet, dass der Fund einen weiteren Winter wohl nicht überstanden hätte. Hätte Nigel Armstrong nicht gewusst, was er da entdeckt hatte, wäre die Chance wohl vertan gewesen. Das Skelett war tief im lehmigen Boden versunken. Neun Tonnen Erde mussten bewegt werden, um an das Skelett zu kommen. Es erwies sich als zu 75 Prozent intakt -- was außergewöhnlich ist.

Die Plesiosaurier (Flossenechsen) gehörten zu den erfolgreichsten Meeresreptilien des Mesozoikums. In den rund 200 Millionen Jahren ihrer Existenz veränderten sie sich wenig. Mit einer Länge von 2,5 Metern zählten sie eher zu den Zwergen im Zeitalter der Riesen. Die Saurier hatten einen langen Hals, einen kurzen Schwanz, und die Gliedmaßen waren zu paddelförmigen Flossen umgeformt. Vielleicht waren sie keine besonders schnellen Schwimmer, aber extrem wendig.

Plesiosaurier jagten Fische und das sicherlich sehr erfolgreich, sonders hätten sie sich stärker angepasst oder wären früher ausgestorben. Rein vom Aussehen her erinnern sie an eine Schlange im Panzer einer Meeresschildkröte. Beim Schwimmen ruderten sie nicht, sondern schlugen wie Vogel mit Flügeln. In der 3D-Animation des Urweltmuseums ist dies sehr schön zu erkennen.

Möglicherweise legten Plesiosaurier ihre Eier am Strand. Von der Physiognomie wäre es kein Problem. In manchem erinnern sie an moderne Meeresschildkröten.



Vor einigen Jahren (1977) erregte ein Fang internationales Aufsehen. Ein japanischer Fischkutter zog ein seltsam aussehendes Tier an Bord. Niemand an Bord konnte es identifizieren. Bevor sie jedoch den entsetzlich stinkenden Kadaver über Bord warfen, machten sie Fotos. Diese gingen um die Welt. Tatsächlich erinnern die Fotos an einen Plesiosaurus.

Nicht nur im Heimatland von Godzilla erregten die Aufnahmen großes Aufsehen. Die Fischereigesellschaft vertrat nachfolgend die Ansicht, dass es sich bei dem Fang tatsächlich um die urzeitliche Echse handelte. Die in dieser Hinsicht besonders enthusiastischen Japaner schlossen sich dieser Meinung an. Dass es durchaus rationale Erklärungen für den Fund gibt, wird zum Teil bis heute übersehen.

Schon im Juli 1978 erklärte eine (deswegen?) ins Leben gerufene Arbeitsgruppe in ihrem Report für die Societé Franco-Japonaise d’Océanographie, dass es sich bei dem seltsamen Fang wohl um einen halbverwesten Riesenhai gehandelt habe. Gewebeproben und etliche der anatomischen Merkmale weisen in diese Richtung. Anhand der Details konnte jedenfalls ausgeschlossen werden, dass es sich um einen Plesiosaurier handelte.

Diese Erklärung beeindruckte die Anhänger der Dinotheorie ungefähr genauso wie die Nessie-Jäger die Tatsache, dass die Saurier seit 65 Millionen Jahren ausgestorben sind. Wir geben ihnen Recht. Was wäre die Welt für ein trauriger Ort, wenn es keine Monstergeschichten mehr gäbe?

Dinosaurier-Experte Will Watts glaubt nach eigenen Angaben nicht, dass sich ein Nachfahre des Plesiosaurus im Loch Ness tummelt, obwohl er zugibt, dass, wenn ein Plesiosaurus seinen Kopf aus dem Wasser strecken würde, es wohl so aussähe wie auf dem berühmten (aber leider gefälschten) Nessie-Foto.

Autor: Kristian Büsch

Quelle: freenet.de
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