Nessie-Veteran Robert Rines verstorben

Rines Aufnahme einer flossenartigen Struktur und grafische
Interpretation © Dr. Robert H. Rines
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Rines Aufnahme einer flossenartigen Struktur und grafische Interpretation © Dr. Robert H. Rines

 

Boston/ USA - Einer der charismatischen "Loch Ness"-Forscher, Dr. Robert H. Rines, ist am 1. November 2009 im Alter von 87 Jahren an einem Herzinfarkt verstorben. Besonderes Aufsehen verursachten Rines' Unterwasseraufnahmen eines Objekts, das er selbst und Kollegen für Exemplare des sagenhaften Ungeheuers von Loch Ness hielt.

Laut den Nachruf des Kryptozoologen Loren Coleman war Rines vieles: "Vater, Ehemann, Jurist, Erfinder, Suchender, College-Gründer, Musikliebhaber und vieles mehr. Zugleich war er auch ein Veteran der Suche nach den Ungeheuern im Loch Ness." Neben seiner Lehrtätigkeit in Harvard und am MIT, gründete er das "The Franklin Pierce Law Center" in New Hampshire und die "Academy of Applied Science" (AAS), die ihren Sitz heute in Concord, New Hampshire, hat. Zudaem hielt er 80 Patente, darunter für Radar- und Sonarverstärker, Raketenwarnsysteme und bildgebende Ultraschallmethoden und komponierte Stücke unter anderem für Broadway-Produktionen.

Sein Interesse an der Kryptozoologie - und hier im Besonderen an der Erforschung des Ungeheuers von Loch Ness - erwachte 1969 nach einem Vortrag über Nessie von Roy Mackal, den er in der Folge über das AAS unterstützte. 1970 war Rines zum ersten Mal selbst vor Ort und versuchte Nessie vergeblich mit Sexuallockstoffen anzulocken. Ein Jahr später kam er mit aufwendigem Sonarequipment zurück. In den Folgejahren unterstützte die AAS zahlreiche Expeditionen auf der Suche nach Nessie und Bigfoot im US-Bundesstaat Oregon, darunter jener unter dem Kryptozoologen Peter Bryne.

Frustriert von den Ergebnissen der Bigfoot-Expeditionen konzentrierte Rines sich in der Folge auf die Suche nach Nessie und gehört - gemeinsam mit seiner Frau Carol - selbst zu Augenzeugen des Ungeheuers im Loch Ness, als sie am 23. Juni 1971 einen rund sechs Meter langen Buckel durch das Wasser des Süßwassersees ziehen sahen: "Es sah aus, wie der Rücken eines Elefanten", erinnerte er sich später an seine Sichtung. "Von da an wusste ich, dass es in diesem See ein großes, unbekanntes Wesen gab und deshalb konnte ich zeitlebens nicht davon ablassen. Man entwickelt eine solche Passion nicht, ohne Nessie selbst gesehen zu haben."

Berühmt und zugleich kontrovers diskutiert sind Rines Unterwasseraufnahmen vom 8. August 1972, als eine Unterwasserkamera aus dem See vor Urquart Bay nahe Temple Pier kurz nachdem auch das Sonar ein großes Objekt im See ausgemacht zu hatte, welches hinter einem Fischschwarm herjagte, eine rhombenförmige Struktur fotografierte (s. f. Abb.), die von den Forschern als Flosse gedeutet wurde (s. f. Grafik). Da die Form jedoch erst nach digitaler Bearbeitung derart deutlich wurde, unterstellten Kritiker Rines zeitlebens, dass die Aufnahmen absichtlich manipuliert worden seien.

Drei Jahre später präsentierte Rines weitere Unterwasseraufnahmen, die ebenfalls das ominöse Ungeheuer in Form eines überlebenden Meeressauriers zeigen sollen. Erneut liegt die Interpretation der Aufnahmen bis heute mehr oder weniger im Auge des Betrachters, sollten doch nun neben dem Körper, auch der lange Hals, Nacken und sogar der Kopf des Wesens zu sehen gewesen sein.

Auch die formelle lateinische Bezeichnung von Nessie als "Nessiteras rhombopteryx" (Ness-Wunder mit den rhombenförmigen Flossen) geht neben Sir Peter Scot auf Rines zurück, auch wenn Skeptiker immer wieder auf dem Umstand verweisen, dass es sich dabei um ein Anagramm für "monster hoax by Sir Peter S" (Monster-Fälschung durch Sir Peter S.) handelt...

Zuletzt hatte Rines noch einmal von sich Reden gemacht, als er 2008 gegenüber dem Boston Globe spekulierte, dass die Ness-Ungeheuer mittlerweile ausgestorben sein könnten. Dies hielt ihn jedoch im Folgejahr nicht von einer letzten Expedition für die Sendung "MonstersQuest" des US-amerikanischen "History Channel" ab. Rines selbst gehörte zu jenen Kryptozoologen, die davon ausgingen, dass es sich bei Nessie wahrscheinlich um eine Population überlebender Plesiosaurier handeln könnte - zumindest seine Aufnahmen aus den 1970er Jahren weisen ebenfalls in diesen Richtung.

Quelle: grenzwissenschaft-aktuell.de
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