Rätsel des Dongting-Sees

Rätsel des Dongting-Sees
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Rätsel des Dongting-Sees

13.05.2004 - 16:00 Uhr

Pyramiden in China – das war Jahrzehnte lang eine Art Mythos. Durchzogen von Gerüchten, fantastischen Geschichten und angeblichen Zeugenaussagen kamen lediglich wenige Informationen darüber in den Westen.

Inzwischen sind Dutzende Pyramide vor allem um die Stadt Xian dokumentiert. Es handelt sich dabei aber immer um Pyramiden aus Geröll, Gestein und Erde; nicht wie die ägyptischen Gegenstücke aus bearbeiteten, schweren Steinblöcken.

Doch ein Mythos über völlig rätselhafte Pyramiden in China hat sich bis heute gehalten. Es handelt sich um angebliche Pyramidenreste westlich von Yoyang, am Südufer des Dongting-Sees in der Provinz Hunan.

Im Jahre 1959 wurde die dortige Region von einem schweren Erdbeben erschüttert. Die bei diesem Beben verursachten Erdverschiebungen legten angeblich ein uraltes Geheimnis auf der Felseninsel Jotuo frei: die Grundrisse und Fundamente von Pyramiden mit runden und nicht rechteckigen Grundflächen. Bis dahin waren solche Bauten vollkommen unbekannt, wenn man den Silbury Hill in England außen vor lässt lässt – auch in den Weiten Chinas.

Bis zum Beben von 1959 waren auch den Chinesen diese Pyramiden nicht bekannt. So reiste nach Bekannterden der Entdeckung der Ethnologe und Archäologe Professor Chi-Pen-Lai (oder Chi Pen-Lao) von der Akademie für Altertumsforschung in Peking in das Gebiet. Mit ihm ein Team von Spezialisten wie Hui Chuting und Dr. Wu To-wai, die Vermessungen an den freigelegten Fundamenten vornehmen sollten.

Nach den Arbeiten an den Resten der Pyramiden war sich das Team einig, dass hier gigantische Monumente gestanden haben müssen. Die Pyramiden am Südufer des Sees sollen einst eine Höhe von unglaublichen 300 Metern oder mehr erricht haben, und wären damit doppelt so hoch wie die Pyramiden von Gizeh.

Auch die legendäre "weiße Pyramide" aus China soll 300 Meter hoch sein. Doch das angeblich ermittelte Alter der Rundpyramiden übertraf alles bisher Gefundene. Die Forscher glaubten nach ihrer Arbeit, dass diese ein Alter von 45.000 Jahren haben müssen. Weshalb diese ominösen Pyramidensockel auf ein derartiges Alter datiert wurden, ist allerdings nicht bekannt.

Unweit der Rundpyramiden, so die kursierende Geschichte weiter, entdeckten die Archäologen verschüttete Gänge, die in ein Labyrinth unterhalb der Seeoberfläche führten. Taucher mussten angefordert werden, um hier nähere Untersuchungen durchführen zu können.

Einen natürlichen Ursprung des Höhlensystems schlossen die Forscher von vornherein aus, da die Wände glatt und fugenlos bearbeitet waren. Einer der vielen symmetrisch verlaufenen Gänge führte Chi-Pen-Lai in eine große Halle, deren Wände über und über mit prähistorischen Gravuren bedeckt gewesen sein sollen.

Auf den Gravuren waren Jagdszenen zu erkennen, über denen "modern gekleidete Wesen" in untertassenähnlichen Gebilden schweben. Unterhalb dieser Geschöpfe zeigt die Darstellung Menschen, die mit Speeren oder Blasrohren irgendwelche Tiere verfolgen, wogegen die "fliegenden" Menschen wie moderne Gewehre anmutende Gegenstände auf die Tiere richten.

Neben dieser eindrucksvollen Höhlenmalerei existiert noch eine weitere, nicht minder interessante Zeichnung. Sie zeigt zehn Kugeln, die allesamt in verschiedenen Abständen um eine im Zentrum befindliche angeordnet sind. Von der Mitte aus gezählt, sind die Nummern drei (Erde) und vier (Mars) durch eine Art "Schlangenlinie" miteinander verbunden.

Eine 45.000 Jahre alte Abbildung unseres Sonnensystems, in der Mars und Erde eindeutig in irgendeiner Beziehung zueinander stehen, wie es einige vermuten?

Die fantastischen Berichte über den Dongting-See in China geben bis heute Rätsel auf. Die Kollegen Peter Krassa und Hartwig Hausdorf haben sich vor Ort auf Spurensuche gegeben. Doch die Ruinen der Pyramiden fanden sie nicht.

Entsprechen die Schilderungen der Wahrheit? Sie erinnern an die Berichte des Historiker Herodot von 448 vor Christus und auch an Informationen über ein Labyrinth unterhalb von Gizeh in Ägypten. Der angesehene Archäologe John O. Kinnaman (1877 bis 1961) will dieses mysteriöse Labyrinth unter den Pyramiden von Gizeh gefunden und untersucht haben. Er sprach sogar von Beweisen, die unglaubliche 45.000 Jahre alt sind – wie jene in China.

Im Reich des Drachen sind sicher noch viele weitre Entdeckungen und mysteriöse Rätsel zu erwarten.

Quelle: freenet.de
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