Rätsel um Templerschatz gelüftet?

Rekonstruktion der Bundeslade © tobiasdanielwabbel.com
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Rekonstruktion der Bundeslade © tobiasdanielwabbel.com

 

Berlin/ Deutschland - Seit Jahrzehnten ist der von Sagen umwobene Schatz der Tempelritter Bestandteil der von Spekulationen und nicht zuletzt auch der Spannungsliteratur. In seinem neuen Sachbuch belegt Tobias Wabbel, dass der Mönchsritterorden zwischen den Jahren 1120 bis 1128 unter dem Tempelberg von Jerusalem eines der kostbarsten Relikte der Menschheitsgeschichte fand und dieses tatsächlich als Schatz hütete.

In seinem neuen Buch "Der Templerschatz - Eine Spurensuche" erläutert der Wissenschaftspublizist und Journalist Tobias Daniel Wabbel (tobiasdanielwabbel.com), wie acht Ritter um den französischen Adeligen Hugo von Payns bei Grabungsaktivitäten unter dem Tempelberg die Bundeslade der Israeliten, wie sie die Steintafeln mit den zehn Geboten enthielt, entdeckten.

"Jerusalem wurde im Jahr 587 v. Chr. von den Truppen des babylonischen Königs Nebukadnezzar II. belagert", erläutert Wabbel. "Der Hohepriester des salomonischen Tempels ließ die Bundeslade gemäß jüdischer Überlieferungen vor der Belagerung mit samt den Schätzen in einem Versteck unter dem Tempelberg in Sicherheit bringen. Dort ruhte die lange Zeit als verschollen geglaubte goldene Truhe der Hebräer in einem Geheimversteck.“

Der salomonische Tempel diente einst als Aufbewahrungsort der Kultgegenstände des israelitischen Volkes: darunter auch die Bundeslade, die Mose dem biblischen Buch Exodus zufolge in der Wüste Sinai aus Akazienholz und Gold anfertigen und in sie die Steintafeln mit den göttlichen Gesetzen legen ließ. Noch heute zeugt ein geheimer Gang unter dem Plateau des Tempelbergs von den einstigen Nachforschungen der Templer, den der israelische Archäologe Meir Ben-Dov bereits in den 1980er Jahren entdeckte.

"Seit Jahrzehnten wurde angenommen, dass die Templer die Aufgabe hatten, die Pilgerwege zwischen Jaffa und Jerusalem zu sichern", sagt Wabbel. "Das ist nun endgültig widerlegt. Weder in der Templerregel von 1129 noch in der Lobrede auf den Orden, die durch den Zisterzienserabt und geistigen Vater der Templer, Bernhard von Clairvaux, verfasst wurden, findet sich ein einziges Wort über die Pilgerwege. Die Mission der Templer war also von Beginn an eine andere, als sie sich 1120 auf dem Tempelberg niederließen. Sie suchten im Auftrag von Bernhard von Clairvaux nach der Lade, der in seiner Abtei die größte Reliquiensammlung des Abendlandes hüten ließ. Und sie fanden sie."

Bis jetzt behauptete die äthiopische Kirche aufgrund der Überlieferung der mittelalterlichen Schrift Kebra Negest im Besitz der Bundeslade zu sein. Der Legende nach raubte der Sohn von König Salomon und Königin Saba, Menelik I., die Lade und ersetzte sie durch eine Attrappe im Allerheiligsten des salomonischen Tempels von Jerusalem.

Wie das Team um Tobias Daniel Wabbel jedoch nachweist, existierten weder die Königin von Saba noch ihr Sohn Menelik I. Die Bundeslade sei daher niemals in der Heiligen Stadt Axum untergebracht gewesen, so Wabbel. "Stattdessen hüten die Äthiopier noch heute eine aus Zedernholz gefertigte Nachbildung aus dem 14. Jahrhundert, die von dem Pilger Dimotheos im Jahr 1869 als Fälschung entlarvt wurde."

Durch eine zehnjährige Recherche an Originalschauplätzen in ganz Europa und Israel und durch Untersuchungen von mittelalterlichen Texten und Analysen von ikonographischen Spuren an gotischen Kathedralen und Templerkapellen, gelang es Wabbel und seinem Team, den Weg der Bundeslade vom Heiligen Land nach Europa zu rekonstruieren. So, da sind sich die Forscher und Journalisten sicher, konnten sie schließlich den heutigen Standort der Bundeslade lokalisieren.

"Die echte Bundeslade befindet sich nach einem kurzen Gastspiel im Vatikan seit dem Jahr 1145 in Frankreich", schließt Wabbel. "Die Templer erschufen ein ausgeklügeltes System, um die Lade zu verbergen, denn ihr Besitz war gefährlich in Zeiten blutiger Judenpogrome. So wandelte sich auch insgeheim der Glaube der Templer vom Christentum zum Judentum. Das Idol Baphomet - übersetzt Speisetruhe - das die Templer laut Inquistion angebetet haben sollen, gibt Auskunft vom einstigen Besitz der Lade durch die Templer. Denn in einem Krug wurde einst die himmlische Speise Mannah der Israeliten in der Bundeslade aufbewahrt. Der Baphomet der Templer ist also nichts anderes als die Bundeslade."

Zuletzt kursierten verschiedene Theorien über die Natur des Templerschatzes, die vom Turiner Grabtuch bis zum Schädel Jesu Christi reichten. Doch keine dieser Thesen konnte mit glaubwürdigen Beweisen untermauert werden.

Das am 23. August erschienene Buch "Der Templerschatz - Eine Spurensuche“ erhältlich. Es enthält ein Nachwort der Kunsthistorikerin Dr. Wiltraud Resch von der "Universität Graz", ein umfangreiches Quellenverzeichnis mit 391 Referenzen, vierzig s/w-Abbildungen und ein Schlagwortregister.

Quelle: grenzwissenschaft-aktuell.de
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