Rätselhaftes Geisterschiff

Geisterschiff
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Geisterschiff

 
25.04.2007 - 12:09 Uhr

Die Australische Küstenwache hat Mitte April ein Geisterschiff gefunden. Selbst das Essen stand noch auf dem Tisch und die Elektronik funktionierte einwandfrei. Nun stehen die Behörden vor einem Rätsel. Wo ist die dreiköpfige Mannschaft geblieben?

Seit Anbeginn der Seefahrt kursieren immer wieder Berichte von vermeintlichen Geisterschiffen. Rätselhafte Schiffe, die aus irgendwelchen unerklärlichen Gründen von der Besatzung aufgegeben wurden und von deren Mannschaft jede Spur fehlt.

Gerne bezeichnet man solche Geschichten als Seemannsgarn. Der Klassiker ist dabei der "Fliegende Holländer".

Doch es gibt solche Geisterschiffe. Berühmt ist vor allem der Fall der Mary Celeste, die mit gesetzten Segeln im Atlantik gefunden wurde. Keine Spur von der Mannschaft, kein Hinweis, dass das Schiff beschädigt war und zu sinken drohte. Die Ermittler standen damals vor einem Rätsel.

Bis heute ist unbekannt, was mit der Mannschaft des Schiffes geschehen ist. Die Thesen reichen von Meuterei bis zu Entführungen durch Aliens. Neue Theorien sprechen von einer Explosion der Ladung. Die Mary Celeste hatte Industriealkohol geladen. Und tatsächlich waren einige Fässer Leck geschlagen. Könnte es also zu einer Verpuffung gekommen sein in deren Folge die Mannschaft übereilt das Schiff verließ und in den Weiten des Atlantik ums Leben gekommen ist? Niemand weiß etwas Genaues.

Doch wie die Presseagenturen AFP, AP und dpa Mitte April 2007 berichteten, wurde nun erneut ein Geisterschiff vor der Küste Australiens gefunden!

80 Seemeilen vor der Nordküste Australiens am berühmten Great Barrier Reef fand ein Patrouillenboot den Katamaran "Kaz II". Die Segel des Bootes waren gehisst, das Essen stand auf dem Tisch, der Motor lief, das Navigationssystem funktionierte einwandfrei, die Rettungswesten und ein Schlauchboot waren an Bord und ebenso waren die Signalfeuer unbenutzt! Die drei australischen Besatzungsmitglieder werden vermisst.

Die Rettungsmannschaft stand vor einem Rätsel. John Hall, Sprecher der Rettungsbehörden im australischen Queensland, zeigte sich über den Fund des Bootes mehr als erstaunt:

"Der Motor und die Computer an Bord liefen, ein Laptop stand einsatzbereit auf dem Tisch, das Funkgerät funktionierte. Essen und Besteck standen auf dem Tisch, aber keine Spur von der Besatzung. Alles schien ganz normal."

Nirgendwo an Bord fanden sich Spuren irgendeines Problems. Jedoch war das Focksegel zerrissen. Umgehend wurde eine große Suchaktion nach den Besatzungsmitgliedern eingeleitet. Zwei Helikopter, zahlreiche Boote und neun Flugzeuge kamen zum Einsatz. Doch von den drei Besatzungsmitgliedern fehlte jede Spur.

Die Polizei in Australien steht vor einem Rätsel. Das Boot wird derzeit an Land untersucht und die Auswertung des GPS-Systems soll Klarheit über die Route des Bootes geben. Doch der Verbleib der Mannschaft bleibt ungeklärt. Sind sie von Bord gespült worden? Wenn ja, warum haben sie keine Rettungswesten angelegt gehabt? Oder wurden sie Opfer von Piraten? Doch warum ließen die Piraten dann die teuren elektronischen Geräte an Bord?

Das Schicksal der Besatzung wird möglicherweise für immer ein Rätsel bleiben: Die Behörden stellten die Suche nach der dreiköpfigen Crew inzwischen ein. "Das ist tragisch für die Angehörigen und die Betroffenen - aber es ist unwahrscheinlich, dass wir je herausfinden, was genau passiert ist", sagte Polizeiermittler Warren Webber.

Die Familien der Besatzungsmitglieder haben angekündigt, die Suche nach ihren Angehörigen fortsetzen. Charterboote sollten die Inseln der Region nach den Vermissten absuchen, sagte Shane Webber, Tochter des Seglers James Tunstead. Die Familien hoffen, dass ihre Angehörigen sich schwimmend retten konnten.

Quelle: freenet.de
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