Rätsel-Spuren im Sand

Rätsel-Spuren im Sand
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Rätsel-Spuren im Sand

 © Getty Images
11.04.2006 - 22:00 Uhr

Kornkreise gibt es seit unbekannten Jahren in allen Teilen der Erde. Doch der Name passt nicht ganz, denn auch in Mais oder zum Beispiel Schnee erscheinen solche Formationen. Und ebenso im Sand der äygptischen Wüste.

Kornkreise sind seit Jahrhunderten offenbar ein unerklärliches Phänomen. Forschungen wie zum Beispiel durch den mit dem Hedri-Preis der Dr. Andreas Hedri Stiftung an der Universität Bern ausgezeichneten Kornkreisforscher und Autoren Andreas Müller haben klare Hinweise darauf erbracht, dass das Phänomen keine Erfindung der Neuzeit ist.

Mit absoluter Sicherheit sind zahlreiche Kornkreise in alle Welt das Werk von Betrügern und Fälschern. Schon seit vielen Jahren machen sich in jedem Sommer vor allem in England Menschen daran, Muster in Getreidefelder zu trampeln. Doch zahlreiche Kornkreisforscher sind sicher, dass es ein "echtes" und nicht zu erklärendes Phänomen hinter diesen scheinbar uralten Erscheinungen gibt.

Auch hat die Kornkreisforschung vor allen in den letzten zehn bis 15 Jahren darauf hingewiesen, dass der Begriff "Kornkreis" eigentlich irreführend ist. Die Muster sind inzwischen keine einfachen Kreise mehr und vor allem erscheinen diese Gebilde nicht nur in Kornfeldern. Auch in Wiesen, Mais- und Reisfeldern, Eis, Schnee erscheinen solche Formationen.

Und das nicht nur in Südengland, wie die Kritiker meinen, sondern schon seit unbekannten Jahren in allen Teilen der Welt. Erst im Sommer 2005 wurde in Zentralpolen beispielsweise eine groß angelegte Überwachungsaktion von Feldern gestartet, auf denen in den letzten Jahren immer wieder Getreidefeldmuster erschienen sind.

Auch Asien hat Kornkreise, die dort beispielsweise in Reisfeldern erscheinen. Auch hier ist die Ursache bislang nicht vollkommen geklärt.

Spannend wird es, wenn von sonderbaren Zeichen im Sand berichtet wird. So etwa der Forscher Michael Hesemann, der 1993 in seinem Buch "Botschaft aus dem Kosmos" berichtet, dass eine Zeugin in Ägypten ein seltsames Zeichen im Sand gesehen habe.

Die Zeugin Charlotte Wüsthoff aus Düsseldorf schildert, dass sie am 28. November 1992 mit einem Flug der "Egypt Air" auf dem Weg von Kairo ans Rote Meer war. In Höhe von Port Safaga blickte sie aus dem Fenster und sah im Sand der Wüste eine rätselhafte Formation, die an die Kornkreise im Süden Englands erinnerte. Es war ein Kreis von dem aus eine Art gedrehtes "F" abging und dessen langer Schenkel von einem zweiten Kreis umrundet wurde (siehe Skizze).

Was mögen diese Zeichen im Sand Ägyptens bedeuten und wie mögen sie entstanden sein? Besonders das gedrehte "F" ist in den Jahren um 1992 bei zahlreichen Formationen beobachtet worden.

Ein zweites Zeichen im Sand Ägyptens kann sich jeder Benutzer von Google Earth selbst ansehen, worauf der Kornkreis-Forscher Andreas Müller auf seiner Internetseite www.kornkreise-forschung.de hinweist. Auf den Koordinaten 29° 57' 28.68'' N 31° 07' 07.53'' E findet sich südlich der Pyramiden von Giza ein etwa 50 Meter großer, perfekter Kreis im Wüstensand. Neben diesem nicht ausgefüllten Rundkreis findet sich, so scheint es, ein zweiter, sehr kleiner Kreis oder Punkt.

Was ist das? Leider ist unbekannt, wann die Aufnahme der Region, die bei Google Earth zu sehen ist, gemacht wurde. So ist es ebenfalls unbekannt, ob noch heute diese Formation zu sehen ist. In Ägyptern erkannt man aus der Luft zahlreiche Spuren archäologischer Hinterlassenschaften. Doch kreisrunde Spuren der alten Ägypter sind bis heute unbekannt. Ist es ein Kornkreis im Sand?

Quelle: freenet.de
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