Riesen-Flohkrebse in sieben Kilometern Meerestiefe

Dr. Alan Jamieson mit einem der gefangenen Riesen-Flohkrebse ©
Oceanlab, University of Aberdeen, UK
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Dr. Alan Jamieson mit einem der gefangenen Riesen-Flohkrebse © Oceanlab, University of Aberdeen, UK

 

Aberdeen/ Schottland - In sieben Kilometern Meerestiefe hat ein Tiefsee-Expeditionsteam vor Neuseeland eine ungewöhnlich große Art von Flohkrebse entdeckt. Während die Tierchen für gewöhnlich maximal bis zu drei Zentimeter groß werden, erreichen die "Supergiant"- Amphipoden mit rund 30 Zentimetern gut die zehnfache Größe ihrer Verwandten.

Bereits zuvor konnten in antarktischen Gewässern und vor Hawaii zwar Exemplare von bis zu 10 Zentimetern gefunden werden, doch die nun entdeckten "supergroßen" Krebse erstaunen selbst die Biologen. Während das größte gefangene Exemplar 28 Zentimeter erreichte, schätzen die Forscher die Größe eines von den Unterwasserkameras gefilmten Exemplars auf rund 34 Zentimeter. "Das war etwa so, als hätten wir eine ein Meter große Kakerlake gefangen", so Dr. Alan Jamieson vom Oceanlab der University of Aberdeen.

Wie die Forscher der University of Aberdeen, des National Institute of Water & Atmospheric Research (NIWA), des Te Papa Tongarewa Museums und des Whitman Colleges berichten, gelang die Entdeckung in rund 7.000 Metern Tiefe bei einem Tauchgang auf bis zu 9.000 Meter. Hierbei erhofften sich die Forscher eigentlich Tiefsee-Scheibenbäuche (Liparidae) zu fangen, die schon zuvor fotografiert werden konnten.

"Als dann unsere Fallen zurück an die Oberfläche kamen, waren wir zunächst über die tatsächlich gefangenen Scheibenbäuche erfreut, doch wenige Momente später entdeckten wir diese riesigen Krebse - größer als wir sie bislang je gesehen hatten", erinnert sich Jamieson.

"Der Fund bestätigt erneut die Erkenntnis: Je genauer man hinsieht, desto mehr findet man auch. Dass eine derart große und auffällige Tierart bislang undentdeckt blieb, zeigt einmal mehr, wie wenig wir über die einzigartigen Lebenswelten der Tiefsee wissen", so der NIWA-Wissenschaftler Dr. Ashley Rowden.

"Das Erstaunliche an unserer Entdeckung ist zudem die Tatsache, dass wir diese Tiefen bereits erkundet haben", fügt Jamieson hinzu. Tatsächlich haben wir an genau derselben Stelle einige Tage später erneut gesucht und keinerlei Exemplare der Flohkrebse finden können. Sie waren offenbar nur an diesem einen Tag an dieser Stelle und waren schon einen Tag später wieder verschwunden."

Quelle: grenzwissenschaft-aktuell.de
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