Schreibtisch-Planetenjäger finden erstmals Exoplaneten

Das Sichtfeld des Weltraumteleskops Kepler © NASA
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Das Sichtfeld des Weltraumteleskops Kepler © NASA

 

New Haven/ USA - Seit vergangenen Dezember beteiligen sich rund 40.000 Internetnutzer im Rahmen des Projekts "Planet Hunters" an der Auswertung von Daten des NASA-Weltraumteleskops "Kepler", das nach kleinsten Helligkeitsschwankungen im Licht von rund 150.000 fernen Sterne such, die auf dortige Planeten schließen lassen. Nun konnten die ersten beiden Exoplaneten-Kandidaten bekannt gegeben werden, die von den "Schreibtisch-Planetenjägern" auf diese Weise entdeckt wurden.

Wie die das Projekt leitenden Forscher um Debra Fischer von der "Yales University" aktuell im Fachmagazin "Monthly Notices of the Royal Astronomical Society" berichten, umkreisen die beiden Planeten ihre "Sonnen" in 10 und 50 Tagen. Der Radius der Planeten beträgt in einem Fall 2,5 und anhand des zweiten Planeten 8 Erdradien. Bei dem kleineren der beiden Planeten, so berichten die Forscher, könnte es sich sogar um einen Felsplaneten handeln, allerdings umkreisen beiden Planeten ihre Sterne außerhalb der sogenannten "habitablen Zone", jener Abstandsregion also, innerhalb derer aufgrund gemäßigter Oberflächentemperaturen Wasser in flüssiger Form und damit die Grundlage für Leen, wie wir es von der Erde kennen, existieren kann.

Anhand von Folgebeobachtungen durch die ebenfalls am "Planet Hunter"-Projekt beteiligten Astronomen der "University of Oxford" und des "Adler Planetariums" in Chicago, zeigen sich die Experten nun zu 95 Prozent sicher, dass es sich tatsächlich um Exoplaneten handelt.

Bislang haben die Kepler-Wissenschaftler schon rund 1.200 Planeten-Kandidaten entdeckt, die nun anhand weiterer Beobachtungen, teilweise auch mittels erdgebundener Teleskope überprüft werden müssen, bevor sie tatsächlich als Exoplaneten anerkannt werden.

Quelle: grenzwissenschaft-aktuell.de
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