Schwarzes Loch der Erde näher als gedacht

Schwarzes Loch (Illu.) © sron.nl
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Schwarzes Loch (Illu.) © sron.nl

 

Wie die Astronomen um Peter Jonker vom "SRON Netherlands Institute for Space Research" (www.sron.nl) berichten, beträgt die Entfernung zwischen Erde und dem Schwarzen Loch "nur" 7800 Lichtjahre. Damit ist das Schwarze Loch nur etwa halb so weit von der Erde entfernt wie bislang angenommen. Gemessen wurde der Abstand mittels Radioemissionen aus dem Schwarzen Loch selbst.

Astronomische Entfernungen können durch die Messung der sogenannten trigonometrischer Parallaxe ermittelt werden. Hierbei handelt es sich um die Veränderung der Blickrichtung zu einem Objekt gegenüber dem Himmelshintergrund der durch die jährliche Bewegung der Erde um die Sonne hervorgerufen wird. Die trigonometrische Parallaxe basiert somit auf der Triangulation, ihre Basislänge ist der Durchmesser der Erdbahn. Darüber hinaus spricht man auch von der täglichen Parallaxe die durch die Rotation der Erde hervorgerufen wird. Je weiter das Objekt entfernt ist, desto kleiner ist die Parallaxe.

Die niederländischen Wissenschaftler haben diese Methode nun erstmals auf das der Erde nächstgelegene Schwarze Loch angewendet, welches durch den Stern V404 Cygni im Sternbild Schwan indirekt sichtbar wird, dessen äußere Hülle bereits in das Schwarze Loch hineingezogen wurden. Bevor diese Gase vollständig in das Schwarze Loch hineinstürzen, bilden sie noch einmal eine Plasmascheibe rund um das allesfressende kosmische Monster. Die während dieses Vorgangs abgegebene Röntgen- und Radiostrahlung diente den Forschern als Grundlage für ihre Messungen der trigonometrischen Parallaxe des binären Systems aus Stern und Schwarzem Loch.

Anhand der neuen Werte können die Forscher nun ach sagen, dass das Schwarze Loch einst aus einer Supernova hervorgegangen war und es mit einer Geschwindigkeit von 40 Kilometer pro Sekunde durchs All rast. Aus den neuen Daten erhoffen sich die Forscher nun neue Erkenntnisse übe die Entstehung Schwarzer Löcher. So könne nun möglicherweise die Frage geklärt werden, ob es einen Unterschied zwischen Schwarzen Löchern gibt, die unmittelbarer aus dem Kollaps eines Sterns ohne Supernova entstehen und jenen, die aus einer solchen Sternenexplosion hervorgehen.

Quelle: grenzwissenschaft-aktuell.de
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