"Supermond" zieht Himmelsgucker in seinen Bann

Ein besonders großer und heller "Supermond" hat am Montag
Himmelsgucker weltweit in seinen Bann gezogen: Auf Hochhausdächern,
in Sternwarten oder an weitläufigen Stränden beobachteten viele
Menschen den Vollmond.
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Ein besonders großer und heller "Supermond" hat am Montag Himmelsgucker weltweit in seinen Bann gezogen: Auf Hochhausdächern, in Sternwarten oder an weitläufigen Stränden beobachteten viele Menschen den Vollmond.

© BORIS HORVAT - AFP
14.11.2016 - 21:33 Uhr

Ein besonders großer und heller "Supermond" hat am Montag Himmelsgucker weltweit in seinen Bann gezogen: Auf Hochhausdächern, in Sternwarten oder an weitläufigen Stränden beobachteten sie zunächst in Asien und Australien sowie später auch hierzulande, wie der pralle Vollmond kurz nach Sonnenuntergang am Himmel sichtbar wurde. Dabei stand der Mond der Erde so nah wie seit 1948 nicht mehr.

Sydneys östlicher Vorort Bronte entwickelte sich zu einem Magneten für tausende Schaulustige, die einer Facebook-Einladung folgend mit Picknickmatten und Kameras zu einem schmalen Strand strömten. Das kurze Erscheinen des Vollmonds wurde mit begeisterten Rufen der Bewunderung begrüßt, bevor der Trabant wieder hinter schweren grauen Wolken verschwand.

In Hongkong verfolgten Touristen, Büroangestellte und Paare vom Hafen aus, wie der "Supermond" sich über die Wolkenkratzer im Finanzdistrikt erhob. In Peking kletterte der Mond spektakulär über die Skyline der chinesischen Hauptstadt. Auch in ganz Indien war der "Supermond" zu sehen, in der Hauptstadt Neu Delhi, weltweit eine der Städte mit der größten Umweltverschmutzung, allerdings nur mit Einschränkungen durch den giftigen Smog.

Dicke Wolken verdarben die Show zum Teil auch in europäischen Hauptstädten wie London, Paris, Berlin und Rom. Dagegen zeigte sich der Trabant in voller Pacht über der Akropolis in Athen.

Auch in Teilen Ostafrikas, vom kenianischen Nairobi bis zum tansanischen Daressalaam, war der große Mond gut zu sehen. Im südafrikanischen Johannesburg machte dagegen ein Sturm das Spektakel zunichte. Aber in Kapstadt lohnte sich der Aufstieg zum Gipfel des Lion's Head wegen des atemberaubenden Blicks auf den "Supermond", der sich in der Bucht unterhalb spiegelte.

In Deutschland war der Mondaufgang vor allem im Südosten bei wolkenfreiem Himmel teils gut zu sehen. In der Nordwesthälfte versperrte hingegen vielerorts eine dichte Wolkendecke den Blick zum Himmel.

"Supermond" wird volkstümlich ein Vollmond genannt, bei dem der Trabant der Erde besonders nahe steht. Der Mond erscheint dann 14 Prozent größer und 30 Prozent heller als ein Vollmond, bei dem sich der Erdtrabant auf seiner elliptischen Umlaufbahn in großer Entfernung befindet.

Am Montag näherte sich der Mond der Erde bis auf gut 356.500 Kilometer - zum Vergleich: Im Durchschnitt ist der Erdtrabant 384.400 Kilometer entfernt. Astronomen zufolge ist der Unterschied zwischen einem "Supermond" und einem "normalen" Vollmond hoch am Himmel allerdings für ungeübte und nicht informierte Himmelsgucker kaum wahrnehmbar.

Beim Mondaufgang allerdings erscheint die Scheibe des Erdtrabanten riesig - was freilich nichts mit dem "Supermond" zu tun hat, sondern mit einem Phänomen namens Mondtäuschung. Warum der Mond in Horizontnähe stets deutlich größer erscheint als hoch am Himmel, ist noch nicht abschließend geklärt. Sicher ist aber, dass es sich um eine optische Täuschung handelt.

Quelle: 2016 AFP
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