Tesla-Gründer Musk will bei Ausstieg aus Klima-Abkommen Trump nicht mehr beraten

Als Reaktion auf die Abkehr von US-Präsident Donald Trump vom
Pariser Klimaschutz-Abkommen zieht sich Tesla-Chef Elon Musk aus
den Beratergremien der Regierung zurück. "Der Klimawandel ist echt.
Paris zu verlassen ist nicht gut", twitterte Musk.
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Als Reaktion auf die Abkehr von US-Präsident Donald Trump vom Pariser Klimaschutz-Abkommen zieht sich Tesla-Chef Elon Musk aus den Beratergremien der Regierung zurück. "Der Klimawandel ist echt. Paris zu verlassen ist nicht gut", twitterte Musk.

© NICHOLAS KAMM, Brendan Smialowski - AFP/Archiv
01.06.2017 - 13:44 Uhr

Mit einem Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen würde US-Präsident Donald Trump der Politik vieler Unternehmen im Land zuwiderlaufen. Tesla-Chef Elon Musk etwa drohte im Falle eines Ausstiegs mit seinem Rückzug aus Beratergremien der Regierung. Zahlreiche US-Konzerne haben sich seit Jahren schon dem Klimaschutz verpflichtet. Bei der Aktionärsversammlung des Ölkonzerns ExxonMobil forderte eine Mehrheit der Anteilseigener am Mittwoch gar, die Geschäftspolitik stärker an Klimaschutzzielen auszurichten.

Musk schrieb, er habe "alles getan", um bei Trump zu erreichen, dass die USA dem Klimaschutzabkommen treu bleiben. In dem Vertrag steckt sich die Weltgemeinschaft das Ziel, die Erwärmung des Erdklimas auf "deutlich unter zwei Grad" im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Die USA hatten das Abkommen im September 2016 unter Trumps Vorgänger Barack Obama ratifiziert.

Musk, Gründer und Chef des Elektroautobauers Tesla, gehört zu den wenigen Spitzenmanagern der High-Tech-Branche, die mit Trump zusammenarbeiten. Der aus Südafrika stammende Technologie-Pionier, der auch Gründer der privaten Raumfahrtfirma SpaceX ist, gehört einem Wirtschaftsberatungsgremium des Präsidenten an und nimmt auch an dessen Jobinitiative für den Industriesektor teil. Musk hatte bereits im Februar erklärt, seine Beteiligung bedeute nicht, "dass ich mit Aktivitäten der Regierung einverstanden bin".

Auch viele andere US-Konzerne haben sich gegen einen Ausstieg aus dem Abkommen ausgesprochen - darunter auch solche, die auf den ersten Blick am meisten zu verlieren haben wie die Ölkonzerne Chevron und ExxonMobil. Die Aktionsversammlung des Öl- und Gaskonzerns beschloss am Mittwoch im texanischen Dallas mit der Mehrheit von 62,3 Prozent, dass die Geschäftsführung ihre Planungen stärker an Klimaschutzzielen ausrichten soll.

Das Votum war eine Niederlage für die Unternehmensführung, die vergeblich argumentiert hatte, der Klimaschutz werde bereits ausreichend berücksichtigt. Die Konzernleitung ist an das Votum der Anteilseigner allerdings nicht gebunden. Unternehmenschef Darren Woods sagte, der Konzern werde nun im Licht des Aktionärsbeschlusses seine Planungen nochmals sorgfältig "überprüfen".

Umweltaktivisten unter den Aktionären konnten offenbar die mächtigen US-Investmentfonds Blackrock und Vanguard auf ihre Seite ziehen, die größten Anteilseigner bei ExxonMobil. Beide Fonds hatten im Vorfeld der Abstimmung signalisiert, dass sie bereit sind, ihre früheren Positionen zu überdenken.

Eingebracht wurde der Beschlussentwurf zum Klimaschutz vom Pensionsfonds des Bundesstaates New York. Durch die Resolution wurde der Konzern aufgefordert, jährlich darüber Rechenschaft abzulegen, ob seine Planungen mit verschiedenen politischen Szenarien zum Klimaschutz vereinbar sind.

"Unternehmen verstärken ihre Klimaschutz-Verpflichtungen, weil sie damit Geld sparen, ihre Risiken reduzieren und, was am wichtigsten ist: Es ist ein enormes Marktpotenzial", erklärt Kevin Moss vom Umweltschutz-Experteninstitut World Resources. Er erwartet, dass die Unternehmen, die sich dem Klimaschutz verpflichtet haben, dies auch weiterhin tun.

Der US-Präsident will am Donnerstag seine Entscheidung zum Pariser Klimaabkommen bekannt gegeben. Nach US-Medienberichten hat er entschieden, dass die USA aus dem Abkommen aussteigen.

Quelle: 2017 AFP
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