Vatikan-Astronom will Außerirdische taufen

Der Kurator der päpstlichen Meteoritensammlung von Castel
Gandolfo, Guy Consolmagno © Kevin Nickerson
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Der Kurator der päpstlichen Meteoritensammlung von Castel Gandolfo, Guy Consolmagno © Kevin Nickerson

 

Birmingham/ England - Auf dem "British Science Festival" hat sich der Leiter der weltgrößten Meteoritensammlung, an der vatikanischen Sternwarte von Castel Gandolfo, der Astronom Dr. Guy Consolmagno zwar davon überzeugt gezeigt, dass es außerirdisches Leben gibt - glaubt aber nicht, dass die Menschheit jemals mit diesen Außerirdischen in Kontakt treten wird. Sollte eine solche Begegnung dennoch geschehen, würde er gerne einen Außerirdischen taufen.

In seinem Vortrag äußerte sich der vatikanische Astronom zugleich äußerst kritisch gegenüber kreationistischen Theorien im Sinne des "Intelligent Design", wonach nur ein intelligenter Schöpfergott offene Fragen in der Evolutionstheorie erklären könne. Derartige Ausführungen bezeichnete Consolmagno wörtlich als "schlechte Theologie" (bad theology).

Als bekennende Science Ficton Fan erklärte der Astronom, dass er selbst schon seit langer Zeit die Vorstellung außerirdischen Lebens befürworte. Seinen Wunsch, Außerirdische zu taufen, würde er jedoch nur unter der Bedingung umsetzen wollen, dass er von diesem auch darum gebeten werden würde.

Die Wahrscheinlichkeit, dass wir jedoch in absehbarer Zukunft intelligentes Leben entdecken geschweige denn mit diesem kommunizieren können werden, hält der vatikanische Astronom jedoch für schwindend gering.

Der Begriff Seele definiere sich unter anderem durch Intelligenz, freien Willen, der Freiheit der Liebe und Entscheidungsfreiheit. Derartige Eigenschaften seien möglicherweise nicht alleine auf die Menschheit beschränkt. "Jedes Individuum, egal wie viele Tentakel es auch hat, hat auch eine Seele", so Consolmagno scherzend. Im Gegensatz dazu würden Maschinen wahrscheinlich nie intelligent oder menschlich genug, um eine Seele zu haben.

Quelle: grenzwissenschaft-aktuell.de
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