Versunkene "Weiße Stadt"

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Unter den von Mythen und Legenden umrankten versunkenen Städten sind vor allem Atlantis oder El Dorado berühmt. Irgendwo in den Anden soll El Dorado gelegen haben und von den Inkas in Peru mit unermesslichen Reichtümern ausgestattet worden sein. Gefunden wurde sie trotz zahlreicher Expeditionen nie.

Eben nicht gefunden wurde eine Stadt, die an den Quellen des Amazonas liegen soll. Auch wenn einige Autoren diese als El Dorado ansehen, so ist bis heute kein Beweis gefunden worden, der auf diese Stadt schließen ließ – nur Indizien, wie Funde aus unbekannten und [LINK "http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3890943160/freenetdetag" ]versunkenen Kulturen.

Ein Sinnbild für geheimnisvolle, verlorene Städte ist die "Weiße Stadt", über die im Osten von Honduras Spekulationen und Legenden kursieren. Und vieles spricht für die tatsächliche Existenz der Ciudad Blanca, obwohl definitive Beweise in Form von archäologischen Funden bislang fehlen. Alle Expeditionen zur Weißen Stadt scheiterten bis heute.

Die Weiße Stadt soll in einer menschenleeren, schwer zugänglichen Gebirgsgegend im Gebiet von Las Mosquitias an der Ostküste von Honduras liegen. Teilweise findet man sie sogar auf Karten des Landes, obwohl niemand weiß, ob die Angaben stimmen. Bereits im Jahr 1554 schrieb der Bischof von Honduras, Cristobal Pedraza, einen Bericht an den spanischen König, in dem er die Kultur dieser Metropole erwähnt.

Östlich der Stadt Trujillo erreichte er eine Bergkette, hinter der ein sehr ausgedehntes, unwegsames Dschungelgebiet lag. In diesem Tal entdeckte der Bischof von Honduras ausgedehnte Siedlungen eines ihm unbekannten Volkes. Pedrazas indianische Begleiter konnten sich mit den Einheimischen dieses Gebietes gut verständigen. Pedraza erwähnt in seinem Bericht einige Merkwürdigkeiten der fremden Kultur. So will er unter den Einwohnern der Weißen Stadt auch "weiße Indios, von gleicher Hautfarbe wie die Spanier" gesehen haben.

Weiter beschreibt der Bischof ein aus seiner Sicht heidnisches Ritual, bei dem sich Männer des Stammes an langen Lianen von der Spitze eines Turmes oder auch einer Pyramide herablassen, um auf diese Weise die Herabkunft ihrer Götter oder himmlischen Lehrmeister darzustellen. Pedraza berichtete, dass die Mitwirkenden dieser Zeremonie in merkwürdige, den ganzen Körper bedeckende Gewänder gekleidet gewesen sein und Helme aus einem seltsamen Metall trugen, die nur schmale Sehschlitze freiließen. Pedraza vergleicht diese Kleidung mit den Rüstungen der spanischen Konquistadoren, beschreibt sie aber als "sehr viel feiner gearbeitet".

Seitdem im 20. Jahrhundert dann regelmäßig Flugzeuge den Dschungel von Honduras überquerten, gab es immer wieder Piloten, die aufgeregt von einer großen, weiß schimmernden Siedlung inmitten des Urwaldes berichteten. Im Gebiet von Las Mosquitias sind die Indios von der Existenz dieser Weißen Stadt zutiefst überzeugt, wenn sie dem unerfahrenen Fremden auch abraten, sich auf eine Expedition dorthin zu begeben. Es gibt recht genaue Beschreibungen dieses Ortes, die nicht erfunden sein können.

Auch Anthropologen und Historiker sind zu der Überzeugung gelangt, dass die Weiße Stadt nicht nur ein Fantasiegebilde ist, sondern tatsächlich existiert. Östlich der Mayastadt Copan und nordwestlich der Länder des Inkareiches befindet sich eine Zone, die bislang weitgehend unerforscht ist. Hier hat es mit Sicherheit Völkerwanderungen und Kommunikation zwischen den beiden Kulturkreisen gegeben.

Vor allem in Honduras deuten zahlreiche archäologische Befunde auf eine Zivilisation hin, die den Maya bekannt und ihnen kulturell verwandt war. Forscher wie George Haselmann vom Institut für Anthropologie und Geschichte in Honduras verweisen darauf, dass Funde, die in Honduras gemacht worden sind, und sich nicht dem Kulturkreis der Maya zuordnen lassen, auf die Existenz einer großen, eigenständigen Metropole hindeuten. War dies die verlorene Weiße Stadt im Dschungel?

Möglicherweise ist die Ciudad Blanca sogar immer noch bewohnt – wenn es sie denn gibt. Jedenfalls deuten darauf die Beschreibungen der Piloten hin, welche die Stadt überflogen haben. Sie sprachen in ihren Berichten übereinstimmend von einem sehr guten bis ausgezeichneten Erhaltungszustand der Gebäude im Dschungel. Bei einer verlassenen Siedlung dürfte das nicht der Fall sein, sondern diem Stadt wäre vom Urwald fast bis zur Unkenntlichkeit überwuchert.

Ein solches Bild bot sich auch den ersten europäischen Entdeckern, die sich im Tropenwald Mittelamerikas auf die Suche nach versunkenen Orten der Maya machen. Sie fanden völlig vom Urwald überwucherte Tempel, Pyramiden , Paläste und Häuser die über Jahrzehnte Hinweg ausgegraben werden mussten. Aus der Luft erkennt man bei bis heute archäologisch nicht restaurierten Orten nur überwachsene Hügel.

Autor: Lars A. Fischinger

Quelle: freenet.de
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