Gewinnspiele: So erhöht man seine Chancen

Achtung: Handelt es sich um einen seriösen Gewinnspiel-Anbieter oder versucht eine zwielichtige Firma mit großen Preisversprechen nur, an private Daten zu kommen?
Flickr Hauptgewinn Proton Gen-2 CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten
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Achtung: Handelt es sich um einen seriösen Gewinnspiel-Anbieter oder versucht eine zwielichtige Firma mit großen Preisversprechen nur, an private Daten zu kommen?

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Gewinnspiele begegnen uns überall. Die Erfolgschancen sind meist gering. Trotzdem gibt es einige Tricks, mit denen man dem Erfolg auf die Sprünge helfen kann.

Gewinnspiele sind allgegenwärtig: Ob auf Seiten wie dieser, in der Tageszeitung oder auf Großveranstaltungen wie Konzerten oder Messen. Fast täglich locken wertvolle Preise. Die Gewinnchancen sind gefühlt aber sehr klein. Manche gewinnen jedoch regelmäßig etwas. Wie schaffen sie das?

Die Auswahl entscheidet
Ein entscheidendes Kriterium dafür, ob man einen Preis einstreicht oder nicht, ist eine sorgfältige Auswahl der Gewinnspiele. Die Teilnehmerzahl ist einer der größten Einflussfaktoren. Wer bevorzugt an Verlosungen teilnimmt, bei denen weniger Menschen mitmachen, erhöht seine Gewinnchance enorm. Nehmen beispielsweise 60 Menschen an einer Verlosung von 20 Preisen teil, liegt die eigene Gewinnchance bei 1:3. Sind es hingegen 6.000 Menschen, verringert sich die Gewinnwahrscheinlichkeit auf 1:300. Kleinere Nischen-Verlosungen von unbekannteren Internetblogs oder kleinen Fachgeschäften in der Umgebung haben in der Regel weniger Teilnehmer. Tendenziell machen heute auch nur noch weniger Menschen bei solchen Verlosungen mit, die die Einsendung eines Briefes oder einer Postkarte erfordern. Gründe dafür sind der vergleichsweise hohe Aufwand und die Portokosten. Lässt ein Gewinnspiel die Teilnahme via Internet und per Post zu, sollte man aber immer den Postweg wählen (dabei aber Versandzeit und Gewinnspielfrist abgleichen!).

Die Deadline beachten
Wer beispielsweise bei seriösen Facebook-Verlosungen mitmachen und gewinnen möchte, sollte darauf schauen, wie viele Leute bereits teilgenommen haben. Sind es nur wenige, ist die Chance relativ hoch, vielleicht den Preis zu bekommen. Wichtig hierbei ist allerdings die Deadline der Aktion. Ist sie demnächst erreicht, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Teilnehmerzahl bei diesem Gewinnspiel auch halbwegs gering bleibt. Vergeht bis zur Frist noch sehr viel Zeit, ist es wahrscheinlich, dass noch viele weitere Menschen bei der Aktion mitmachen. Allgemein nehmen weniger Leute an Gewinnspielen teil, die eine kurze Laufzeit haben – vor allem dann, wenn wenig dafür geworben wird.

Mehr Preise bedeuten höhere Gewinnchancen
Je mehr Preise es zu gewinnen gibt, desto höher ist die Gewinnchance. Das setzt allerdings voraus, dass die Teilnehmerzahl in einem günstigen Verhältnis zur Anzahl der Preise steht.

Kreativ-Aktionen wählen
Die besten Chancen gibt es bei Kreativwettbewerben. Die wenigsten Leute nehmen sich wirklich Zeit für ein solches Gewinnspiel. Wenn man selbst ein Foto machen, etwas basteln oder eine Idee präsentieren muss, dann senden erfahrungsgemäß weniger Menschen Beiträge ein. Die persönliche Gewinnchance steigt dadurch. Auch bei schweren Quiz-Spielen sinkt die Teilnehmerzahl deutlich. Je schwieriger die Fragen sind, desto höher ist die Gewinnchance – vorausgesetzt, man selbst findet die richtigen Antworten. Bei schwierigen Quiz-Spielen und Kreativ-Aktionen sollte man natürlich nicht aus dem Blick verlieren, ob sich der Aufwand für die Preise lohnt.

Tricks bei der Teilnahme
Nicht nur die gezielte Auswahl von Gewinnspielen ist entscheidend. Wer an Verlosungen teilnimmt, kann auch mit einfachen Kniffen seine Gewinnwahrscheinlichkeit erhöhen.

Der Postkartentrick
Mittlerweile relativ bekannt ist der Postkartentrick. Karten, die einen Knick haben, können nicht an der Seitenwand der Lostrommel kleben. 3D-Sticker, Zacken oder Fransen auf der Karte erhöhen ebenfalls die Chancen, gezogen zu werden, weil sie aus den gewöhnlichen Einsendungen herausstechen. Selbst wenn eine Glücksfee blind aus einem Behältnis zieht, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass ihre Hand eine Karte greift, die ein ungewöhnliches Format hat. Kreative Verzierungen kommen auf Postkarten immer gut an, vor allem dann, wenn die Gewinner von einer Redaktion ausgewählt werden.

Ordentlich und verständlich
Wer bei einem Gewinnspiel mitmacht, sollte seinen Namen und die Adresse korrekt und leserlich schreiben. Muss man bei der Teilnahme zwei oder drei kurze Beschreibungssätze hinzufügen, sollte man auch darauf achten, dass der Text verständlich und ohne Rechtschreibfehler ist. Eine Einsendung, die nicht auf den ersten Blick zu identifizieren ist, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit beiseitegelegt.

Medientauglichkeit bei TV- und Telefon-Aktionen
Zur Teilnahme bei Gewinnspielen im Fernsehen oder Radio muss man häufig anrufen. Beim Telefongespräch sollte man freundlich und deutlich sprechen. Damit präsentiert man sich medientauglich und kommt automatisch in die engere Auswahl. Ein Kandidat, der kaum zu verstehen und unsympathisch ist, kommt bei anderen Zuschauern oder Radiohörern nicht gut an und taugt deshalb aus redaktioneller Sicht auch nicht als Gewinner.

Regelmäßig mitmachen
Wer an mehreren Gewinnspielen teilnimmt, erhöht die Wahrscheinlichkeit, einen Preis zu erhalten. Bei einigen Aktionen (hierzu unbedingt die AGB zum Gewinnspiel lesen!) kann man auch mehrfach teilnehmen. Dazu füllt man das Onlineformular einfach mehrfach aus oder schickt mehrere Karten an den Gewinnspielempfänger. Dabei sollte man aber darauf achten, dass man verschiedene Namen (unterschiedliche Familienmitglieder) verwendet. Postkarten sollte man an verschiedenen Tagen verschicken, damit sie sich in der Lostrommel gut verteilen. Wer bei vielen Aktionen mitmacht, sollte immer darauf bedacht sein, ausschließlich seriöse Gewinnspiele zu wählen und dabei so wenig private Daten wie möglich preiszugeben. Zudem sollte man sich eine Übersichtstabelle und eine Gewinnstatistik anfertigen. So behält man den Überblick, wie viel Zeit und Geld man investiert, und kann abschätzen, ob das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.

Quelle: freenet.de
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