Umfrage von Sky: Mehrheit der Bundesligisten für Video-Schiedsrichter

Umfrage von Sky: Mehrheit der Bundesligisten für
Video-Schiedsrichter
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Umfrage von Sky: Mehrheit der Bundesligisten für Video-Schiedsrichter

 © SID

Eine große Mehrheit der 36 Klubs in der Fußball-Bundesliga und im Unterhaus spricht sich für den Video-Schiedsrichter aus.

Unterföhring (SID) - Eine große Mehrheit der 36 Klubs in der Fußball-Bundesliga und im Unterhaus spricht sich für den Video-Schiedsrichter aus. Das ergab eine Umfrage des Pay-TV-Senders Sky nach den beiden spielentscheidenden Fehlentscheidungen in der Bundesliga am vergangenen Sonntag.

Vier Vereine enthielten sich der Stimme. Von den verbleibenden 32 Klubs sprachen sich 24 für den Video-Schiedsrichter aus, nur acht dagegen. Damit befürworten 66,6 Prozent aller Vereine bzw. 75 Prozent der Vereine, die eine Meinung in dieser Frage haben, den Video-Schiedsrichter.

Sky hatte die Frage gestellt: "Sind Sie grundsätzlich für oder gegen die Einführung eines Video-Schiedsrichters in der Bundesliga?" Die konkrete Umsetzung, wie genau ein Video-Schiedsrichter aussehen könnte, war dabei nicht Teil der Fragestellung.

Für den Videobeweis sprach sich auch Sky-Experte Markus Merk aus. "Wichtig ist erst einmal dieser Schritt. Wir sprechen über den Videobeweis und den Videoschiedsrichter. Es sind lange Wege, und ich hoffe, dass wir zu einer schnelleren Umsetzung kommen. Es muss irgendwann mal getestet werden in der Praxis, dann modifiziert und von Experten ausgeführt werden. Ich bin vollkommen davon überzeugt, dass es eine Revolution im Fußball sein wird. Aber in puncto Verbesserung und in keinem Fall eine Verschlechterung. Mit dem richtigen Konzept wird das Spiel nicht verzögert, sondern nur gerechter. Lasst es uns mal anpacken", forderte der dreimalige Weltschiedsrichter.

Am vergangenen Sonntag war die Begegnung 1. FC Köln gegen Hannover (0:1) durch ein klares Handtor von Leon Andreasen entschieden worden. Beim 1:0 des VfB Stuttgart gegen den FC Ingolstadt stand Torschütze Daniel Didavi im Abseits.

Hannovers Trainer Michael Frontzeck sprach sich eine knappe Woche nach dem glücklichen Sieg seiner Mannschaft in Köln gegen den Videobeweis aus: "Wir reden viel über den Videobeweis und was wir alles verändern wollen. Ich bin dafür, dass wir das Spiel so belassen, wie es jetzt ist. Es ist ein wunderbares Spiel, das auch ein Stück weit vom Drama sowie von den Fehlern der Schiedsrichter, Trainer und Spieler lebt. Letztendlich ist das Teil des Spiels, und von daher bin ich gegen den Videobeweis."

Quelle: 2015 SID (Sport Informationsdienst Neuss)
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