Formel 1: Model Harlow bei Zielflaggen-Fauxpas ohne Schuld

Formel 1: Model Harlow bei Zielflaggen-Fauxpas ohne Schuld
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Formel 1: Model Harlow bei Zielflaggen-Fauxpas ohne Schuld

 © SID
19.06.2018 - 10:01 Uhr

Der Zielflaggen-Fauxpas war der große Aufreger beim Großen Preis von Kanada, Rennleiter Whiting hat Topmodel Harlow allerdings von Schuld befreit.

Montréal (SID) - Der Zielflaggen-Fauxpas war der große Aufreger beim ansonsten eher langweiligen Großen Preis von Kanada, Rennleiter Charlie Whiting hat Topmodel Winnie Harlow allerdings von jeglicher Schuld freigesprochen. "Es handelte sich hier um das gleiche Problem wie 2014 in China. Es war einfach gesagt ein Kommunikationsfehler", sagte Whiting zu dem Vorfall: "Der Befehl zum Abwinken wurde ihr zu früh erteilt."

Verantwortlich für die Freigabe zum Schwenken war ein Vertreter des Motorsportvereins in Montreal. Dieser habe bei der Rennleitung erfragt, ob das Rennen bereits in der letzten Runde sei, erklärte Whiting. Die Rennleitung habe die Frage allerdings als Feststellung verstanden.

Dass Harlow die schwarz-weiß-karierte Flagge bereits nach 69 von 70 geplanten Runden schwenkte, hatte bei den Fans für Verwirrung und den Fahrern für Unverständnis gesorgt. "Sag ihnen, sie sollen nicht die Zielflagge schwenken, bevor es vorbei ist", beschwerte sich Rennsieger Sebastian Vettel (Ferrari/Heppenheim) im Boxenfunk. Harlow rechtfertigte sich gleich nach dem Rennen bei Twitter: "Man hat mir gesagt, ich soll die Flagge schwenken." Gemäß Reglement wurde das Rennen mit dem Stand nach 68 Runden gewertet.

Es war nicht der erste Fehler beim Abwinken eines Rennens im Milliardengeschäft Formel 1. Brasiliens Fußball-Ikone Pele verpasste 2002 in Sao Paulo seinen Einsatz, zwölf Jahre später in Shanghai war ein lokaler Marshall wie nun Harlow zu früh dran. Um eine weitere Wiederholung zu verhindern, erwägt der Weltverband FIA laut Whiting unter anderem eine Umstellung auf automatisch eingespielte LED-Signale.

Tatsächlich hatte die Rennleitung am Sonntag großes Glück, dass die Reihenfolge nach 70 Runden exakt der nach 68 Umläufen entsprach. "Nur" die beste Rennrunde von Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo aus der letzten Runde wurde nachträglich gestrichen, offiziell drehte diese nun sein niederländischer Teamkollege Max Verstappen im 65. Umlauf.

Quelle: 2018 SID (Sport Informationsdienst Neuss)
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