Fragen und Antworten zum Großen Preis von Kanada

Fragen und Antworten zum Großen Preis von Kanada
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Fragen und Antworten zum Großen Preis von Kanada

 © SID

Der siebte Lauf der Formel-1-Saison in Kanada steht an. Das Rennen in Montreal markiert den Abschluss des ersten Saisondrittels.

Montréal (SID) - Was steht an?

Der siebte Lauf der Formel-1-Saison in Kanada. Das Rennen auf der Ile Notre-Dame in Montreal (Sonntag, 20.10 Uhr/RTL und Sky) markiert den Abschluss des ersten Saisondrittels. Der 4,361 km lange Circuit Gilles Villeneuve zählt zu den Traditionsstrecken der Königsklasse, mit zwei Ausnahmen (1987 und 2009) ist Montreal seit 1978 fester Bestandteil im Rennkalender. Die Strecke ist bei den Piloten beliebt.

Was ist neu?

Die Boxenanlage! Etwa 40 Millionen Euro haben die Stadt und die Provinz Quebec investiert, um die seit 1988 betriebene und veraltete Infrastruktur zu ersetzen. Das Ergebnis kann sich nach zehn Monaten Bauzeit sehen lassen. Die moderne neue Anlage bietet vor allem den Teams mehr Annehmlichkeiten, der Platz in der Garage hat sich etwa mehr als verdoppelt. Das Strecken-Layout bleibt derweil unverändert - am Ausgang von Kurve 14 wartet weiter die gefürchtete "Wall of Champions", mit der selbst die größten Piloten der Formel-1-Geschichte bereits unliebsame Bekanntschaft gemacht haben.

Welcher Mercedes-Pilot gewinnt dieses Mal?

Zweifelsohne ist an der Spitze eine gewisse Langeweile eingekehrt. Die ersten sechs Rennen gewannen Lewis Hamilton oder Valtteri Bottas, fünf Mal feierte Mercedes einen Doppelsieg. Als dieser beim Großen Preis von Monaco zuletzt erstmals in der Saison 2019 ausblieb, machten Witze über die erste Krise bei den Silberpfeilen die Runde. Die gibt es natürlich nicht, dennoch steht Mercedes in Kanada vor einer besonders großen Herausforderung.

Woran liegt das?

An der Strecke. Der Anteil der langen Geraden ist auf dem Hochgeschwindigkeits-Kurs groß. Gefordert sind Topspeed, Bremsstabilität und Traktion - das kommt den Stärken der Ferrari, die sich in langsamen Kurven schwer tun, entgegen. Zwar dämpfte Teamchef Mattia Binotto die Erwartungen und äußerte sich im Vorfeld betont pessimistisch, die Chancen auf einen Erfolg der Roten sind dennoch größer als zuletzt. In Bahrain, wo Fahrer und Autos vergleichbare Herausforderungen vorfanden, dominierte die Scuderia zumindest im Training und Qualifying. Erneute Technikprobleme im Rennen wie damals bei Charles Leclerc sollten allerdings vermieden werden.

Was hat Mercedes entgegenzusetzen?

Es gibt schlechte Nachrichten für Ferrari und Sebastian Vettel. Für das Wochenende kündigte Mercedes das erwartete erste Motorenupgrade an. Hamilton und Bottas gehen mit einem verbesserten Paket an den Start, der Vorteil auf den Geraden könnte daher geringer ausfallen als von den Roten erhofft. Dann könnten am Ende doch wieder zwei Silberne den Sieg unter sich ausmachen. 

Quelle: 2019 Sport-Informations-Dienst, Köln
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