Djordjic zum Nein zur Nationalmannschaft: "Serben haben sich viel mehr bemüht"

08.05.2015 - 11:37 Uhr

Petar Djordjic hat seine plötzliche Abkehr von der deutschen Nationalmannschaft mit zu geringem Engagement des Deutschen Handballbundes begründet.

Hamburg (SID) - Petar Djordjic (24) hat seine plötzliche Abkehr von der deutschen Nationalmannschaft mit zu geringem Engagement des Deutschen Handballbundes (DHB) begründet. "Die Serben haben sich viel mehr um mich bemüht. Die wollten mich sofort. Und ich wollte nicht warten", sagte der Rückraumspieler des HSV Hamburg der Hamburger Morgenpost. Am vergangenen Wochenende war der umworbene Rückraumspieler erstmals seit 2010 wieder für den Balkan-Staat aufgelaufen.

Seitdem Bundestrainer Dagur Sigurdsson im vergangenen August Nachfolger von Martin Heuberger geworden war, habe er nichts mehr von deutscher Seite gehört, erklärte Djordjic, der zuletzt lange wegen eines Kreuzbandrisses pausieren musste. Noch im Januar 2014 hatte er betont, unbedingt für Deutschland spielen zu wollen: "Wenn ich einmal zusage, dann stehe ich zu 100 Prozent dazu." Doch die Einbürgerung dauerte Djordjic offenbar zu lange.

Der plötzliche Sinneswandel des potenziellen Nationalspielers, der nach der Saison aus Hamburg zur SG Flensburg-Handewitt zurückkehrt, sorgte beim DHB für Erstaunen. "Wir waren überrascht, als wir gesehen haben, dass er wieder für Serbien spielt", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning dem Blatt: "Aber wir akzeptieren die Entscheidung."

Quelle: 2015 SID (Sport Informationsdienst Neuss)
Kommentare
Top-Themen
Der Bundestrainer hat beim Remis gegen Serbien eine gute Mentalität erkannt. Aber noch ist die Grundstimmung um die ...mehr
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat in seiner Kritik an Joachim Löw im Zuge der Ausbootung der 2014-Weltmeister ...mehr
Leroy Sane sorgte beim Treffpunkt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Montag in Wolfsburg für einen modischen ...mehr
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Sport-Höhepunkte
Die Sport-Höhepunkte am Freitag, 22. März 2019mehr
Highlights
Jogi Löw bleibt Jogi Löw. Die Aufregung um die Ausbootung des Bayern-Trios kann der Bundestrainer nicht so recht verstehen. Schlechter Stil? Diesen Vorwurf weist er vehement zurück.mehr
Deutschland gegen England 0:3. Am Ende der deutsch-englischen Fußball-Wochen scheitert nach Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 auch der FC Bayern in der Champions League.mehr
Hingucker
Alica Schmidt steht noch am Anfang ihrer Leichtathletik-Karriere, gilt aber bereits als die "sexieste Athletin der Welt."mehr
Anzeige