Kenia droht bei WM Dopingskandal: Zwei Läuferinnen laut Medien positiv getestet

Kenia droht bei WM Dopingskandal: Zwei Läuferinnen laut Medien
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Kenia droht bei WM Dopingskandal: Zwei Läuferinnen laut Medien positiv getestet

 © SID

Kenias Leichtathleten droht bei der WM der nächste große Dopingskandal. Medienberichten zufolge wurden zwei Sprinterinnen positiv getestet.

Peking (SID) - Kenias Leichtathleten droht bei der WM in Peking der nächste große Dopingskandal. Kenianischen Medienberichten zufolge wurden 400-m-Läuferin Joyce Zakary und Hürdenspezialistin Koki Manunga nach ihren Vorläufen positiv getestet. Es wären die ersten Dopingfälle bei den Titelkämpfen in China. Auf SID-Anfrage hat sich der Weltverband IAAF bisher nicht zu dem Bericht geäußert.

Wie das Nachrichtenportal sportnewsarena berichtet, soll bei beiden Läuferinnen ein maskierendes Mittel für eine unbekannte Dopingsubstanz festgestellt worden sein. Sportlern und Verband sei das positive Ergebnis am Dienstagabend kurz vor dem sensationellen Gold-Lauf des Kenianers Nicholas Bett über 400 m Hürden mitgeteilt worden. Kenias Teamleitung kommentierte die Berichte zunächst nicht.

Speerwurf-Weltmeisterin Christina Obergföll (Offenburg) zeigte sich von der Nachricht kaum überrascht. "Manche Leistungen sind nur schwer nachzuvollziehen", sagte die 33-Jährige. In der Leichtathletik liege "einiges im Argen, es muss etwas passieren." Und DLV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen sagte: "Wir bewegen uns im Spitzensport auf einem Weg, wo Leistungen scheinbar immer weniger manipulationsfrei erbracht werden. Das hindert die fairen und sauberen Sportler daran, den verdienten Lohn ihrer Arbeit in Form von Finalplatzierungen und Medaillen entgegen zu nehmen."

Zakary war im Vorlauf am Montag in 50,71 Sekunden Landesrekord über 400 m gelaufen, zum Halbfinale am Dienstag aber ohne Angabe von Gründen nicht angetreten. Manunga war in der ersten Runde über 400 m klar ausgeschieden. 

Der nationale Verband Kenia Athletics war zuletzt stark in Erklärungsnot geraten. Seit 2012 wurden über 30 Athleten wegen Dopings gesperrt, die Dunkelziffer dürfte weit höher sein. Der Verband soll laut ARD-Informationen systematisch Doping-Missbrauch unterstützt und vertuscht haben. Bei der WM in Peking führten die Kenianer den Medaillenspiegel nach vier Wettkampftagen deutlich an.

 

Quelle: 2015 SID (Sport Informationsdienst Neuss)
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