Steuer-Skandal in Italien: Ermittlungen gegen 35 Klubs der Serie A und B

Fast 650 Millionen für neue Spieler: Winter-Transferbilanz der
Top-Ligen negativ
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Fast 650 Millionen für neue Spieler: Winter-Transferbilanz der Top-Ligen negativ

 © SID

Ein Steuer-Skandal erschüttert Italiens Fußball. Gegen 64 Personen wird wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung und Bilanzvertuschung ermittelt.

Rom (SID) - Ein Steuer-Skandal erschüttert den italienischen Fußball: Die Staatsanwaltschaft Neapel hat Ermittlungen gegen 64 Personen aufgenommen, darunter mehrere Präsidenten und Geschäftsführer von Spitzenklubs der Serie A. Der Verdacht lautet auf Steuerhinterziehung und falsche Rechnungen zur Vertuschung der Bilanzen. Dies berichteten italienische Medien am Dienstag.

Ins Visier der Ermittler sind bei insgesamt 35 Klubs prominente Figuren geraten: der Geschäftsführer des AC MailandAdriano Galliani, der Eigentümer des SSC Neapel, Aurelio De Laurentiis, der Präsident von Miroslav Kloses Klub Lazio Rom, Claudio Lotito, sowie der Ex-Geschäftsführer von Juventus Turin, Jean Claude Blanc.

Ermittelt wird auch gegen den ehemaligen Spieler Hernan Crespo sowie gegen den Ex-Sportdirektor von Juventus, Alessandro Moggi. Im Rahmen der Ermittlungen wurde am Dienstag unter anderem der Sitz des AC Mailand durchsucht, dabei wurden Besitztümer im Wert von zwölf Millionen Euro beschlagnahmt. Die Ermittlungen kreisen um Spielertransfers, die Klubs sollen den italienischen Fiskus in Millionenhöhe betrogen haben. Die Staatsanwaltschaft sprach von einem "verwurzelten System", um den italienischen Fiskus zu umgehen.

Zu den Spielern, gegen die ermittelt wird, zählt auch der ehemalige Stürmer von Borussia Dortmund, Ciro Immobile, und der Ex-Stürmer vom SSC Neapel, Ezequiel Lavezzi. Dieser war zu Paris Saint Germain gewechselt. Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass im Zuge des Deals Neapel Steuern hinterzogen habe.

Quelle: 2016 SID (Sport Informationsdienst Neuss)
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