103. Tour de France: Vorschau auf die 14. und 15. Etappe

103. Tour de France: Vorschau auf die 14. und
15. Etappe
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103. Tour de France: Vorschau auf die 14. und 15. Etappe

 © SID

Das nordwärts in Richtung Alpen führende Teilstück könnte am Samstag die vorletzte Chance für die Sprinter um Marcel Kittel und André Greipel werden.

La Caverne du Pont-d'Arc (SID) - Sprint oder doch kein Sprint: Das fast schnurgerade nordwärts in Richtung Alpen führende 14. Teilstück über 208 km von Montélimar nach  Villars-les-Dombes könnte am Samstag die vorletzte Chance für die Spurtspezialisten um Marcel Kittel und André Greipel werden - danach ist nur noch beim Finale auf den Champs-Élysées ein Massensprint möglich. Wie man eine fest einkalkulierte Spurtentscheidung aber kurzfristig platzen lassen kann, haben Peter Sagan und Chris Froome mit ihrem Husarenstück in Montpellier vorgeführt. 

Dabei ist die die 14. Etappe zwar nicht so windanfällig wie das Rennen am Mittwoch, dafür um einiges hügeliger. Drei Bergwertungen der 4. Kategorie stehen an, zudem viele kleine, vermeintlich leichte Anstiege. Für die Sprinter-Teams wird es eine Heidenarbeit, um das Feld bis zum Finale beisammenzuhalten.

Doppelt bitter für die tief im asketischen Tour-Geschehen verwurzelten Profis: Das in der Nordprovence gelegene Nougat Montélimar ist Frankreichs Hauptstadt der süßen Sünde, weltberühmt für seinen Nougat, zu dem ein nicht minder ruhmreicher schwerer örtlicher Rotwein passt - zum Speiseplan eines Rundfahrers gehört beides eher nicht. Erst einmal war Montémilar Etappenziel der Tour: 2006 feierte Jens Voigt seinen zweiten und letzten Tageserfolg.

Für das 4000 Einwohner zählende Städtchen Villars-les-Dombes ist es die Tour-Premiere. Für einen Tag löst die Frankreich-Rundfahrt den opulenten örtlichen Vogelpark als Touristen-Attraktion Nummer eins ab.

15. Etappe: Bourg-en-Bresse - Culoz (160 km)

Spektakel ist am Sonntag garantiert: Eine Woche vor dem Finale haben die Tour-Organisatoren am Alpenrand eine Berg- und Talfahrt zusammengebastelt, die es richtig in sich hat. Auf 160 km haben sie gleich sechs Bergwertungen eingebaut, darunter eine der höchsten und zwei der ersten Kategorie. Flach sind lediglich die letzten Kilometer ins Ziel, ein schwacher Moment kann sich heute bitter rächen.

Schon kurz nach dem Start wartet mit dem steilen Col du Berthiand (1. Kategorie) der erste fiese Prüfstein. Wer hier abreißen lässt, könnte Probleme mit der Karenzzeit bekommen. Richtig zur Sache geht es im letzten Renndrittel auf dem Weg zum 1501 m hohen Grand Colombier (900 Höhenmeter auf 12,8 km mit durchschnittlich 6,8 km), auf einer Schleife vor dem Ziel steht noch eine Bergwertung der 1. Kategorie (Lacets du Grand Colombier) an. Eine Attacke von Froome und Co. hier ist nicht unbedingt zu erwarten - mit 15 km ist der Weg von der Kuppe ins Ziel recht weit.

Bourge-en-Bresse, 40.000-Einwohner-Stadt am Rande des französischen Jura, hat eine kurze, aus deutscher Sicht aber sehr erfreuliche Tour-Geschichte: 2007 startete hier die Etappe, auf der sich Linus Gerdemann mit einer spektakulären Alleinfahrt den Tagessieg und das Gelbe Trikot sicherte. Die Fahrt in den Bergen um den Zielort Culoz, der die Tour zum ersten Mal zu Gast hat, bietet dem Peloton spektakuläre Tiefblicke auf den malerischen Lac du Bourget.

Quelle: 2016 SID (Sport Informationsdienst Neuss)
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