Deutsches Schwimmteam ohne Top-Trio bei Kurzbahn-WM

Schwimmen: "Team Tokio 2020" statt neuer Bundestrainer
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Schwimmen: "Team Tokio 2020" statt neuer Bundestrainer

 © SID
10.12.2018 - 10:28 Uhr

Ohne seine Vorschwimmer Florian Wellbrock, Franziska Hentke und Philip Heintz startet das deutsche Becken-Team bei der Kurzbahn-WM.

Hangzhou (SID) - Ohne seine Vorschwimmer Florian Wellbrock, Franziska Hentke und Philip Heintz geht das deutsche Becken-Team bei der Kurzbahn-WM im chinesischen Hangzhou (11. bis 16. Dezember) mit gedämpften Erwartungen an den Start. "Das tut ein bisschen weh, dass sie nicht dabei sind, aber jeder von ihnen hat dafür gute Gründe", sagte Bundestrainer Henning Lambertz: "Wir haben auch mit nur 15 Leuten ein ordentliches und starkes Team dabei."

Einzige Medaillenkandidaten sind Ex-Weltmeister Marco Koch und Vizeeuropameisterin Sarah Köhler. Koch habe nach dem Wechsel von Darmstadt nach Frankfurt "bessere Kraftwerte als je zuvor", verriet Lambertz. Allerdings befindet sich der zweifache Kurzbahn-Weltmeister von 2016 erst seit zehn Wochen im Wassertraining, zudem ist die Konkurrenz auf seiner Paradestrecke 200 m Brust enorm. Dennoch schwärmt Lambertz, der für Koch die Trainingspläne schreibt: "Er ist sehr motiviert, hat wieder richtig Lust aufs Schwimmen."

Die Bedingungen in Hangzhou könnten für die Schwimmer besser kaum sein. "Das haben die Chinesen richtig gut hinbekommen", sagte Lambertz: "Sie haben eine super Halle aufgestellt, es gibt LED-Leinwände, sehr viel Werbung in der Stadt, ein tolle Logistik, tolle Hotels, gutes Essen. Da gibt es nichts, woran man meckern könnte."

Dennoch verzichtete Rekordhalterin Hentke aufgrund des Reisestresses auf einen WM-Start. Europameister Wellbrock will sich in dieser Saison verstärkt auf das Freiwasserschwimmen konzentrieren. Beide springen stattdessen bei der parallelen Kurzbahn-DM in Berlin ins Becken. Der Olympia-Sechste Heintz ist nach Schulterproblemen noch nicht voll belastbar. 

Das DSV-Aufgebot für die Kurzbahn-WM in der Übersicht:

Frauen (8): Sarah Köhler, Reva Foos (beide Frankfurt), Laura Riedemann (Halle/Saale), Annika Bruhn (Neckarsulm), Jenny Mensing (Wiesbaden), Aliena Schmidtke (Magdeburg), Jessica Steiger (Gladbeck), Marie Pietruschka (Leipzig) 

Männer (7): Damian Wierling, Marius Kusch, Maximilian Pilger (alle Essen), Christian Diener (Potsdam), Fabian Schwingenschlögl (Neckarsulm), Marco Koch (Frankfurt), Ramon Klenz (Hamburg)

Quelle: 2018 Sport-Informations-Dienst, Köln
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