Weltserie in Hamburg: Triathleten ohne Siegchance

Weltserie in Hamburg: Triathleten ohne Siegchance
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Weltserie in Hamburg: Triathleten ohne Siegchance

 © SID

Die deutschen Triathleten konnten bei der Weltserie in Hamburg sportlich keine Pluspunkte sammeln.

Hamburg (SID) - Überschattet von den Querelen um die Olympia-Nominierung durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) haben die deutschen Triathleten bei der Weltserie in Hamburg sportlich keine Pluspunkte sammeln können. Als Neunte fuhr Laura Lindemann aus Potsdam noch das beste Ergebnis für die Deutsche Triathlon-Union (DTU) ein. Bei den Männern kam Jonathan Zipf aus Saarbrücken auf den zehnten Platz.

Katie Zaferes aus den USA gewann das Sprintrennen, die Weltranglisten-Zehnte übernahm beim abschließenden Laufen die Führung und setzte sich nach vor Rachel Klamer aus den Niederlanden sowie Vorjahressiegerin Gwen Jorgensen aus den USA durch.

Bei den Männern siegte der Spanier Mario Mola im Hamburger Dauerregen. Der Weltranglisten-Zweite setzte sich vor dem Australier Jacob Birtwhistle und Fernando Alarza aus Spanien durch.

Hinter Lindemann wurde Hanna Philippin aus Saarbrücken 18. , Rebecca Robisch (Saarlouis) kam auf Rang 31. Zwölf Sekunden hinter Zipf belegte Gregor Buchholz aus Wiesbaden den 17. Platz.

Kurz vor dem Rennen war bekannt geworden, dass der DOSB seine Olympianominierung noch einmal neu beraten muss. Wie der Dachverband bestätigte, beeinhaltet dies einen Beschluss des Landgerichts Frankfurt/Main.

Der DOSB hatte für die Spiele in Rio de Janeiro nur die Saarbrückerin Anne Haug nominiert, die als einzige Athletin die Olympianorm erfüllt hat. Der Vorschlag der DTU, zur Unterstützung von Haug beim Schwimmen auch Anja Knapp aus Dettingen sowie Lindemann zu berücksichtigen, wurde abgelehnt.

Zu Wochenbeginn war Robisch, zweitbeste deutsche Triathletin, vom deutschen Sportschiedsgericht das Recht zugesprochen worden, ebenfalls als Nachrückerin berücksichtigt werden zu können. Aus fachlichen Gründen favorisiert die DTU allerdings Knapp und Lindemann.

"Ich hätte mir gewünscht, hier in Hamburg noch weiter nach vorne zu kommen. Dennoch finde ich, dass ich zu Olympia gehöre", sagte Lindemann in der ARD. Robisch indes hat nur noch wenig Hoffnung, für Brasilien nachnominiert zu werden: "Ich bin in Deutschland wohl nicht mehr so gerne gesehen."

Das Weltserien-Wochenende in der Hansestadt wird am Sonntag (14.45 Uhr/ZDF) mit der Mixed-Team-Weltmeisterschaft abgeschlossen. Die Triathleten hoffen darauf, dass dieser Wettbewerb ab 2020 in Tokio zum olympischen Programm gehört.

Quelle: 2016 SID (Sport Informationsdienst Neuss)
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