"Dünne Models": Steffen kritisiert Schwimm-Bundestrainer Lambertz

Schwimm-Debakel für Steffen keine Überraschung: "Geht seit 90er
Jahren bergab"
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Schwimm-Debakel für Steffen keine Überraschung: "Geht seit 90er Jahren bergab"

 © SID
10.05.2016 - 13:11 Uhr

Weltrekordlerlin Britta Steffen hat Bundestrainer Henning Lambertz nach dem Olympia-Aus der Sprintstaffel der Frauen kritisiert.

Berlin (SID) - Weltrekordlerlin Britta Steffen hat Schwimm-Bundestrainer Henning Lambertz nach dem Olympia-Aus der Sprintstaffel der Frauen kritisiert. Die Doppel-Olympiasiegerin von 2008 kann den Vorwurf, die Freistilsprinterinnen sähen aus "wie dünne Models und nicht wie Sportlerinnen", nicht nachvollziehen. "Jeder muss so trainieren, dass er seine Stärken ausspielen kann. Ich war am schnellsten, als ich schlank und durchtrainiert war", sagte Steffen der Bild: "Als ich bei der WM 2011 zu muskellastig an den Start ging, schwamm ich schlecht, weil es zu Lasten meiner Ausdauer ging."

Die 4x100-m-Freistilstaffel der Frauen hatte bei der WM im vergangenen Jahr in Kasan die Direktqualifikation für die Olympischen Spiele in Rio verpasst. Auch bei der DM am vergangenen Wochenende in Berlin verfehlte das Quartett um Annika Bruhn (Saarbrücken) die Normen. Lambertz erklärte daraufhin, dass es bei der EM in London in der nächsten Woche keine weitere Olympia-Chance geben werde. Damit nimmt erstmals seit 1932 keine deutsche Frauenstaffel über 4x100 m Freistil an Olympischen Spielen teil. 1948 war die deutsche Mannschaft nach dem Zweiten Weltkrieg komplett von Olympia ausgeschlossen.

Lambertz hatte die enttäuschenden Zeiten der Freistil-Sprinterinnen mit fehlendem Krafttraining begründet. Die 2013 zurückgetretene Steffen, noch immer Weltrekordlerin über 50 und 100 m Freistil, konterte: "Es gibt ja 'Model-Schwimmerinnen', die schnell sind. Alexandra Wenk hat gerade 35 Jahre alte deutsche Rekorde von DDR-Schwimmerinnen ausgelöscht und vier neue Bestzeiten am Wochenende aufgestellt. Und sie ist dünn und wunderschön. Oder Dorothea Brandt – hübsch und schnell und kein Muskelprotz." Wenk (21) und Brandt (32) hatten bei der DM mit überzeugenden Leistungen den ersten Teil der Olympia-Qualifikation erfüllt.

Quelle: 2016 SID (Sport Informationsdienst Neuss)
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