Jamaika-Sprinter Carter bei Olympia 2008 wohl gedopt - Bolt droht Gold-Verlust

Jamaika-Sprinter Carter bei Olympia 2008 wohl gedopt - Bolt
droht Gold-Verlust
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Jamaika-Sprinter Carter bei Olympia 2008 wohl gedopt - Bolt droht Gold-Verlust

 © SID
03.06.2016 - 17:35 Uhr

Sprinter Nesta Carter ist offenbar derjenige jamaikanische Medaillengewinner, der in Doping-Nachtests positiv getestet worden ist.

Kingston (SID) - Sprinter Nesta Carter ist offenbar derjenige jamaikanische Medaillengewinner, der in den Doping-Nachtests der Olympischen Spielen 2008 in Peking positiv getestet worden ist. Dies berichtete am Freitag die für gewöhnlich sehr gut unterrichtete Tageszeitung Jamaica Gleaner. Jamaikanische Medien hatten bereits am Donnerstag über einen mutmaßlichen Dopingfall berichtet, ohne einen Namen zu nennen.

Carter hatte in Peking an der Seite von Superstar Usain Bolt Gold mit der 4x100-m-Staffel geholt, Bolt droht damit der Verlust einer seiner sechs Olympiasiege. Carter, der auch bei Olympia 2012 sowie bei den Weltmeisterschaften 2011, 2013 und 2015 Staffel-Gold geholt hatte, droht eine 18-monatige Sperre.

Nach Informationen des Gleaner ist der 30 Jahre alte Carter positiv auf das Stimulans Methylhexanamin getestet worden, das auch häufig in verunreinigten Nahrungsergänzungsmitteln gefunden wird. Bei den Olympischen Spielen 2014 war bei Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle Methylhexanamin festgestellt und die zweimalige Langlauf-Olympiasiegerin sechs Monate gesperrt worden.

In besagter jamaikanischer Peking-Staffel lief neben Carter und Bolt auch Ex-Weltrekordler Asafa Powell. Dieser war 2013 positiv auf ein anderes Stimulanz getestet und zunächst 18 Monate gesperrt worden, musste aber letztlich nur sechs Monate aussetzen.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte zuletzt bekannt gegeben, dass bei Nachtests von Peking 32 positive Proben entdeckt wurden und in London 2012 noch einmal 23 weitere. Jamaika hatte in Peking sechsmal Gold, drei Silbermedaillen und zwei Mal Bronze gewonnen - alle in der Leichtathletik. Die Namen der Athleten, die in Peking und London positiv getestet wurden, sollen erst nach der Analyse der B-Proben veröffentlicht werden.

Quelle: 2016 SID (Sport Informationsdienst Neuss)
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