Schwimm-DM: Wenk bricht 35 Jahre alten Rekord - Hentke überzeugt

07.05.2016 - 10:57 Uhr

Alexandra Wenk hat bei der Schwimm-DM in Berlin Weltmeister Marco Koch und Weltrekordler Paul Biedermann die Show gestohlen.

Berlin (SID) - Mit einem deutschen Rekord bereits im Vorlauf hat Alexandra Wenk bei der Schwimm-DM in Berlin Weltmeister Marco Koch und Weltrekordler Paul Biedermann die Show gestohlen. Während die beiden Stars auf ihren Nebenstrecken mit unterschiedlichem Erfolg starteten, verbesserte die Münchnerin in 2:11,41 Minuten über 200 m Lagen die 35 Jahre alte Bestmarke von Ute Geweniger um mehr als drei Zehntelsekunden.

"Ich habe auf die Anzeigetafel geguckt und gedacht: Das verstehe ich nicht", sagte die WM-Siebte, die deutlich unter der ersten Richtzeit für die Olympischen Spiele in Rio blieb: "Es ist schön, den deutschen Rekord zu brechen, aber um international den Anschluss zu halten, muss man noch schneller schwimmen."

Überzeugend präsentierte sich auch Kurzbahn-Europameisterin Franziska Hentke. Die Magdeburgerin unterbot ebenfalls schon im Vorlauf in 2:07,49 Minuten über 200 m Schmetterling die Endlaufnorm für die Olympischen Spiele in Rio und kletterte auf Rang zehn der Weltjahresbestenliste.

"Ich wollte 98 Prozent schwimmen, wäre gerne ein bisschen schneller gewesen, aber das ist okay", sagte die 26-Jährige und kündigte für das Finale am Nachmittag an: "Ich will meine Bestzeit schwimmen." Seit dem letzten Jahr hält die WM-Vierte in 2:05,26 Minuten den deutschen Rekord.

Koch war nach Platz zwei in 1:00,49 Minuten über seine Nebenstrecke 100 m Brust zufrieden. "Für einen Vorlauf war es ganz okay", sagte der Darmstädter, der über die doppelte Distanz als Goldfavorit für Rio gilt. "Die hohe Frequenz geht noch nicht so gut, aber das Gleiten war sehr gut. Die 200 werden deutlich besser." Am Sonntag startet der Weltmeister auf seiner Paradestrecke.

Biedermann verpasste auf seiner Nebenstrecke 100 m Freistil die Qualifikation. Der 29-Jährige belegte in 49,72 Sekunden nach dem Vorlauf nur den achten Platz. "Der erste Start ist bei mir immer nicht so gut. Für die Staffel muss ich mich noch ganz schön strecken. Die 100 m als Einzelstrecke wollte ich in Rio sowieso nicht schwimmen", sagte der Ex-Weltmeister.

Neben Wenk, Hentke und Koch blieben elf weitere Schwimmer unter der Vorlaufnorm. Über 200 m Rücken sind Ex-Europameisterin Jenny Mensing (Wiesbaden), Lisa Graf (Berlin) und Nadine Laemmler (Heidelberg) ebenso weiter im Rio-Rennen wie der EM-Dritte Jan-Philip Glania (Frankfurt/Main) und der Vize-Europameister Christian Diener (Potsdam). Über 200 m Lagen unterboten neben Wenk Maxine Wolters (Hamburg) und Vize-Europameister Philip Heintz (Heidelberg), über 100 m Freistil Marius Kusch (München), über 200 m Schmetterling Alexander Kunert (Gelnhausen) und Markus Gierke (Hannover) sowie über 100 m Brust neben Koch Fabian Schwingenschlögl (Nürnberg) die Vorlaufnorm. Um sich für Olympia zu qualifizieren, müssen die deutschen Schwimmer nicht nur bei der DM als Erster oder Zweiter im Finale unter der Richtzeit bleiben, sondern auch im Juni bei der Mare Nostrum Tour oder bei den German Open in Berlin (5. bis 8. Juli) eine zweite Norm knacken.

Quelle: 2016 SID (Sport Informationsdienst Neuss)
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